Honorede Balzac
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Kennen Sie den Grund für die Unvollkommenheit des weiblichen Schoßes?

Dieses Rätsel löst Balzac in „Unziemliche Reden dreier Pilger“ :

"Adam und Eva" von Lucas Cranach d.Ä., 1546» Ich jedenfalls «, sprach der Burgunder, » und jetzt wird mir auch die Lesart klar, die ein Gelehrter für jene Verse aus der Bibel gefunden hat, in denen von der Wertschöpfung berichtet wird. In diesem Bericht , den wir bei uns zu Hause ein ‚Noël’ nennen, liegt der Grund für die Unvollkommenheit des weiblichen Schoßes beschlossen, dessen Durst, ganz anders als bei den Weibchen der Tiere, kein Mann stillen kann, so viel teuflische Glut liegt in ihm verborgen. In diesem ‚Noël’ heißt es, dass, als Gott der Herr bei seiner Arbeit an Eva gerade einmal wegen eines Esels, der zum ersten Mal im Paradies sein Iah schrie, den Kopf wandte, der Teufel den Augenblick benutzte, um seinen Finger in das allzu vollkommene Geschöpf hineinzubohren und ihm eine heiße Wunde beizubringen, die der Herrgott nur zum Teil wieder schließen konnte – daher die Jungfrauen. Das Weib sollte durch dieses Häutchen verschlossen bleiben, und die Kinder sollten auf die Art und Weise gemacht werden, wie Gott die Engel machte, und eine Lust sollte dabei walten, die ebenso hoch über der fleischlichen steht wie der Himmel über der Erde. Als der Teufel diesen Verschluss sah, zog er, aus Wut darüber, dass er übertölpelt worden war, den schlafenden Herrn Adam bei der Haut und zog sie so lang, bis sie die Form seines Teufelsschwanzes hatte; da aber der Menschenvater auf dem Rücken gelegen hatte, trug er dieses Anhängsel vorn. Und dann geschah es, dass sich diese beiden Werke des Teufels leidenschaftlich zu vereinigen strebten, dem Gesetz vom Gleichartigen zufolge, dem Gott den Lauf seiner Welten unterworfen hat. Daher kommen die Erbsünde und die Leiden des Menschengeschlechts; denn als Gott sah, was der Teufel angerichtet hatte, wollte er gern wissen, was daraus werden würde.«

 

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