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Honoré de Balzac
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Balzac in "Die Marañas"   

Die Richter sind die ersten Märtyrer ihres Amtes und schreiten stets in  Trauer um ihre verlorenen Illusionen einher, und das Verbrechen lastet auf ihnen in keinem geringeren Maß als auf den Verbrechern.

 

 

 

Balzac in "Modeste Mignon"

Die drei Richter die tief in jedem Gewissen kauern:

die Ehre, die Wahrheit und die Gerechtigkeit.

 

Balzac in "Die Kleinbürger"

 

„Geben und behalten,

das gilt nicht!“

sagt ein alter Richterspruch.

 

 

 

Balzac in "Die Lilie im Tal"

„Das Strafrecht ist von Leuten verfasst, die das Unglück nicht gekannt haben.“

 
 

Balzac in "Wohin schlechte Wege führen"

Richter gleichen den Malern: sie brauchen das gleichmäßige, reine Licht, das von Norden kommt; denn das Gesicht ihrer Verbrecher ist ein Gemälde, das sie beständig studieren müssen. Deshalb stellen fast alle Untersuchungsrichter ihren Schreibtisch so auf, wie der Camusots stand; das heißt, sie selber kehren dem Licht den Rücken zu und haben somit das Gesicht derer, die sie verhören, in voller Beleuchtung vor sich.

 

Balzac in "Wohin schlechte Wege führen"

Wenn es schon in der Natur des Menschen liegt, allem zu misstrauen, was zu tun man sie bittet, sobald es gegen seine Interessen oder seine Pflicht geht, oft sogar auch, wenn es ihm gleichgültig ist, so ist diese Empfindung für den Untersuchungsrichter Gesetz.

Balzac in "Wohin schlechte Wege führen"

Als Liebhaber der Wahrheit gleichen die Richter den eifersüchtigen Frauen; sie geben sich tausend Vermutungen hin und durchwühlen sie mit dem Dolch des Argwohns, wie etwa der antike Opferpriester den Opfern Eingeweide herausnahm; dann machen sie halt, nicht bei der Wahrheit, sondern beim Wahrscheinlichen, und schließlich dämmert ihnen die Wahrheit auf. Eine Frau fragt einen geliebten Mann aus, wie ein Richter einen Verbrecher verhört. In solcher Stimmung genügt ein Blitz, ein Wort, ein Schwanken der Stimme, ein Zögern, um auf das Geschehene, den Verrat, das Verbrechen, auf alles, was noch im Verborgenen liegt, hinzuweisen.

 

Balzac in „Vautrins letztes Abenteuer”

Nur ihr Frauen könnt wie wir Richter und wie die Untersuchungsgefangenen ganze Szenen in einen ausgetauschten Blick legen, in dem Betrügereien offenbar werden, kompliziert wie Sicherheitsschlösser.

 

Balzac in "Vautrins letztes Abenteuer"

„Der Verurteilte weiß nicht, dass der Richter Qualen erduldet, die den seinen gleich sind. In diesem Augenblick sind wir, ich, die Gesellschaft, die sich rächt, und er, das zu sühnende Verbrechen, durch ein Blatt Papier miteinander verbunden; wir sind die beiden Gesichter desselben Zwangs, zwei Menschenwesen, die für einen Augenblick durch die Härte des Gesetzes zusammengeschweißt sind. Wer bemitleidet diese tiefen Qualen des Richters? Wer tröstet Ihn...?“

Balzac in "Vautrins letztes Abenteuer"

Wenn dem Gesetz genüge getan ist, ist das bei der Gesellschaft noch nicht der Fall; sie bewahrt ihr Misstrauen, und sie tut alles, um es vor sich selbst zu rechtfertigen: Sie macht dem entlassenen Sträfling das Leben unmöglich, sie muss ihm alle seine Rechte zurückerstatten, aber sie verbietet ihm, innerhalb eines bestimmten Bereichs zu leben.

 

Balzac in "Wohin schlechte Wege führen"

Neun Zehntel der Leser, ja auch noch neun Zehntel des letzten Zehntels der Leser kennen schwerlich die beträchtlichen Unterschiede, die zwischen folgenden Worten bestehen: Angeschuldigter, Untersuchungsgefangener, Angeklagter, Strafgefangener, Polizeigewahrsam, Untersuchungsgefängnis und Strafgefängnis; daher werden denn auch alle wahrscheinlich staunend hören, dass es sich da um unser ganzes Strafrecht handelt, das ihnen sogleich kurz und verständlich erklärt werden soll...

 

Balzac in "Vautrins letztes Abenteuer"

„Wahre Richter müssen ihre Ängste

tragen und zu verbergen wissen.“

 

Balzac in "Wohin schlechte Wege führen"

Die Geschworenen wissen gar nicht, wie viel Volks-, Verwaltungs- und Gerichtsautoritäten sie ins Gesicht schlagen, wenn sie einen Angeklagten freisprechen.

 

 

 

Balzac in "Das Antiquitätenkabinett"

 

Ihr Gerichtsleute versteht

euch besser untereinander.

 

Balzac in "Das Chagrinleder"

 

Priester, Richter und Frauen

legen ihre Robe nie ganz ab.

 

Balzac in "Gobseck"

Zur Sicherung ihres Besitzes haben die Reichen die Gerichte erfunden, die Richter und diese Guillotine, eine Art Kerze, an der sich die Ahnungslosen verbrennen.

 
aus Projekt Gutenberg: Balzacs "Tolldreiste Geschichten":

Wie das schöne Mägdelein von Portillon seinen Richter mundtot machte

 

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