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Zu deutsch:
"Ich trage eine ganze Gesellschaft in meinem Kopf".
Das hat er allerdings, mit den 2472 Typen seiner "Menschlichen Komödie". Seit "Vater Goriot" (1834) verwendet er das "Prinzip der Wiederkehr" seiner Romanfiguren. So kommen 573 Personen in mindestens 2 Werken vor. Balzac gelingt es, seine Hauptpersonen nicht nur in den Rahmen eines bestimmten Milieus zu stellen, sondern ihnen auch sozusagen ein soziales Umfeld von gleichbleibenden Personengruppen zuzuordnen, ein wesentliches Mittel zur Verstärkung der von ihm angestrebten Typisierung. [101]
Wie sollte
man die "Menschliche Komödie" lesen? Wer sich vorgenommen hat, dass
Gesamtwerk zu lesen, sollte den "Vater Goriot" ziemlich früh lesen, weil man
hier viel über die Herkunft einiger "Helden" der "Menschlichen Komödie"
erfährt. Bevor man sich auf die Kurtisanen "stürzt", sollte man erst mal
seine "Illusionen verlieren". Die anderen Romane sind ziemlich eigenständig und unabhängig voneinander. Die Wiederkehr von Personen ist so zu verstehen, dass sie in ihrer Funktion immer wieder auftreten, d.h. immer wenn ein Arzt gebraucht wird, tritt Bianchon in Erscheinung, seine Kredite holt man sich bei Gobseck, für große Finanztransaktionen ist der Baron von Nucingen zuständig und möchte man mal wieder eine Frau anbeten, dann selbstverständlich Diane de Maufrigneuse. Es gibt in der Menschlichen Komödie nicht weniger als 21 Gestalten, die der von Balzac erfundenen Familie Popinot angehören. Der Baron Nucingen taucht in 32 Romanen auf.
Seine markanten Figuren sind:
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Die Bankiers und die Wucherer
Die Finanzwelt in der "Menschlichen Komödie" unterteilt er in 5 Gruppen: "Obenan ein Nucingen, die Kellers, die du Tillets, die Mongenods; etwas tiefer die Palmas, die Gigonnets, die Gobsecks; noch tiefer die Samanous, die Chaboisseaus, die Barbets; und am Ende, nach dem Pfandleihhause, diesem König der Wucherer, der seine Schlingen an den Straßenecken legt, um alle Arten von Elend, ohne dass ihm eine entgeht, abzufangen: die Betriebsamkeit eines Cérizet!" |
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Die kleinen und mittleren Geschäftsleute
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Die Damen der Gesellschaft
Die Damen der "höheren Gesellschaft" mit den: Herzoginnen von Maufrigneuse und Chandlieu, den Marquisen d’Espard und d’Aiglemont, den Gräfinnen Féraud, de Montgornet und de Restaud, der Madame de Camps und der Mademoiselle des Touches. |
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Tragische Frauenschicksale
Das "Volk" ist vertreten mit: Pierette Lorrain, Ursule Mirouët, Constance Birotteau, das Gräbermädchen, Eugenie Grandet, Marguerite Claes, Pauline de Villenois, Madame Jules, Madame de la Chanterie, Eve Chardon, Mademoiselle d'Esgrignon, Madame Firmiani, Agathe Rouget, Renée de Maucombe..... |
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Titelheldinnen
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Die Herren der Schöpfung
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Die Ungesetzlichen
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Die Gesetzlichen
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Er war absoluter Herr und Meister eines in ihm lebenden Volkes, und er brauchte infolgedessen die Gestalten für einen Roman nur einfach unter seinen Geschöpfen zu wählen. Ihre Vergangenheit würde ihre Zukunft hervorbringen. (André Maurois) Alle echten Dichter führen mit den Personen, die sie auftreten lassen in ihren Werken, ein intimes Leben, beinahe wie mit ihresgleichen. Auch Balzac als ein echter Dichter lebte ganz in seinen Personen. (Wilhelm Dilthey, 1876) Wie sehr sich Balzac mit seinen Romanfiguren identifizierte zeigen seine berühmten Aussprüche wie: >>Besinnen wir uns auf die Wirklichkeit - sprechen wir von Eugénie Grandet!<< oder >>Rufen Sie doch Bianchon! Er allein wird mich retten<< (Gaëtan Picon) |
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Weitere Links: http://www.paris.fr/musees/balzac/collections/salle_personnages/personnage1.htm
http://hbalzac.free.fr/personnages.php
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