Honorede Balzac
Impressum
Kontakt
Übersicht
Links
Zitate
vorhergehende Seitenächste Seite

Abgesehen von einigen Gebräuchen,

sind alle Kleinstädte einander ähnlich.

(aus "Die Verlassene")

Balzac in "Wohin schlechte Wege führen"

Der Justizpalast ist ein wirrer Haufen übereinander getürmter Bauwerke, von denen die einen voll Größe sind, die anderen aber kümmerlich; durch den Mangel an Einheitlichkeit schaden sie sich gegenseitig.

 

Balzac in "Verlorene Illusionen"

Der Mangel an Gesellschaft ist eine der größten Unannehmlichkeiten des Landlebens.

   

                                                  

Balzac in "Die Lilie im Tal"

Ein Aufenthalt auf dem Lande, 

dies ewige Heilmittel gegen alle Leiden, 

denen die Medizin nicht beikommt, 

galt für geeignet, mich aus der 

Gleichgültigkeit zu befreien.

Balzac in "Vater Goriot"

Die jungen Menschen aus der Provinz wissen nicht, wie angenehm das Leben zu dritt ist.

   

Balzac in "Der Landarzt"

 

Sobald der Bauer aus seinem rein 

arbeitsamen Leben zu einer gewissen Wohlhabenheit oder zu Landbesitz gelangt, wird er unerträglich.

Balzac in "Verlorene Illusionen"

Die berühmten Männer der Epoche sind genötigt, in der Abgeschiedenheit zu leben.

   
Balzac in "Eine dunkle Geschichte"

Er glaubte, sein Wohlstand hänge vom Ruin anderer ab; und was über ihm stand war ein Feind, gegen den jedes Mittel tauglich sein musste. Ein solcher Charakter findet sich bei den Bauern ziemlich häufig.

 

Balzac in "Die Kleinbürger"

 

 

Die Verwaltung eines Grundstücks ist ja

beinahe so etwas wie eine amtliche Tätigkeit.

 

 

Balzac, Honoré de. Die Lilie im Tal. Roman.Leipzig, Insel-Verlag Anton Kippenberg, 1965. Übers. Schickele, RenéAnm. F.W.: Balzac liebte Paris und die Zirkel der großen Welt des Faubourg Saint-Germain, nachzulesen in seinen Szenen aus dem Pariser Leben. Aber sehr oft reiste er zur Erholung auf das Land.  Er liebte die Touraine. In seiner Biographie lesen wir: 1830 Aufenthalt mit Laure de Berny auf dem Landsitz La Grenadiere in der Touraine. In einem Brief vom Juni 1836 an Mme Hanska drückt er seine Sehnsucht nach einem "Stück Natur" aus: "Die Touraine ist in diesen Tagen sehr schön. Es herrscht außergewöhnliche Wärme, die die Rebstöcke erblühen lässt. Ach, mein Gott, wann werde ich ein kleines Stück Land, ein kleines Schloss, einen kleinen Park, eine schöne Bibliothek haben und dort sorglos leben und die Liebe meines Lebens beherbergen können; ..."*Sehr häufig fuhr er zu Monsieur de Margonne zum Chateau de Saché sowie zu den Carrauds (Zulma und Ehemann Francois-Michel) nach Angouleme und später auf Schloss Frapesle bei Issoudun im Berry, das für Balzac ein häufiger Zufluchtsort und eine Oase der Ruhe ist*. Das Land inspirierte ihn zu wahrhaft großen Werken (Szenen aus dem Provinzleben).  Mit großer Freude erwarb Balzac 1837 seinen Landsitz "Les Jardies" in Sevrés, den er aber später infolge großer Verschuldung (ca. 100000 Francs) wieder aufgeben musste. In einem Brief vom 1. Juni 1841 schrieb er Evelina Hanska: "Les Jardies wird verkauft und von einem Strohmann mit meinem Geld erstanden, und wenn ich niemandem mehr was schulde, werde ich dorthin heimkehren." Leider ging sein Wunsch nicht in Erfüllung. Am 15. Juli 1841 schreibt er: "Les Jardies ist für 17500 Francs verkauft wurden, die mich 100000 gekostet haben! Nun bin ich ohne Haus, ohne Herd und ohne Heimstatt."* Seine Reisen ins europäische Ausland sowie seine langen Reisen in die Ukraine zu Evelina waren für ihn sehr strapaziös und taten seiner Gesundheit in starkem Maße Abbruch.[66]



[«] [Honore de Balzac] [Impressum] [Kontakt] [Übersicht] [Links] [Zitate] [»]

©2004 Frank Weidemann   All rights reserved.