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Honoré de Balzac
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Der Tod ist die Krönung des Genies.     

(aus "Albert Savarus")

 

Balzac in "Eine Evastochter"  

Ein Mann, der ununterbrochen den Gedanken
in die Tat umsetzen kann, ist ein genialer Mensch; aber auch der genialste Mensch entfaltet sein Genie nicht bei allen Gelegenheiten; er würde sonst Gott zu sehr ähneln.

Balzac in "Ursule Mirouët"

Die Weisheit kommt mit der Praxis.

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Balzac in "Albert Savarus"

Dies bezaubernde Geschöpf hatte auf bewundernswerte Weise begriffen, dass für eine Frau die Grundbedingung der Bildung ist, damit gänzlich hinterm Berge zu halten.

   

Balzac in "Tante Bette"

Die geistige Arbeit, die Jagd in den Hochgefilden der Intelligenz, ist eine der größten Anstrengungen des Menschen.

 
 

Balzac in "Modeste Mignon"

 

Weder die Männer noch die Frauen haben einen Freund, der ihnen in dem Augenblick einen Wink gibt, da der Wohlgeruch ihrer Bescheidenheit ranzig wird, da die Schmeichelei ihres Blickes theatralisch wirkt, da ihr Gesichtsausdruck sich in Schöntuerei verwandelt und die Ränke ihres Geistes ihre vergilbten Gerippe sehen lassen. Nur das Genie kann sich erneuern wie eine Schlange; und was die Anmut betrifft, ist es wie in allen, nur das Herz altert nicht.

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Balzac in "Die alte Jungfer"

Die Frauen von schwachen Verstand befolgen die schreckliche Logik der Kinder, die darin besteht, von der Antwort zur Frage zu gehen, eine Logik, die oft in Verlegenheit bringt.

 

Portrait des Genius - Bertelsmann Lesering Editions Hermes, Paris  und Schröder Verlag HamburgAnm. F.W.:  Niemand hat das eindringlicher umschrieben als gleich der Erste, der eben hierauf hingewiesen hat, nämlich Charles Baudelaire:  "Alle seine Figuren besitzen die glühende Lebensintensität, die ihn selber vorwärts trieb. Alle seine Eingebungen sind mit denselben starken Farben durchtränkt wie die Träume. Von der Spitze der Aristokratie bis hinunter zu den Niederungen des Pöbels sind die Darsteller seiner Komödie begieriger auf das Leben, wendiger und listenreicher im Daseinskampf, langmütiger im Unglück, unersättlicher im Genuss, engelhafter in der Aufopferung, als die Komödie der wahren, tatsächlichen Welt uns die Menschen zeigt. Kurz gesagt, bei Balzac hat ein jeder Genie, sogar die Portiersfrauen. Alle Seelen sind Schusswaffen, die bis an die Mündung des Laufes mit Willenskraft geladen sind. Das ist ganz Balzac."<< [4]

In dem Roman "Die Kleinbürger" geht Balzac auf den Unterschied zwischen Talent und Genie ein: " In der Kunst-...- gibt es einen Höhepunkt der Vollkommenheit, bis zu dem das Talent nicht heranreicht, sondern allein das Genie. Zwischen den Werken der Genies und denen der Talente besteht nur ein geringer Unterschied, und nur geniale Menschen können diesen Unterschied empfinden, der Raffael von Correggio, Tizian von Rubens trennt. Ja noch mehr: der Durchschnittsmensch lässt sich täuschen. Denn das Zeichen des Genies ist gewissermaßen die Leichtigkeit, mit der das Werk geschaffen zu sein scheint. Mit einem Wort, es muss auf den ersten Anblick ganz einfach erscheinen, weil es immer ganz natürlich ist, selbst bei den erhabensten Gegenständen." [64]

Balzac schrieb in einem Brief an Schwester Laure: "Ob ich ein Genie bin oder kein Genie bin, beides bringt mir nur Kummer. Wenn ich kein Genie bin, bin ich erledigt. Dann muss ich mein Leben lang mit Wünschen leben, mich als mittelmäßiger Mensch fühlen, mich mit meinem Schicksal begnügen! Wieviel Sorgen! Wieviel Mühen! Wenn ich ein Genie bin, dann sehe ich mich schon verfolgt und heimatlos herumirren, ein Märtyrer der Dame Wahrheit, aber Fräulein Glorie wird mich dafür belohnen - ein Taschentuch, mit dem ich mir meine Tränen gut abwischen kann."[70]

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