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Honoré de Balzac
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Wenn du Interesse daran hast, das Alter einer Frau zu erkunden, dann schau dir die Schläfen und ihre Nasenspitze an.

(aus "Die Entmündigung")

Marylin Monroe, 1953, Photo by Bernard of Hollywood Balzac in "Das Antiquitätenkabinett"

Die Schönheit ist ähnlich wie die edle Abkunft ein Vorrecht, das sich nicht erwerben lässt, sie wird überall anerkannt und gilt oft mehr als Vermögen und Begabung, sie braucht sich nur zu zeigen, um zu triumphieren, man verlangt nichts von ihr, als dass sie da ist.

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Balzac in "Eine doppelte Familie"

 

Schönheit ohne Ausdruck

 ist vielleicht Betrug.

Balzac in „Die falsche Geliebte”

Selbst die unkomplizierteste Frau der Welt verlangt auch beim größten Mann etwas Schaumschlägerei; und die schönste Liebe gilt nichts, wenn sie ein roher Edelstein ist: sie bedarf der Aufmachung durch den Schliff und die Fassung.

 

Balzac in „Katharina von Medici“

>>Ein gemalter Köder lockt kein Wild an<<, sagt der Dichter, nachdem er ihr gesagt hatte, sie schminke ihr Gesicht, und sie kaufe ihre Zähne und ihr Haar.

 

 

Balzac in "Wie leichte Mädchen lieben"

Bei den Männern ist Schönheit nicht immer ein Zeichen von Güte. Junge Leute mit angenehmen Äußeren begegnen am Beginn ihres Lebens keinerlei Schwierigkeiten, daher entfalten sie keinerlei Talent, sie werden durch das Entgegenkommen der Welt verdorben, und hernach müssen sie dann die Zinsen für ihr gutes Aussehen bezahlen...!“

Auszug aus „Die Base Lisbeth“:

Adeline Fischer 

Sie war eine jener vollkommenen, hinreißenden Schönheiten, eine der Frauen wie Madame Tallien, welche die Natur mit besonderer Sorgfalt bildet; sie verleiht ihnen ihre kostbarsten Gaben: Vornehmheit, Edelsinn, Anmut, Zartgefühl, Eleganz, einen wundervollen Körper und eine Haut, die in der unbekannten Werkstatt der Natur hergestellt wird, wo der Zufall waltet. Diese schönen Frauen sind alle einander ähnlich. Bianca Capello, deren Bildnis eines der Meisterwerke Bronzinos ist; die Venus des Jean Goujon, deren Urbild die berühmte Diana von Poitiers ist; die Signora Olympia, deren Portrait die Galerie Doria besitzt; endlich Ninon, Madame Dubarry, Madame Tallien, Mademoiselle Georges, Madame Récamier – alle diese Frauen, die trotz ihres Alters, ihrer Leidenschaften oder eines Lebens voller ausschweifender Vergnügungen schön geblieben sind, haben im Wuchs, im Körperbau, im Charakter ihrer Schönheit auffallende Ähnlichkeiten, und man könnte meinen, im Ozean der Generationen gäbe es eine aphrodisische Strömung, aus der alle die Venustöchter hervorgehen, als Töchter der gleichen salzigen Welle! [35]

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