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Freunde
bleiben immer Freunde.
(aus "Die Kleinbürger") |
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Balzac
in "Der Landarzt"
Soll man sich
nicht bemühen, Freunden ihre zeitweilige Bleibe so angenehm wie
möglich zu gestalten? Gastfreundschaft ist, so finde ich, Tugend,
Glück und Luxus zugleich. Muss man nicht für seinen Gast alle
Annehmlichkeiten und Schmeicheleien des Lebens entfalten?
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Balzac
in "Die Lilie im Tal"
Niemand
in der Welt kann ohne Freundeshilfe seinen Weg machen. |
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Balzac in "Das
Chagrinleder" Wie viele junge Talente
finden den Weg aus ihrer Mansarde nie und gehen zugrunde, weil ihnen die
Hilfe eines Freundes, einer tröstenden Frau fehlte, und lebten sie doch
inmitten von Millionen Menschen und neben vielen her, die satt von Gold
und Langeweile sind. |
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Balzac in
"Vetter Pons"Wenn zwei
Hochschulfreunde sich nach zwanzig Jahren wieder treffen, meidet der
Reiche seinen armen Gefährten; er erkennt ihn nicht wieder, er
fürchtet sich vor den Abgründen, die das Schicksal zwischen sie gelegt
hat. |
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Balzac in "Vetter
Pons"Wahre Freunde
sind in seelischer Beziehung mit der gleichen Vollkommenheit begabt, wie
die Hunde hinsichtlich der Witterung; sie wittern jeden Kummer ihrer
Freunde, sie ahnen seine Ursachen und beschäftigen sich eifrig mit
ihnen. |
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Balzac in "Honorine"
Jene glücklichen Tage haben
mir bewiesen, dass
die Freundschaft der Frauen ihrer Liebe weit überlegen ist.
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Balzac in "César Birotteau"
Ein Freund bezeigt auch noch im Zorn
Mäßigung. |
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| Balzac in "Der Waffenbruder"
Ein Freund gilt mehr
als eine Geliebte! |
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Eine
Lobeshymne auf die Gastfreundschaft "singt" Balzac in "Der Waffenbruder"
Dann ließ sie tausend zärtliche Worte
fallen und verrichtete alles das, worauf sich die Damen so gut
verstehen, all die kleinen Aufmerksamkeiten für den Gast, wie: dass man
kommt und nachsieht, ob alles wohl behagt, ob sein Bett in Ordnung ist,
ob das Zimmer sauber ist, ob frische Luft drin ist, ob er des Nachts
auch keine Zugluft spürt, ob er tagsüber zuviel Sonne hat, wobei man ihn
bittet, er möge auch nicht die kleinsten seiner Gedanken und den
geringsten Wunsch für sich behalten, und hinzufügt: » Seid Ihr’s
gewohnt, früh im Bett etwas zu Euch zu nehmen? ... Honigwasser etwa,
Milch oder Pfefferkuchen? Ich werde mich allen Euren Wünschen
anpassen... Sagt es nur! ... Geht! Seid nicht schüchtern, mich um etwas
zu bitten ...« |
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Anm.FW:
Freundschaft zählt in der "Menschlichen Komödie" mehr als
andere zwischenmenschliche Verbindungen. Balzac zeigt, dass der Mensch
nicht ohne Freundeshilfe bestehen kann. Höher beurteilt er die
Gabe, Freundschaft zu geben als Freundschaft zu empfangen:
"Nehmen und nicht widergeben ist schrecklich und sogar ein wenig
leichtsinnig; aber nehmen, um sich das Recht zu erwirken, den großen
Herrn zu spielen und hundertfach zurückzugeben - das ist eine
ritterliche Tat." (aus "Das Bankhaus von Nucingen")
Wie
sehr sich Balzac für einen Freund begeistern konnte, zeigt ein Brief
vom 27. Dezember 1836 an Evelina Hanska:
"Heute
ist mir ein großes Glück widerfahren, es hat mich jemand aufgesucht,
den ich seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen hatte und der mir soviel
Freude macht, dass ich den ganzen Tag über wie benommen war, und ich
wurde nicht müde, mit ihm zu plaudern; er hatte eine lange Reise
unternommen, aber glücklicherweise war er ganz und gar nicht
verändert, finden Sie nicht auch, dass es Wesen gibt, die uns
ähnlicher sind, als wir bisweilen glauben. Sie werden ihn eines Tages
kennen lernen, ich will nicht, dass sie ihn mehr lieben als mich, aber
Sie werden nicht umhin können, Freundschaft für ihn zu empfinden, und
sei es nur wegen der Begeisterung, die ich für ihn hege...."Kumpelei,
falsche Freundschaft oder Kameraderie verurteilt er dagegen scharf in
"Eine Evastochter": "Diese
Kameraderie, ein von einem geistreichen Mann erfundenes Wort,
frisst die schönsten Seelen an: sie macht ihren Stolz rosten,
vernichtet die Grundlage großer Werke und heiligt die geistige
Feigheit."
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Freundschaft (aus "Madame de La Chanterie") |
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