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Balzac
in "Das Antiquitätenkabinett"
Die
Schönheit ist ähnlich wie die edle Abkunft ein Vorrecht, das sich
nicht erwerben lässt, sie wird überall anerkannt und gilt oft mehr als
Vermögen und Begabung, sie braucht sich nur zu zeigen, um zu
triumphieren, man verlangt nichts von ihr, als dass sie da ist.
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Balzac in „Katharina von Medici“
>>Ein gemalter Köder lockt kein Wild
an<<, sagt der Dichter, nachdem er ihr gesagt hatte, sie schminke ihr
Gesicht, und sie kaufe ihre Zähne und ihr Haar.
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Balzac in "Wie
leichte Mädchen lieben"
Bei den Männern ist Schönheit nicht immer ein Zeichen von Güte.
Junge Leute mit angenehmen Äußeren begegnen am Beginn ihres Lebens
keinerlei Schwierigkeiten, daher entfalten sie keinerlei Talent, sie
werden durch das Entgegenkommen der Welt verdorben, und hernach
müssen sie dann die Zinsen für ihr gutes Aussehen bezahlen...!“ |
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Auszug aus „Die Base
Lisbeth“:
Adeline Fischer
Sie war eine jener
vollkommenen, hinreißenden Schönheiten, eine der Frauen wie Madame
Tallien, welche die Natur mit besonderer Sorgfalt bildet; sie
verleiht ihnen ihre kostbarsten Gaben: Vornehmheit, Edelsinn, Anmut,
Zartgefühl, Eleganz, einen wundervollen Körper und eine Haut, die in
der unbekannten Werkstatt der Natur hergestellt wird, wo der Zufall
waltet. Diese schönen Frauen sind alle einander ähnlich. Bianca
Capello, deren Bildnis eines der Meisterwerke Bronzinos ist; die
Venus des Jean Goujon, deren Urbild die berühmte Diana von Poitiers
ist; die Signora Olympia, deren Portrait die Galerie Doria besitzt;
endlich Ninon, Madame Dubarry, Madame Tallien, Mademoiselle Georges,
Madame Récamier – alle diese Frauen, die trotz ihres Alters, ihrer
Leidenschaften oder eines Lebens voller ausschweifender Vergnügungen
schön geblieben sind, haben im Wuchs, im Körperbau, im Charakter
ihrer Schönheit auffallende Ähnlichkeiten, und man könnte meinen, im
Ozean der Generationen gäbe es eine aphrodisische Strömung, aus der
alle die Venustöchter hervorgehen, als Töchter der gleichen salzigen
Welle! [35] |