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1. Spieltag: DJK-SV Schaibing 1 - ESV Pocking 1 4,5 : 3,5
Wie alle Jahre fehlte dem ESV Pocking am ersten Spieltag Fritz Arnold auf Brett 1 aus beruflichen Gründen. Da auch noch Johann Berchtold auf Brett 2 absagen musste wurde es wieder eng bei der Mannschaftsaufstellung. Einen Tag vor dem Spiel hatte der Eisenbahnersportverein nur sieben Spieler im Aufgebot. Glücklicherweise erklärte sich Neuzugang Arkadij Ulumdzhiev bereit einzuspringen, obwohl er früh abends seinen Dienst antreten musste. So konnte man wenigstens mit einer kompletten Mannschaft nach Schaibing anreisen und man spielte auch noch gut. Nur mit viel Pech ging das Match knapp verloren. Waldemar Fink entpuppte sich für Josef Fenzl erneut zum Angstgegner. Trotz einer schlechten Stellung gelang es dem Pockinger das Spiel zu gewinnen. Alois Baumgartner (Brett 4) und Uwe Franke (Brett 1) konnten remisieren und Pocking in Führung halten. Im Anschluss verlor Arkadij Ulumdzhiev in seiner ersten Turnierpartie überhaupt gegen Martin Wimmer. Trotzdem bekommt der ESV mit dem Neuzugang einen guten Spieler und somit künftig weitere Alternativen. Franz Huber verlor dann seine ausgezeichnete Stellung gegen Avdullah Avdijaj und Pocking geriet erstmals in Rückstand. Holger Paoli gelang schließlich der Ausgleich mit einer schönen Gewinnpartie gegen Erwin Küspert. Georg Färber teilte sich mit seinem Gegner den Punkt und so musste die letzte Partie entscheiden. Alfons Urlhart kämpfte tapfer fast fünf Stunden, konnte aber die Niederlage trotz großem Kampfgeist nicht verhindern.
2. Spieltag: ESV Pocking 1 - SV Deggendorf 2 4,5 : 3,5
Aus Null
mach zwei! So reffend ließe sich der äußerst glückliche Sieg des
Eisenbahnersportvereins am Samstag gegen Deggendorf 2 beschreiben.
Die
Begegnung begann trotz Bestbesetzung des ESV katastrophal, nachdem
Johann Berchtold und Franz Huber schon früh aufgeben mussten.
Trotzdem kämpften sich die Rottaler wieder heran. Holger Paoli, der
sich wieder seiner Bestform nähert und Spartenleiter Alois
Baumgartner gewannen mit schönen Angriffskombinationen ihre Partien.
So stand es 2:2. Die Stellung auf den restlichen Brettern verhieß
jedoch nichts Gutes. Außer Waldemar Fink, der den leichten Vorteil
eines Mehrbauern hatte, standen die Partien von Georg Färber und
Fritz Arnold auf Verlust, während die schlechtere Stellung von Uwe
Franke vielleicht noch zu einem Remis reichen konnte. Aber die
Pockinger zeigten riesigen Kampfgeist und so kam alles anders als
erwartet. Zunächst verpatzte Waldemar Fink seinen Bauernvorteil und
stand letztlich mit einem Minusbauern klar schlechter. Mit großem
Einsatz erzwang er aber doch noch eine Punkteteilung. Dann die
Riesenüberraschung - Georg Färber, der bereits die Dame verloren
hatte, nutzte einen groben "Blackout" seines Gegners und holte somit
einen völlig überraschenden Siegpunkt. Nachdem Fritz Arnold nach
einem starkem Spiel und zäher Verteidigung im Endspiel aufgeben
musste, lag es an Uwe Franke sein Team zu retten. Und Zug um Zug
manövrierte er sich aus der schwierigen Mittelspielstellung in
ein vorteilhaftes Endspiel. Durch mehrere Ungenauigkeiten seines
Gegners nutzte er dessen Fehler zu zwei Mehrbauern und zum
Mannschaftssieg. Ein Remisangebot seines Gegners hatte Uwe Franke
(Bild links) aufgrund der Einwände seiner Mannschaftskollegen
ausgeschlagen und avancierte so zu Matchwinner.
