Honorede Balzac
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Jugend muss sich austoben.

(aus "Die Kleinbürger")

Balzac in "Béatrix"

Eine junge Frau besitzt Tausende von Ablenkungsmöglichkeiten; ältere Frauen dagegen haben keine einzige; sie haben keinen Ehrgeiz mehr, keine Eitelkeit, keine Kleinlichkeit; ihre Liebe ist die Loire an ihrer Mündung: sie ist unermesslich, sie ist angewachsen durch alle Enttäuschungen, alle Zuflüsse des Lebens.

 

Balzac in "Meister Cornelius"

 

Seine Träume waren, 

wie alle Träume im Jugendalter, 

so farbig und lebhaft, 

dass er nicht mehr wusste, 

wo die Wirklichkeit aufhörte 

und Täuschung begann.

Balzac in "Die Frau von dreißig Jahren"

 

Das Gesicht einer jungen Frau hat die Ruhe, die Glätte, die Kühle der Oberfläche eines Sees. Erst mit dreißig Jahren fängt das Gesicht einer Frau an ausdrucksvoll zu werden. Bis zu diesem Alter findet der Maler in Frauengesichtern nichts als rosa und weiße Töne, Lächeln und Formen des Ausdrucks, die ein und denselben Gedanken wiederholen, den Gedanken an Jugend und Liebe, einen einförmigen Gedanken ohne Tiefe; im Alter hingegen hat alles bei der Frau gesprochen, die Leidenschaften haben sich ihrem Gesicht tief eingeprägt; sie ist Geliebte, Gattin und Mutter gewesen; die heftigsten Ausdrücke der Freude und des Schmerzes haben ihre Züge schließlich alt geschminkt und dadurch verzerrt, dass sie sich in tausend Falten eingeprägt haben, die sämtlich eine Sprache besitzen; und alsdann wird ein Frauenkopf erhaben in seinem Erschreckenden, schön in seiner Schwermut oder prächtig durch seine Ruhe.

   

"Feuerzangenbowle" mit Heinz RühmannBalzac in „César Birotteau”

 

Die Alten sind und bleiben die Alten,

trotz aller modernen Überheblichkeit.

 

 
   
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