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Eine
Familie, die leiblich und geistig vereint ist,
gehört zu den seltenen Ausnahmen.
(aus "Das
Bankhaus von Nucingen") |
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Balzac in
„Das
Bankhaus von Nucingen“
Ihr
kennt die Wirkung blonder Haare und blauer Augen in Verbindung mit einem
weichen, wollüstigen und sittsamen Tanz ? Solch ein junges Mädchen zielt
nicht kühn direkt aufs Herz, wie die Brünetten, die mit dem Blick einer
spanischen Bettlerin zu sagen scheinen: > Geld oder Leben! Fünf
Francs oder ich verachte dich!< Diese unverschämten (nicht ganz
ungefährlichen!) Schönheiten mögen vielen Männern gefallen; nach meiner
Ansicht aber hat die Blonde, die das Glück hat, ganz besonders zärtlich
und liebenswürdig zu erscheinen, ohne jedoch von ihren Rechten, den
Vorhaltungen, der Neckerei, dem unentwegten Plaudern, der Eifersüchtelei
und all dem, was eine Frau anbetungswürdig macht, etwas einzubüßen, weit
mehr Aussichten, sich zu verheiraten, als die feurige Brünette. |
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Balzac
in "Honorine"
„Ich
habe eine Frau, mit der ich nicht leben kann, Sèrisy hat eine
Frau, die nicht mit ihm leben will. Dir, Octave, ist die
deine durchgegangen. In uns dreien ist also die ganze Kasuistik der
ehelichen Gewissensfragen zusammengefasst."
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Balzac
in "Das Antiquitätenkabinett"
Nur in
Frankreich, lieber Monsieur Chesnel, heiraten die Frauen ihre
Männer so gründlich, dass sie auch ihr Amt, ihre Geschäfte oder ihre
Angelegenheiten mit heiraten. In Italien, in England und in Spanien
machen sich die Frauen eine Ehre daraus, ihre Männer sich mit ihren
Angelegenheiten allein herumschlagen zu lassen. |
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Balzac in "Verlorene
Illusionen"
Im Kreise
der Familie findet man sich
fast immer
mit dem Unglück ab,
man
bereitet sich ein Lager, und die Hoffnung lässt dessen Härte ertragen.
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Balzac in "Die
Kleinbürger"
Von einer Familie kann
man nur sprechen, wenn Kinder vorhanden sind. |
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Balzac in "Physiologie der Ehe"
Der Liebhaber einer
verheirateten Frau nimmt so viele Verpflichtungen auf sich, dass man in
einem Jahrhundert keine drei Männer antrifft, die daran denken, diesen
Verpflichtungen nachzukommen; er müsste sein ganzes Leben seiner
Geliebten weihen, die er aber in Wirklichkeit zuletzt stets verlässt:
das wissen sie beide, und seitdem es eine Gesellschaft gibt, ist Sie
stets so erhaben gewesen, wie Er undankbar war.
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Warum kommt eigentlich so
selten eine glückliche Ehe vor?
Dieses Phänomen der sittlichen
Welt findet sich selten, weil man nur wenig genialen Menschen begegnet.
Eine dauerhafte Leidenschaft ist ein erhabenes Drama, das von zwei
gleichbegabten Schauspielern aufgeführt werden muss; ein Drama, dessen
Ereignisse Begierden sind; ein Drama, in dem der leiseste Gedanke zu
einem Szenenwechsel führt. Wie könnte man nun in dieser Herde von
Zweihändern, die man ein Volk nennt, häufig einen Mann und eine Frau
finden, die gleich in hohem Grade mit dem Genie der Liebe begabt sind,
da ja schon in den andern Wissenschaften, in denen zur Erreichung des
Erfolges der Künstler nur mit sich selbst im klaren zu sein braucht, die
Talente so dünn gesät sind? [79] |
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Der ungleiche Kampf zwischen Ehemann und Liebhaber |
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