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Die Ehe gründet sich auf Achtung, auf Opfer,
die beide Gatten erbringen.
(aus "Honorine") |
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Balzac in "Der Ehekontrakt"
Wenn es einige allgemeine Regeln zur Milderung der
ehelichen Nöte gibt, so existiert keine einzige Regel, nach der sie erraten oder nach der
ihnen vorgebeugt werden könnte. |
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Jungvermählte
verspüren oft die Notwendigkeit eines Dritten im Haushalt. |
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Die Naturwissenschaftler haben uns das Verhalten vieler wilder Tiere
geschildert; aber sie haben dabei Mutter und Tochter auf der Suche nach einem Ehemann
vergessen. Die sind nämlich Hyänen, die, wie der Psalmist sagt, eine Beute zum
Verschlingen suchen und dabei der Naturanlage der Bestie die Intelligenz des Mannes und
das Genie der Frau hinzugesellen. |
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Balzac in "Honorine"
Man muss im
Leben seine Erfahrungen gemacht haben, um zu wissen, dass die Ehe die
Leidenschaft ausschließt, dass die Grundlage der Familie nicht die
Gewitterstürme der Liebe sein können. |

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Balzac in "Der
Landarzt"
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Hier wie überall auf dem Lande gilt
die Liebe bei Heiratsangelegenheiten nicht viel. Im allgemeinen
wollen die Bauern eine Frau, um Kinder zu kriegen, um eine Hausfrau
zu haben, die ihnen eine gute Suppe kocht und das Essen aufs Feld
bringt, die ihnen Hemden näht und ihre Kleidung ausbessert. |
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| Balzac in "Ursule Mirouët" |
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| Mademoiselle Massin
brachte achzigtausend Francs und ihre Hässlichkeit mit, Goupil
hatte seine Missgestalt und sein Amt als Notar; die Ehe erschien
also allen als möglich und angemessen. |
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| Balzac in "Tante Bette" |
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"Ich weiss, dass eine heiratsfähige
Tochter,
die nicht heiratet, ein schweres Kreuz
für ehrenwerte Eltern ist. |
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Balzac
in "Die Kleinbürger"
"In der Ehe
ist man, wenn sie eine schöne Mitgift einbringen, ihr
Vormund", sprach Cérizet feierlich, "und man hat dann,
wohlverstanden, das Vermögen und nicht die Frau." |
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Balzac in "Modeste
Mignon"
Kenner werden bemerken,
wie leicht die Ehe mit
einer gebildeten
und geistreichen Frau zu führen ist. |
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. Balzac
in "Das Haus zur >Ballspielenden Katze<
Um zum Eheglück zu gelangen, gilt
es einen Berg zu erklimmen, dessen kleines Gipfelplateau unmittelbar
zur ebenso abschüssigen wie glatten Rückseite führt.
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Balzac
in "Die alte Junfer"
Ist es nicht natürlich, dass die
edlen Geschöpfe, die zu strenge Prinzipien haben, um die eheliche
Treue jemals zu überschreiten, sich einen Gatten von großer
praktischer Erfahrung wünschen? |
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Anm.
F.W.: Balzac beschreibt die Ehen in der "Menschlichen
Komödie" wie sie sind, gut und schlecht. Manchmal hofft
man beim Lesen auf ein "Happy-End", aber oft vergebens. Die
Leute ändern sich nicht . Er ist kein Pessimist, er ist
Realist. Manchmal schmerzlich für den hoffenden Leser, aber wir
wollen ja realistisch sein.
Das bedeutet
natürlich, dass ich mir Balzac nicht als Eheberater vorstellen kann;
ich würde die "letzten Illusionen verlieren". Dafür aber
könnte ich bei ihm viel über die Kausalität (Ursache -
Wirkung) in der Ehe lernen. Er gibt niemandem die Schuld
in einer "schlecht gehenden" Ehe. Er ist viel zu viel Psychologe und
zeigt die Ursachen mancher "Miseren", die oft tief mit der
Kindheit verwurzelt sind, auf.
"Zwischen
zwei Menschen, die kurz vor der Vereinigung stehen, ist alles
Täuschung; aber ihre Täuschung ist frei von Schuld, ist
unwillkürlich. Wie es nicht anders sein kann, zeigt jeder sich im
günstigsten Licht; beide wetteifern, sich von ihrer besten Seite zu
zeigen, und machen sich dann von sich selbst eine vorteilhafte
Vorstellung, der sie später nicht zu entsprechen vermögen. Das wahre
Leben setzt sich, wie die Atmosphäre aller Tage, sehr viel mehr aus
trüben, grauen Stunden zusammen, die die Natur in Nebeldünste
hüllen, als aus Perioden, da die Sonne strahlt und die Felder
erfreut. Junge Leute sehen immer nur die schönen Tage. Später
schreiben sie der Ehe allen Jammer zu, der dem Leben an sich
innewohnt, denn dem Menschen ist eine Neigung eingeboren, die Ursache
seiner Nöte in den Dingen oder den Wesen zu suchen, die ihm die
nächsten sind." (in "Der Ehekontrakt") Treffender kann man es
nicht sagen, auch wenn man's nicht wahrhaben will :-)
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Der Schwiegersohn |
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