Honoré de Balzac
Impressum
Kontakt
Übersicht
Links
Zitate
vorhergehende Seitenächste Seite

Wer eine Frau regieren kann, kann ein Volk regieren.

(aus "Physiologie der Ehe")

Balzac in "Das Bankhaus von Nucingen"18-3.gif (5853 Byte)

Ein ehrenhafter Politiker wäre einer Dampfmaschine mit Gefühl vergleichbar oder einem Lotsen, der das Steuerruder hält und gleichzeitig eine Frau liebt: Das Schiff geht dabei unter. Ist nicht ein Ministerpräsident, der hundert Millionen für sich beiseite bringt und Frankreich groß und glücklich macht, einem auf Staatskosten beerdigten Minister, der jedoch sein Vaterland zugrunde gerichtet hat, vorzuziehen?

 

Ayatollah Khomeini (1902 - 1989)

Balzac in "Albert Savarus"

Es heißt, die Politik lasse einen Mann rasch altern.

 

Balzac in "Wie leichte Mädchen lieben"

So mächtig ein großer Politiker auch sei, er braucht eine Frau, um sie der Frau entgegenzustellen, genau wie die Holländer Diamanten mit Diamanten schleifen.

George Bush (geb. 1924) und Gattin
 
BIKING.jpg (21447 Byte)

Balzac in

"Die Chouans, Rebellen des Königs"

 

Nichts kennzeichnet ein

Land   besser als der

Zustand seiner

öffentlichen Verkehrsmittel.

 

Balzac in "Verlorene Illusionen"

Erdichte den Fortschritt 

(damit kann man die Bourgeois wunderbar täuschen)!

Walter Ulbricht (1893-1973)

Balzac in "Tante Bette"

Dabei möge man einmal 

die Summe zusammenrechnen, 

die der Staat aus Erbschaften 

ohne Erben einheimst.

Balzac in "Die Messe des Gottesleugners"

Der Seemann von heute 

ist ein abgefeimter Diplomat.

 

Balzac in "Das Chagrinleder"

 

"Du bist langweilig wie ein

Zusatzantrag im Parlament."

 

 
Balzac in "Die Bauern"

Zehn in einem Wirtshaus versammelte Bauern wiegen einen großen Politiker auf.

   

Balzac in "Das Antiquitätenkabinett"

Nichts bringt die Fraktionen mehr gegeneinander in Harnisch, als wenn sich eine mit Mühe gestellte Falle als nutzlos erweist.

 

   

Eine dunkle Affäre, Kiepenheuer Verlag, 1986Anm. F.W.: Die "Menschliche Komödie" greift sehr viele politische Themen auf. Balzac selbst hat mehrmals für politische Ämter (Kandidat für die konstituierende Nationalversammlung) kandidiert, aber ohne Erfolg. In der Vorrede zur "MK" schreibt er: "Man wird womöglich mit dem Romanautor Streit suchen, weil er Historiker sein will; man wird ihn seiner politischen Einstellung wegen zur Rede stellen. Ich gehorche hier einer Verpflichtung - das ist meine ganze Antwort." Die Erörterung dieser Aussage bedarf einer komplexen Analyse der politischen Situation seiner Zeit sowie einer Aussage zur  politischen Haltung Balzacs. In Frankreich war die politische Situation sehr schwierig: die Wirtschaftskrise nach der Februarrevolution 1848 sowie Passschwierigkeiten infolge der politischen Lage für die Reise in die Ukraine zu Evelina Hanska machten ihm zu schaffen.  

"Die Politik ist eine Wissenschaft ohne festgelegte Grundsätze, ohne mögliche Beständigkeit; sie ist das Genie des Augenblicks, die beständige Anwendung der Kraft, je nach den Erfordernissen des Tages." schreibt er in seinem "Louis Lambert". Haben Sie schon mal eine treffendere Definition gelesen? Aber um nochmals Balzacs politischen Ehrgeiz aufzugreifen, bereits in frühen Jahren hatte er auf den Sockel einer Napoleon-Statuette geschrieben: >>Was seinem Degen nicht gelang, will ich mit der Feder erreichen.<<

Balzacs politische Haltung verdeutlicht sehr gut eine Aussage, die er gegenüber seiner (platonischen) Freundin Zulma Carraud getroffen hat: >> Abschaffung jeden Adels, außer einer Kammer von Pairs; die Loslösung des Klerus von Rom; die natürlichen Grenzen Frankreichs; völlige Gleichberechtigung der Mittelklasse; Anerkennung der wirklichen Überlegenheiten; Sparsamkeit in den Staatsausgaben; Vermehrung der Einnahmen durch bessere Steuerfestsetzung; Unterricht für alle. Das sind die hauptsächlichen Punkte meiner Politik, denen ich immer treu bleiben werde. Zwischen meinen Worten und meinen Handlungen soll immer Übereinstimmung herrschen.......<< [77]

[«] [Honoré de Balzac] [Impressum] [Kontakt] [Übersicht] [Links] [Zitate] [»]

Copyright © 2001 - 2005 Frank Weidemann All rights reserved.