Honoré de Balzac
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Glück ist da, wo man es hinträgt.

(aus "Das Bankhaus von Nucingen")

 

Balzac in "Der Stein der Weisen"

 

Unsere Natur bringt es mit sich, 

dass wir mehr Schmerz

bei einem Missklang im Glück

als Freude über einen Genuss

im Unglück empfinden.

                                                       

Balzac in "Eine doppelte Familie"

Man soll nie an Unglück denken,

das man überstanden hat.

Balzac in "Das Chagrinleder"

 

Das Leben eines Mannes,

 der auf sein Glück baut, 

wird oft zur Spekulation.

 

Balzac in "César Birotteau"

 

Das Unglück ist für das Genie

ein Sprungbrett, für den Christen ein Bad, 

für den geschickten Menschen ein Schatz,

für den Schwachen ein Abgrund.

Balzac in "Béatrix"

 

Alles, was bei einer 

sitzengelassenen Frau 

zum Unglück ausschlägt, 

wandelt sich bei einem 

sitzengelassenen Mann in Glück.

.
Balzac in "Was alte Herren sich die Liebe kosten lassen"
Die Männer vergessen das Wesen nicht, an das sie ein Glück erinnert, dessen sie sich jeden Morgen freuen, weil sie stets als reiche Leute erwachen.

Balzac in "Die Frau von dreißig Jahren"

Junge Mädchen erschaffen sich oftmals edle, entzückende Bilder, wahre Idealgestalten, und basteln sich phantastische Gedanken über die Männer, über die Gefühle, über Welt und Leben zusammen; dann übertragen sie in aller Unschuld auf irgend jemanden die Vollkommenheiten, die sie sich erträumt haben, und vertrauen sich ihm an; sie lieben in dem Mann ihrer Wahl jenes imaginäre Geschöpf; aber später, wenn keine Zeit mehr ist, sich aus dem Unglück zu lösen, verwandelt sich mit einem Wort, ihr erstes Idol in ein widerwärtiges Skelett.

Balzac in "Das Chagrinleder"

Wer dem Glück nachjagt, 

muss leichtes Gepäck haben.

Pierrette, Goldmanns Gelbe TaschenbücherAnm. F.W.: Im Leben eines jeden Menschen spielt Glück und Unglück eine bedeutende Rolle. In der "Menschlichen Komödie" sind diese Begriffe genau so relativ, wie im wirklichen Leben. Es gibt keine objektive Definition; was für den einen Glück bedeutet, kann für einen anderen in das Gegenteil umschlagen. Das Unglück ist oftmals der Ausgangspunkt zum Glück (s.o. Sprungbrett). Balzac sieht das Unglück als genauso wichtigen Bestandteil des Lebens, wie das Glück. Das eine ist ohne das andere nicht existent. In "Die Verlassene" fragt er: "Ist es nicht ein Gebot unserer Natur, dass wir glücklich sein wollen?" Hier sieht er den einem jeden Menschen gegebenen Drang, glücklich sein zu wollen. Sozial gesehen sieht er in der Scheidung ein Unglück, aber bezogen auf die Zeit: "Die Trennung zweier Gatten ist ein großes Unglück in unserer Zeit, in der das Privatleben zu etwas geworden ist, das es früher nicht war, nämlich zu einer sozialen Frage." (aus "Honorine")- Das ist es für die Mehrheit auch heute noch, Herr Balzac. 

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