Honoré de Balzac
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Man kann das Herz einer Mutter nicht teilen.

(aus "Oberst Chabert")

Balzac in "Albert Savarus"

Eine Mutter erzieht ihre Tochter streng, hält sie siebzehn Jahre lang unter ihren Fittichen, und dann kommt die Stunde, da ein Dienstbote dies lange, mühselige Werk zerstört, bisweilen durch eine Äußerung, oft durch eine Geste.

ASTAIRE.gif (19375 Byte)

(Fred Astaire möge mir verzeihen.)

 

   

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Balzac in "Die Frau von dreißig Jahren"

Ein Mutterherz ist ein Abgrund, in dessen Tiefe sich stets Verzeihung findet.

Balzac in "Honorine"

Der Zärtlichkeit einer Mutter wohnt weder Verachtung noch Mitleid inne.

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PRGNANT.jpg (8447 Byte) Balzac in "Tante Bette"

Wozu dient, was man im Innern hat, wenn man nicht praktischen Nutzen daraus zieht?

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Balzac in "Eine Evastochter"

Sie waren in einem düsteren Stadtpalais im Marais aufgewachsen und von einer bigotten, beschränkten Frau erzogen worden, die >von ihren Pflichten durchdrungen< war (wie der klassische Ausdruck lautet) und auf diese Weise die erste Aufgabe einer Mutter gegenüber ihren Töchtern erfüllt hatte.

Balzac in "Das verfluchte Kind"

"Madame", wandte sich der Comte brutal an seine Frau, "falls Sie mir zehn Monate nach meinem Tode ein Kind schenken, kann ich nichts daran ändern; was aber ihr Debüt anbetrifft, so kommen Sie lieber nicht mit einem Siebenmonatskind nieder."

Balzac in "Der Rekrut"

Und schließlich – ein Glück, das nicht die Anstrengungen aller Mütter krönt – wurde sie von ihrem Sohn angebetet;...

 

 

Balzac, Honore de >>Eugenie Grandet<< Fikentcher Verlag, Leipzig 1926, 315 SeitenAnm. F.W.: Balzac’s Schilderungen der Mutterliebe (großartig in "Die Grenadiere") entspringen mehr einer Sehnsucht, als des von ihm erlebten. Aber er hat erkannt, dass diese vom Herzen gegebene Liebe etwas natürliches ist und von Generation zu Generation fortgetragen wird: "Frauen haben besondere Herzen, Herzen, die stets voller Verzeihen sind, die Herzen ihrer Mütter" (in "Honorine"). In Stefan Zweig’s "Balzac" lesen wir über Balzac’s Mutter: "Von allen im Hause fühlt sie sich nicht genug geliebt, genug geachtet, genug gewürdigt; unablässig beschwert sie sich, dass ihr ihre Kinder nicht genug für die großartige Aufopferung danken; bis an ihr Lebensende wird sie nicht ablassen, mit ihren "wohlgemeinten" Ratschlägen und weinerlichen Tadeleien den schon weltberühmten Sohn zu peinigen." Den Despotismus einer Mutter schildert Balzac sehr eindrucksvoll in "Eine doppelte Familie".

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