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Balzac in
"Verlorene Illusionen"
Gott
hat uns den Tabak gegeben,
um
unsere Leidenschaften und
unsere
Schmerzen einzuschläfern....
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Balzac in "Ursule
Mirouët"
Zu einer Stumpfnase
gehört eine dicke Tabaksdose – das ist ein Gesetz fast ohne Ausnahme.
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Balzac in "Oberst Chabert"
Eine angerauchte Pfeife ist jedem Raucher kostbar.
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Balzac in "Tante Bette"
Wie alle Leute, die Sorgen haben oder die
ihre Energie einschläfern wollen, rauchte er. |
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Bei den ersten Versuchen verursacht der
in Rauch verwandelte Tabak sehr empfindliche Schwindelgefühle. Bei den
meisten Neophyten dieses Kults erzeugt er eine übermäßige
Speichelbildung, häufig Übelkeiten, die bis zum Erbrechen führen. Trotz
dieser deutlichen Warnung der bitter gereizten Natur lässt jedoch der
neue Tabakanbeter nicht von seinem Vorhaben: er gewöhnt sich. Seine
Lehrzeit dauert manchmal mehrere Monate. Endlich siegt der Raucher wie
Mithridates - und er hat sich das Paradies erobert. Wie sonst sollte man
den Zustand des Rauchers nennen? Der Arme, gefragt: Brot oder Tabak?
zaudert keinen Augenblick, den Glimmstengel zu wählen. Die gleiche Wahl
trifft der Jüngling ohne Sou, der seine Schuhsohlen am Asphalt der
Boulevards abwetzt und dessen kleine Geliebte Tag und Nacht arbeitet. (Balzac in "Abhandlung über moderne Reizmittel") |
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Balzac in „Eine dunkle
Begebenheit“
„Er musste irgendeine Amtsperson sein,
denn in seiner Haltung, in der Art, wie er sich seinen Tabak nahm und in
die Nase stopfte, verriet sich die bürokratische Wichtigkeit eines
untergeordneten Menschen, der jedoch sein Gehalt nur zum Schein bezieht
und den die Ausführung der von oben kommenden Befehle für den Augenblick
selbstherrlich machen.“ |
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Balzac
in "Der Stein der Weisen"
"Keine
Mutter kann kaltblütig mit ansehen, wie der Vater sich damit
amüsiert, ein Vermögen wie das von Monsieur zu verplempern, bloß damit
blauer Dunst draus wird."
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Anm. F.W.:
Ein Zeitgenosse und zeitweiliger Mitarbeiter Balzacs, Theophile
Gautier,
schrieb in seiner 1858 erschienenen Studie "Honoré de Balzac"
folgendes über Balzacs Einstellung zum Rauchen: "Für
Balzac war der Tabak etwas Unausstehliches. Die Pfeife tat er in Acht und
Bann, und die Zigaretten verwies er des Landes. Balzac rauchte nie. Seine
>Theorie der Reizmittel< enthält eine förmliche Anklagerede gegen
den Tabak, und wäre er, wie Amurath, Sultan gewesen, so hätte er
rückfälligen und hartnäckigen Rauchern den Kopf abschlagen lassen. Ist
der Tabak, wie er behauptet, ein tödliches Gift und vergiftet er alle,
die er nicht stumpfsinnig macht? Ist er das Opium des Westens, der Lähmer
des Willens und der Intelligenz? Wir vermögen diese Frage nicht zu
lösen; ... Jedes mal, wenn
Balzac um der Glaubwürdigkeit des Erzählten willen gezwungen ist, eine
seiner Gestalten der schrecklichen Gewohnheit frönen zu lassen, verrät
ein kurzer, verächtlicher Satz einen geheimen Tadel: >>Was de
Marsay betrifft<<, heißt es, >>so war er damit beschäftigt,
seine Zigarre zu rauchen.<< Und er muss diesen Kondottiere des
Dandytums sehr geliebt haben, um ihm zu gestatten, in seinem Werk zu
rauchen. ... Fest steht jedenfalls,
dass er der staatlichen Tabakregie keinen Sou zu verdienen gegeben
hat." [70]
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Während eines
Aufenthalts in Frapesle im Februar 1838 besuchte Balzac die
Schriftstellerin George Sand auf ihren Landsitz von Nohant. Er fand sie
im Morgenrock am Kaminfeuer, in roten Hosen und gelben Schlappschuhen,
eine Zigarre rauchend. Obwohl Balzac andere Reizmittel als den Kaffee
hasste, kehrte er von diesem Aufenthalt als rasender Raucher exotischen
Tabaks zurück. Seine Romanfiguren Lucien Rubembré und Esther Gobseck
rauchen im Andenken an diese neue Schrulle ausländische Rauchwaren.[93] |
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