Balzac in "Albert Savarus"
Eine
Mutter erzieht ihre Tochter streng, hält sie siebzehn Jahre lang unter ihren Fittichen,
und dann kommt die Stunde, da ein Dienstbote dies lange, mühselige Werk zerstört,
bisweilen durch eine Äußerung, oft durch eine Geste. |
 (Fred Astaire möge mir
verzeihen.)
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Balzac in "Die
Frau von dreißig Jahren"
Ein
Mutterherz ist ein Abgrund, in dessen Tiefe sich stets Verzeihung findet. |
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Balzac in "Honorine"
Der Zärtlichkeit einer
Mutter wohnt weder Verachtung noch Mitleid inne. |
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Balzac in "Tante
Bette" Wozu dient, was man im
Innern hat, wenn man nicht praktischen Nutzen daraus zieht? |
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Balzac
in "Eine Evastochter"
Sie waren in
einem düsteren Stadtpalais im Marais aufgewachsen und von einer
bigotten, beschränkten Frau erzogen worden, die >von ihren
Pflichten durchdrungen< war (wie der klassische Ausdruck lautet)
und auf diese Weise die erste Aufgabe einer Mutter gegenüber
ihren Töchtern erfüllt hatte. |
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Balzac
in "Das verfluchte Kind"
"Madame",
wandte sich der Comte brutal an seine Frau, "falls Sie mir zehn
Monate nach meinem Tode ein Kind schenken, kann ich nichts daran
ändern; was aber ihr Debüt anbetrifft, so kommen Sie lieber nicht
mit einem Siebenmonatskind nieder." |
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Balzac in "Der
Rekrut"
Und schließlich –
ein Glück, das nicht die Anstrengungen aller Mütter krönt – wurde
sie von ihrem Sohn angebetet;... |
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Anm.
F.W.: Balzac’s
Schilderungen der Mutterliebe (großartig in "Die
Grenadiere") entspringen mehr einer Sehnsucht, als des von
ihm erlebten. Aber er hat erkannt, dass diese vom Herzen gegebene
Liebe etwas natürliches ist und von Generation zu Generation
fortgetragen wird: "Frauen
haben besondere Herzen, Herzen, die stets voller Verzeihen sind, die
Herzen ihrer Mütter"
(in "Honorine"). In
Stefan Zweig’s "Balzac" lesen wir über Balzac’s Mutter:
"Von allen im Hause fühlt sie sich nicht
genug geliebt, genug geachtet, genug gewürdigt; unablässig beschwert
sie sich, dass ihr ihre Kinder nicht genug für die großartige
Aufopferung danken; bis an ihr Lebensende wird sie nicht ablassen, mit
ihren "wohlgemeinten" Ratschlägen und weinerlichen
Tadeleien den schon weltberühmten Sohn zu peinigen."
Den Despotismus einer Mutter schildert Balzac sehr eindrucksvoll in "Eine
doppelte Familie". |
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