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Da es im Internet nicht gerade sehr viele Informationen über den Simson-Kleinroller KR50 gibt und auch die
Produktionszeit von 6 Jahren nicht gerade sehr lang war, biete ich auf dieser kleinen Webseite ein paar Informationen hierzu an. Sollten noch
wichtige Sachen fehlen oder richtig gestellt werden müssen, bitte ich um eine kurze Information per E-Mail.
Der Simson-Kleinroller KR50 wurde ab Herbst 1958 in Suhl produziert und gilt als Vorgänger der "Schwalbe". Beim KR50 handelt es sich um
ein Einsitzer und die Ausführung mit Stahlfelgen kostete damals 1.150,00 Mark, mit Leichtmetallfelgen war dieser Roller für 1.265,00 Mark
erhältlich. Der zweifellos feminine Charakter des Gesamtfahrzeuges trug wohl dazu bei, dass der KR50 besonders bei den Frauen sehr beliebt war.
Technisch gesehen fiel dieser Kleinroller völlig aus dem Rahmen der bis jetzt
produzierten Mopeds und besaß keinen Pedalantrieb mehr. Der Motor wurde wie bei einem Motorrad per Kickstarter gestartet. Diese Neuerung wurde durch die
Verkleidung und die daraus resultierenden Trittbretter erforderlich. Der Kleinroller war ein völlig eigenständiges Fahrzeug. An ihm waren außer
der Vorderradfederung und den Leichtmetallvollnaben nur wenige Bauteile des SR2 Mopeds übernommen wurden. Der KR50 besaß einen versteiften Doppel-
rohrrahmen und eine Hinterrad- Langschwinge. Anfänglich wurden noch ungedämpfte Federbeine eingesetzt, die jedoch bald durch Reibungsdämpfer
abgelöst wurden. Die Radgröße beträgt 16 Zoll mit der Bereifung 2,50-16. Unter dem Sitz befindet sich der Kraftstofftank, der ein
Fassungsvermögen von 6,8 l hat. Trotz des vorne liegenden Motors ergibt sich noch eine relativ geringe Durchstiegshöhe, was natürlich den
weiblichen Nutzer sehr erfreut hat. Der Motor ist durch das herabnehmen des "Tunnels" sehr gut erreichbar. Der Hersteller des Motors war die
Firma VEB Büromaschinenwerk Sömmerda, welche vor dem 2. Weltkrieg zum Rheinmetall-Konzern gehörte. Die Leistung des Motors betrug bei
Serienanlauf des Rollers 2,1 PS (1,55 kW) bei 5500 U/min und konnte durch geringe Veränderungen der Steuerzeiten sowie etwas höhere Verdichtung und
Veränderungen an der Auspuffanlage auf 2,3 PS (1,7 kW) gesteigert werden.
Die elektrische Anlage des KR50 besteht aus einem 15/15 Watt Frontscheinwerfer sowie eines
3 Watt Rücklichtes. Ebenso war dieser Roller mit einem Signalhorn ausgestattet. Ein Bremslicht wie aus dem KR51 (Schwalbe) bekannt, besitzt
dieser Roller noch nicht.
Die Produktionszahlen wurden von Jahr zu Jahr gesteigert, 1963 betrug die Produktion bereits 52.000 Einheiten, trotzdem war der Bezug ohne lange
Wartezeiten nicht möglich. Im Februar 1964, nach nur sechsjähriger Produktion, wurde der KR50 durch den Nachfolgertyp KR51 (Schwalbe) abgelöst.
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