|
|
|
Intimes
Beieinander ohne Liebe ist eine Lage,
in der meine Seele jede Stunde entehrt wird.
(aus "Honorine")
|

Balzac in "Das Chagrinleder"
Was endlich gäbe es Freudloseres
als ein Freudenhaus? |
|

Balzac in "Vautrins letztes
Abenteuer"
Die Prostitution und der
Diebstahl sind zwei lebendige Proteste - ein weiblicher und ein
männlicher - des Naturzustandes
gegen die Gesellschaft. |
|

Balzac in "Wie leichte Mädchen
lieben"
Eine
Prostituierte der untersten Stufe zu lieben, ohne dass man wie die Könige die Macht
besitzt, sie zu adeln, ist ein ungeheurer Fehler. |
|
Balzac
in "Die Base Lisbeth"
Wenn in
Paris
sich eine Frau entschlossen hat, aus ihrer Schönheit ein Gewerbe
und eine Ware zu machen, so ist das noch kein Grund, dass sie auch
ihr Glück macht.
|
 |
|

|
Balzac in
"Beatrix"
Herz und
Kasse stehen stets in genauen, festgelegten Wechselbeziehungen. |
|
|

Balzac in "Tante Bette"
Die
wahre, heilige, opferfreudige Liebe
einer
Frau hat andere Wonnen als die,
die
auf dem Markt der Prostitution
gekauft
werden können! |
|

Balzac in "Die
Rote Herberge"
Die
meisten unserer Armenhäuser
scheinen
mir heutzutage
Schutzstätten
des Lasters
geworden
zu sein.
|
|
Balzac
in "Die Kleinbürger"
Im Jahre 1838 aber
hatte die Tochter ihre Mutter verlassen und führte wahrscheinlich
ein "vergnügtes Leben", um einen Ausdruck zu gebrauchen,
mit dem das Pariser Volk den Missbrauch der kostbaren Gaben der
Natur und der Jugend bezeichnet. |
|
Balzac in "Wie leichte Mädchen
lieben"
Dirnen sind ihrem Wesen nach sprunghafte Geschöpfe, die aus stumpfestem Misstrauen zu unbedingter Vertrauensseligkeit
überwechseln.
|
|
Anm. F.W.:
Balzac und die Prostitution, Glanz und Elend der Kurtisanen : Er
schont sie nicht, die "Freier": "Eine
arme Dirne steckt im Schmutz...; die Männer finden sie schön; sie
machen sie ihren Lüsten dienstbar und entbinden sich dabei jeder
Rücksichtnahme; sie schicken sie zu Fuß davon, nachdem sie sie im
Wagen geholt hatten; wenn sie ihr nicht auch noch ins Gesicht
speien, so liegt das daran, dass die Schönheit der Dirne sie vor
dieser Beschimpfung schützt; aber moralisch tun sie Schlimmeres."
(in "Wohin schlechte Wege führen")
Balzac
geht mit der Prostitution hart ins Gericht. "Seine" Kurtisanen nehmen
selten ein gutes Ende. Trotz dieser harten Kritik am "ältesten
Gewerbe der Welt" sieht er in der Prostitution einen Protest,
"des
Naturzustandes gegen die Gesellschaft" (so.).
Die
schauspielerische Leistung der Dirne hebt er in "Die
Geliebte des Königs" hervor: "Die
Zofe, die sich das Lachen verbiss, spielte ihre Rolle glänzend,
ergötzte den Halsabschneider mit artigen kleinen Schreien, bog sich,
sprang und zuckte wie ein Karpfen auf dem Stroh, und stöhnte >>oh!<<
und >>ach!<<, um nichts sagen zu müssen."
Eine "kostbare" Illusion
.
|
|
[«] [Honoré de Balzac] [Impressum] [Kontakt] [Übersicht]
[Links] [Zitate] [»]
Copyright © 2001 - 2005 Frank Weidemann All rights
reserved. |
|
|
|