3. Spieltag: SC Ortenburg 1 - ESV Pocking 1 1,5 : 6,5
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Am Samstag mussten die Schachcracks des ESV Pocking nach Ortenburg reisen. Die Ortenburger sind im Moment das Überraschungs-team der Bezirksliga-Ost. Die beiden Auftaktpartien wurden gegen vermeintlich stärkere Mannschaften beide gewonnen. So wussten die Pockinger schon im Vorfeld, dass eine harte Nuss zu knacken war. Aber schon nach 30 Minuten hieß es 1:0 für den ESV. Holger Paoli konnte seinen Gegner schon in der Eröffnungsphase überraschen und die Partie gewinnen. Nach einer Stunde baute Waldemar Fink die Führung aus. Mit feiner Taktik lockte er die feindliche Dame ins "Abseits" und konnte diese schließlich erobern, woraufhin Felix Mednikow aufgab. Nach einer Ungenauigkeit von Hans Berchtold, der trotz Materialvorteils eine Zugfolge schlecht berechnete, konnte Ortenburg durch Gerhard Schönbuchner auf 1:2 verkürzen. Von diesem Zeitpunkt an war für Ortenburg nichts mehr zu holen und es ging Schlag auf Schlag. Zunächst gewann Fritz Arnold auf Brett 1 gegen Uwe Kleibl, der ein sehr aggressives Angriffsspiel betrieb, dann aber der Routine von Fritz Arnold Tribut zollen musste. Franz Huber konnte gegen Albert Zacharias einen Freibauern umwandeln, der zum Sieg reichte, ehe dann Uwe Franke mit einem ungefährdeten Sieg gegen Horst Guthke alles für Pocking klar machte. Spartenleiter Alois Baumgartner baute die Führung noch aus, ehe Georg Färber, der trotz eines Bauern weniger wiederum Kampfgeist bewies, mit einem Remis für den Endstand sorgte. |
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Holger Paoli sorgte für die schnelle Führung |
4. Spieltag: Spielgemeinschaft DJK-SF Haselbach 2/Castra Batava Passau 1 - ESV Pocking 1 1,5 : 6,5
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Der Eisenbahnersportverein knüpfte nahtlos an die gute Leistung in Ortenburg an und gewann deutlich mit 6,5:1,5 bei der Spielgemeinschaft Haselbach 2/Castra Batava Passau 1. Allerdings machte es Ihnen die Spielgemeinschaft nicht leicht und einige Partien standen auf des Messers Schneide. Völlig unerklärlich, warum z.B. Lothar Ederer gegen Uwe Franke aufgab. Der Pockinger hatte zwar leichte Stellungsvorteile, aber zum Aufgeben bestand absolut kein Grund für den Gegner. So kamen die Pockinger schon früh mit 1:0 in Führung. Franz Huber erhöhte dann auf 2:0. Er stellte seinen Gegner vor die Wahl: Matt oder Damenverlust. Völlig unerwartet verlor anschließend Hans Berchtold, der gegen Ralf Kleinschmidt klar favorisiert schien, seine Partie und es stand nur noch 2:1 für Pocking. Dann, nach etwa dreieinhalb Stunden einigte sich Georg Färber mit seinem Gegner auf Remis. Einen sehr schweren Stand hatte auch Fritz Arnold auf Brett 1. Sein Gegner Sergej Osievski spielte stark. In einem sehr schwierigen Endspiel setzte sich dann doch die Extraklasse von Fritz Arnold durch. Waldemar Fink machte mit einem Freibauern und dem damit verbundenen Figurengewinn den Mannschaftssieg klar. Die Siege von Holger Paoli, bereits sein vierter Sieg im vierten Spiel, und Alois Baumgartner, der sehr zäh und lange für seinen Erfolg kämpfen musste, rundeten dann das Mannschaftsergebnis ab. Mit 6:2 Punkten können die Rottaler zufrieden in die Weihnachtspause gehen. Für den ESV hat es sich ausgezahlt, dass er nun bereits zum dritten Mal in Folge in Bestbesetzung antreten konnte. Mit Uwe Franke, Waldemar Fink, Holger Paoli, Alois Baumgartner und Georg Färber sind in dieser Saison noch 5 Spieler unbesiegt in der Bezirksliga-Ost. |
