Honoré de Balzac
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Der Liebe wohnt immer noch Selbstsucht inne,

die Mutterliebe ist davon frei.

(Balzac in "Die Marañas")    

 

Balzac in "Die Marañas"

Der Verzicht einer Mutter ist

entsetzlich oder erhaben.

Balzac in "Das verfluchte Kind"

Welcher Gelehrte könnte wagen zu behaupten, ein Kind wachse in neutralem Raum heran, unberührt von den Gemütsbewegungen der Mutter in den Stunden, da die Seele mit dem Körper Zwiesprache hält und die Gedanken das Blut vergiften oder mit heilendem Balsam durchdringen.

Balzac in "Das verfluchte Kind"

 

Gewiss, alle Mütter sind schön, wenn sie ihre Kinder an die Brust legen und darüber wachen, dass ihr Schreien gestillt und der beginnende Schmerz gelindert wird.

 

Balzac in "Die kleinen Nöte des Ehelebens"

Alle Frauen entfalten ihrer ersten Schwangerschaft wegen eine unschuldige Koketterie. Ganz wie der Soldat, der sich für seine erste Schlacht ausstaffiert, spielen sie nur zu gern die Blasse, die Leidende; sie stehen auf eine ganz bestimmte Weise auf und schreiten mit der niedlichsten  Geziertheit einher. Sind noch Blumen und tragen bereits Frucht: So antizipieren sie die Mutterschaft. All dieses Getue ist überaus reizend... beim ersten mal.

 

Balzac in "Die kleinen Nöte des Ehelebens"

 

Eine Mutter will zwar ausschließlich

an ihr Kind denken,

aber sie will nicht,

dass es ihr vorgezogen wird.

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