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Bei Gott, Lust ist die schönste Lösung des Lebens.
(aus
"Das Mädchen mit den Goldaugen")
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Balzac
in "Melmoth"
Der
Paradoxysmus des Begehrens gibt sich nie mit einem Aufschub zufrieden.
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Balzac in "Pierette"
"Also lieben Sie Pierrette
gar nicht?"
"Nun hören sie mal, meine
liebe Sylvie, sind Sie denn närrisch? Wenn man keine Zähne
mehr hat, versucht man dann etwa, Nüsse zu knacken?"
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Balzac
in "Die Base Lisbeth"
Die
Frau, die man vor Augen hat,
ist
die Begerde.
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Balzac
in
"Das Mädchen mit den Goldaugen"
Die
Wollust führt zur Grausamkeit. |
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Balzac in "Eugenie Grandet"
Zu fühlen, zu lieben, zu leiden, sich
hinzugeben wird immer der Inhalt des Frauenlebens
sein.
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Balzac in "Tante Bette"
Wie
alle Monstrositäten birgt die Jungfräulichkeit besondere Schätze und eine
ansaugende Erhabenheit.
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Balzac in
"Beatrix" |
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Viele
Menschen wundern sich über die eisige Fühllosigkeit, unter der die
Frauen ihre Liebeserlebnisse ersticken, aber wenn sie, was hinter ihnen
liegt, nicht auslöschen, wäre das Leben für sie ohne Würde; sie
könnten niemals der verhängnisvollen Intimität widerstehen, der sie
sich einmal unterworfen haben.
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Balzac in
„Katharina von Medici“
Die elf Schwangerschaften und die zehn Kinder
Katharinas erklären zur Genüge das Verhalten Heinrich II.
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Balzac in
"Das verfluchte Kind"
Gabrielle
rettete sich, aus Angst, von der Lust verlockt zu werden, aber wozu? ... Sie
wusste es nicht.
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Balzac
in "Physiologie der Ehe"
Was ist das Wesen der
Lust? Die menschlichen Empfindungen beruhen auf
zwei Grundsätzen: Anziehung und Abneigung. Anziehung ist die unbestimmte
Vorliebe für alles, was unserm Selbsterhaltungstrieb schmeichelt; Abneigung
geht aus demselben Instinkt hervor, wenn dieser uns warnt, dass etwas ihm
schädlich werden könne. Alles, was kräftig auf unsern Organismus wirkt,
lässt uns unseres Daseins bewusst werden: und darin besteht eben die
Lustempfindung. Ihre Einzelbestandteile sind der Wunsch und der Genuss,
irgend etwas zu haben. Die Lustempfindung ist ein in ihrer Art einziges
Element und unsere Leidenschaften sind nur mehr oder minder ausdrucksvolle
Abarten davon; daher werden fast immer, wenn eine Lustempfindung zur
Gewohnheit wird, alle andern Freuden dadurch ausgeschlossen. |
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Anm. F.W.: Es
gibt wahrscheinlich kein Thema, von dem die Menschen mehr beherrscht
werden, als von Liebe, Lust und Leidenschaft. Oft schätzt man einen
seiner "Nächsten" ein, wie: "Den kann nichts mehr
erregen" oder "Dieser Mensch ist eiskalt". In seinem "Was
alte Herren sich die Liebe kosten lassen" sagt
uns Balzac, dass man sich hier nicht täuschen sollte:
"Nichts ist an erregender Wirkung mit dem Hervorbrechen der Leidenschaft
bei einem kühlen, beherrschten, methodischen Menschen vergleichbar, an dem
seit zwanzig Jahren niemand die geringste Gefühlsregung wahrgenommen
hatte. Das ist wie ein geschmolzener
Eisbarren, der alles, womit er in Berührung kommt
zum Schmelzen bringt." Was
sagen Sie zum Geld? Kann das Geld die Lust ersetzen? Auch hierfür gibt er
uns eine Antwort: "Auf die
Dauer merkt man, dass die Lust das Vermögen der Seele ist, und ist es
nicht schmeichelhafter, um der Lust willen geliebt zu werden als um seines
Geldes willen?" Wer also beim
Partner nur das Geld liebt oder sich
um seines Geldes Willen lieben lässt, wird sich eines Tages sehr einsam
fühlen. :-(
Oft kommt es vor, dass eine Leidenschaft urplötzlich
erstarrt. Auf die Frage nach dem
"Warum?"
finden wir in
"Eine Leidenschaft in der Wüste"
die Antwort:
>>... Sie haben geendet, wie alle großen Leidenschaften enden: durch ein
Missverständnis! Man glaubt auf der einen wie auf der anderen Seite an
einen Verrat, aus Stolz lässt man es zu keiner Auseinandersetzung kommen,
und man überwirft sich aus Eigensinn.<< |
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