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Die Religion setzt dem Grübeln Grenzen.
(aus "Ursule
Mirouët") |
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Balzac in "Die Bauern"
Seit 1789 hat die
Kirche auf zwei Drittel der französischen Bevölkerung keinen Einfluss
mehr.
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Balzac in "Vater Goriot"
Die Kutte macht nicht den Mönch. |
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Balzac in "Massimilla
Doni"
In Italien ist die
Religion
eine ebenso verehrte Macht
wie die Liebe.
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Balzac
in "Die Marañas"
Eine Weile schwankte sie zwischen dem
Laster und der Religion. Das Laster war eine rasche Lösung; die Religion
ein ganzes Leben der Leiden.
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Balzac
in "Die Bauern"
„Wir sind im
Dienste Gottes ebenso wenig fahnenflüchtig wie im Dienste des Kaisers!“
entgegnete der Priester…"
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Balzac in "Katharina von Medici"
Fällt ein Mönch aus,
so stellt die Abtei
noch nicht die Arbeit ein.
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Balzac in "Katharina von Medici"
Jeder gehorcht vor allem seinen Interessen,
und die religiösen Meinungen dienen unersättlichen Ehrgeiz als Tarnung.
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Balzac in "Die Kleinbürger"
Nichts ist für das Glück verhängnisvoller,
das können sie mir glauben, als wenn sich
der Priester in häusliche Angelegenheiten einmischt.
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Anm.
F.W.: Balzac hat sich sehr mit der Religion
beschäftigt. Obwohl
Balzac die Kirche verteidigte und die Verbindung von Staat und Katholizismus
für die einzig sinnvolle hielt, war er nicht eigentlich Katholik. Zwar
glaubte er, von einer kurzen Periode in seiner Jugend abgesehen, stets an
die Existenz Gottes, aber seine Religion legte er sich selbst zurecht. Sie
muss letztlich als mystisch bezeichnet werden, weil er die Fähigkeit in sich
zu spüren glaubte, Gott zu erfühlen (<<sentir Dieu>>)
[78] Manche Biographen behaupten, dass er ein Anhänger des schwedischen Theosophen und Mystikers
Emanuel von Swedenborg (1688-1772) gewesen sei. Das war er sicher nicht,
aber Swedenborg hat ihn sehr inspiriert über die Verbindung von Geist und
Körper nachzudenken. Swedenborg vertrat die These: die natürliche Welt sei
nur ein Symbol der geistigen Welt. Ein "Kleinod" in diese Richtung ist
der Roman "Seraphita".
Die Anregung zu diesem Roman dankte er einer Plastik des ihm befreundeten
Bildhauers Théophile Bra: einer von zwei Engeln angebeteten Madonna mit dem
Jesuskind. Auch Bra war Swedenborgianer. André Maurois schreibt in seiner
großen Balzac-Biographie: >>Die Plastik Bras hatte im Geist Balzacs... den
allereigenartigsten Romanstoff keimen lassen...."[76] Balzac griff viele religiöse Themen
auf, mal für oder auch gegen die Kirche. Seine "Arbeitskleidung" war eine
Mönchskutte (siehe Bild oben). Ähnlich
wie die Kutte den Mönch daran erinnern mag, dass er im Dienst ist. ... Sein
Arbeitszimmer bleibt mönchisch und wird es ewig bleiben: der kleine Tisch,
den er von Wohnung zu Wohnung mit abergläubischer Anhänglichkeit mitnimmt...
[65]
Religiöse Themen behandeln u.a. die Erzählungen: Der
Pfarrer von Tours,
Der Dorfpfarrer,
Die Messe des Gottesleugners
oder
Jesus Christus in Flandern.
Mit der Reformation (Luther und Calvin) beschäftigt er sich in
"Katharina von Medici".
Die Auseinandersetzungen mit dem Glauben oder der Kirche ziehen sich wie ein
roter Faden durch das Gesamtwerk. Zu Balzacs
religiöser Anschauung lässt sich sagen, dass er die Kirche als Hüterin der
moralischen und sozialen Wahrheiten versteht.[77]
Dass man Gott in sich fühlt, finde ich logisch und
nicht mystisch, oder haben Sie ihn schon mal gesehen? ;-) |
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Den Priestern wird salbungsvoll
Freundlichkeit zugeschrieben. Dabei ist ihre Zahl reich; u.a. tauchen auf
der Abbé Gudin in den "Widerständlern", der
Abbé Birotteau und der
Generalvikar Troubert in "Der Pfarrer von Tours", der
Abbé Fontanon in der "Evastochter", der
Abbé Loraux in "Honorine", der
Abbé Duplanty im "Vetter Pons", der
Abbé Chaperon in "Ursule Mirouet"; weit
tiefgreifender gezeichnet sind der Abbé Bonnet
im "Dorfpfarrer" und der Abbé Brossette in den
"Bauern". |
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Geschichte der Religion (aus "Louis Lambert")
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Aliens (aus "Seraphita")
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