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In der Rubrik
"Leseprobe" werden kurze Passagen aus verschiedenen Werken zu lesen sein, welche
mir ganz besonders gefielen. Diesmal zum Thema: "Essen und Trinken".
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Balzac in "Vater Goriot"

Ohne Könige kann man auskommen,
aber essen mu ss
der Mensch.
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Balzac
in "Die Frau von dreißig Jahren"
Wenn uns bei
Tisch ein Gericht nicht gelungen zu sein scheint, dürfen wir es
niemanden verekeln.
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Balzac
in "Die Kleinbürger"
Nach
bürgerlichen Begriffen ist ein
Diner
ohne Suppe kein richtiges Diner!
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Balzac
in "César Birotteau"
Nach
dem Essen ist schlecht Lesen.
Auch
die Zunge verdaut.
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Balzac
in "Die Kleinbürger"
Dass alles jetzt bei Tisch gemacht
wird, weiß der Kenner, und nur durch ein Diner beherrscht man heut
die Männer."
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Balzac in "Eugenie Grandet"
"Ist es wahr, Herr, daß die Raben Leichen essen?"
"Du bist wohl dumm, Nanon. Sie essen, wie jedermann,
das, was sie finden. Leben wir denn nicht von Leichen? Was ist denn
eine Erbschaft sonst?"
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Balzac in "Ein Junggesellenheim"
Er hatte wie ein Jahrmarktsgaukler gegessen
und wie
der Sand in der Wüste getrunken.
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Balzac
in
"Was
alte Herren sich die Liebe kosten lassen"
Wo
immer Chemie betrieben wird,
wird
kein Wein mehr getrunken;
daher
erliegt das Winzerwesen.
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Balzac in "Der Landarzt"
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Wer arbeitet isst,
und wer isst,
denkt.
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Anm. FW.:
War Balzac ein
Feinschmecker, ein Vegetarier oder ein "Kostverächter"?
Auskunft über die Essgewohnheiten Balzacs gibt uns sein Zeitgenosse,
Léon Gozlan: "Er trank nur Wasser
und aß wenig Fleisch, schwelgte jedoch in Mengen von Obst. Die
Früchte auf seiner Tafel erregten Staunen ob ihrer Erlesenheit und
Schmackhaftigkeit. Beim Anblick einer Pyramide von Birnen oder
schönen Pfirsichen schmatzte er mit den Lippen, seine Augen
funkelten vor Wonne und schon in der Vorfreude bebten seine Hände.
Keine Frucht blieb übrig, um von der Niederlage der anderen zu
erzählen...." Ein wahrhafter
Genießer war Balzac bei der Zubereitung des Kaffee's. Hierfür hatte
er eigens eine Spezialmischung kreiert: "Balzacs
Kaffee hätte verdient, sprichwörtlich zu werden. Ich glaube nicht,
dass Voltaires Kaffee gewagt hätte, ihm die Palme streitig zu machen.
Welche Farbe! Welches Aroma! Er bereitete ihn selbst oder präsidierte
mindestens immer bei seiner Zubereitung. Es war eine weise, subtile,
göttliche Kaffeekocherei, ganz seinem Genie gehörig. Dieser Kaffee
bestand aus drei Arten von Bohnen: Bourbon, Martinique und
Mokka." [70]
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Zu
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