Honorede Balzac
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 Diese Seite befindet sich im Aufbau. Auf dieser Seite werden vorwiegend sinnliche erotische Zitate aus den "Tolldreisten Geschichten" veröffentlicht. Wir bleiben weiterhin jugendfrei. Auch wenn's schwer fällt!

 
Balzac in "Der verzweifelte Liebhaber"

Gleichwohl hämmerte er, von seinen erträumten Geliebten entflammt, immer wieder an seinen Marmorfiguren herum und meißelte so entzückende Brüste heraus, dass einem beim Anblick dieser  herrlichen Liebesfrüchte das Wasser im Munde zusammenlief, von den anderen Dingen ganz zu schweigen, die er mit seinem Meißel rundete, glättete, liebkoste, denen er mit seiner Feile den letzten Schliff gab und die er so herausarbeitete, dass jeder unerfahrene Junge sofort begreifen musste, wozu derlei Dinge eigentlich da sind, und keinen Tag länger unerfahren blieb.

 

 

Balzac in "Der verzweifelte Liebhaber"

 

Wenn die Damen von sich aus einen Kuss geben, behalten sie sich das Recht vor,

den zweiten zu verweigern,

lassen sie sich aber einen rauben,

dann kann der Liebhaber gleich tausend stehlen.

Balzac in "Der Waffenbruder"

Und immer kam die Listige ganz leicht bekleidet herein und zeigte Kostproben ihrer Schönheit, die selbst einen Patriarchen hätten aufwiehern lassen, auch wenn er durch die Jahre schon so von Kräften gekommen wäre, wie es der Herr Methusalem mit einhundertsechzig Jahren gewesen sein muss.

Balzac in „Die lässliche Sünde“

 Jetzt betrachtete der Page den Fuß seiner Herrin, der gar niedlich in einem allerliebsten Stiefelchen von grünblauer Farbe steckte. Sie hatte ihn ausdrücklich auf einen Schemel gelegt, denn in dem Lehnstuhl des Seneschalls saß sie ja zu hoch. Dieser Fuß war ganz schmal, leicht geschwungen, zwei Finger breit und von der Länge eines Sperlings, wen man den Schwanz mitmisst, am Ende klein, wahrlich ein Fuß zum Entzücken, der Fuß einer Jungfrau, der einen Kuss verdiente wie der Dieb den Strang. Ein Kobold von einem Fuß war das, ein wollüstiger Fuß, der einen Erzengel zum Straucheln bringen könnte, ein Glück verheißender Fuß, ein Fuß, der wie der Teufel reizt und Lust macht, zwei neue davon in die Welt zu setzen, die ihm gleichen, damit auf dieser Welt die schönen Werke Gottes nicht aussterben.

 

 

Balzac in "Die lässliche Sünde"

In großer Erfurcht hielt er sein karminrotes Samtkäppchen in der Hand, das lange nicht so rot war wie seine allerliebsten, frischen Grübchenwangen.

Anm. FW.: Die "Tolldreisten Geschichten"  Les contes drôlatiques) ist eine Sammlung von erotischen Geschichten.  Diese Geschichten sind in den Jahren 1832-37 entstanden. Die Sprache, die Balzac verwendet, verweist auf Rabelais (Mittelalter, um 1500). Untersuchungen des amerikanischen Balzacforschers J. Wayne Conner, sagen aus, dass sich Balzac 1832 von seiner Mutter die Werke Tabourots, ein Schiftsteller aus dem 16. Jahrhundert schicken lies, einem weniger bekannten Schriftsteller, den man den burgundischen Rabelais nannte. Balzacs Geschichten sind reich an altem Vokabular. In dieser Sprache hat Balzac den Geist des Zeitalters widergeben wollen. Balzacs Mühen um eine entsprechend altertümliche Rechtschreibung waren nicht geringer. Ihre Farbigkeit ist die der Menschen jener Zeit. Das Altertümelnde der Sprache im Original der ‚Contes drôlatiques’ geht bis in syntaktische Wendungen hinein, die so locker und schmiegsam sind, dass Balzac sein ganzes Temperament in diese Sprache hineinlegen und damit schlechterdings alles sagen konnte. 1850 erschien eine von Gustave Doré illustrierte Ausgabe.

Im Gegensatz zum "Decamerone" sind seine Geschichten mit Pointen verknüpft. Balzac versucht aus jeder der Geschichten eine Lehre zu ziehen oder eine Moral abzuleiten. Oftmals bleibt es bei einer "Scheinmoral". Balzacs Grundsatz lautete: >>Die tolldreisten Geschichten sind eher zu dem Zweck geschrieben, zu lehren, dass es richtig ist, wenn man im Vergnügen eine Moral findet, als dass man sich ein Vergnügen daraus macht, Moral zu predigen.<< (aus "Die Jungfrau von Thilhouze")

Die Erzählung Die schöne Imperia (frz. La belle Impéria) spielt zur Zeit des Konstanzer Konzils und wurde 1927 von Franco Alfano als Oper Madonna Imperia vertont.
 

Der Grund für die Unvollkommenheit des weiblichen Schoßes

Die Tolldreisten Geschichten

 

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