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Turnierraum in Haselbach |
5. Spieltag: ESV Pocking 1 - TV Freyung 1 6 : 2
Der ESV Pocking knüpft im neuen Jahr genau da an, wo er im vergangenen Jahr aufgehört hat - mit einem souveränen Schachsieg. An diesem Spieltag bekam der TV Freyung die momentane Spielfreude und Begeisterung innerhalb des ESV zu spüren. Mit einem deutlichen 6:2-Sieg schob sich Pocking bis auf einen Zähler an den Tabellenführer aus Schaibing heran.Den ersten Pockinger Punkt holte Georg Färber mühelos gegen den zehnjährigen Tobias Zichner, der sein erstes Mannschaftsturnierspiel bestritt. Fritz Arnold baute dann am Spitzenbrett die Führung des ESV aus. Für seien alten Freund aus Freyung - Otto Coduro - wird der Pockinger Spitzenspieler langsam zum Angstgegner. Fritz Arnold brachte dem Freyunger Spitzenspieler in einer couragierten Partie die erste Saisonniederlage bei. Für das 3:0 sorgte Franz Huber. Verärgert darüber, dass er bereits im 6. Zug einen Läufer ungedeckt platzierte, ging er voll zum Angriff über. Die drei Mehrtempi brachten für den verlorenen Läufer einen solchen Angriffsdruck, dass der Pockinger die Begegnung letztlich souverän gewann. Erneut eine Glanzpartie lieferte Uwe Franke gegen Walter Müller. In einer hochinteressanten Partie gelang es ihm die verbundenen Freibauern zu zersplittern und seinen Gegner matt zu setzen. Nicht so toll läuft es im Moment bei Hans Berchtold, der auf Brett 2 gegen den starken Robert Autengruber verlor. Holger Paoli bot daraufhin seinem Gegner bei ausgeglichener Stellung ein Remis an und sicherte somit den Mannschaftssieg. Als feiner Schachstratege entpuppt sich Waldemar Fink. Mit einer wahren Glanzleistung verwandelte er Zug um Zug eine gleichwertig scheinende Stellung in ein hoffnungslos verlorenes Spiel für seinen Gegner. Wie meistens saß Spartenleiter Alois Baumgartner wieder am längsten am Brett. In einem sehr schwierigen Endspiel mit jeweils 2 Türmen musste er trotz zwei Mehrbauern in eine Punkteteilung einwilligen.
6. Spieltag: SC Vilshofen 1 - ESV Pocking 1 4,5 : 3,5
Nach vier Siegen in Folge, hat es den ESV Pocking dieses Mal voll erwischt. Dabei sah es zeitweise sogar nach einem Debakel für die Pockinger aus, denn ausgerechnet das Paradestück - die vier Spitzen-bretter - konnten in Vilshofen nicht viel holen. Hans Berchtold hat seine Vorjahresform noch immer nicht gefunden und musste seinem Gegner schon nach kurzer Zeit die Hand zur Gratulation reichen. Uwe Franke spielte eine Traumpartie, vielleicht die beste seit er beim ESV ist. Mit einer wunderschönen Mattkombination zwang er seinen Gegner zur Aufgabe und konnte zwischenzeitlich ausgleichen. Dann verloren innerhalb kürzester Zeit Fritz Arnold, Waldemar Fink und Franz Huber. Mit einem 1:4-Rückstand hatten die noch am Brett sitzenden Pockinger eine schwere Bürde auf dem Rücken und beinahe hätten Sie die Last noch gestemmt. Zunächst verkürzte Holger Paoli mit einer sehr schönen Kombination auf 2:4. Dann gewann Georg Färber ein Turmendspiel auf souveräne Weise. So keimte bei 3:4 sogar noch einmal Hoffnung auf eine Punkteteilung auf. Alois Baumgartner kämpfte, wie immer, bis zur letzten Sekunde. Doch seinem Gegner gelang es diesmal das Remis zu halten. Nichtsdestotrotz zeigte sich wieder einmal, dass Kampfgeist und Moral in der Mannschaft absolut intakt sind. Mit dem TSV Aidenbach wartet in der nächsten Runde wieder ein starker Gegner.
7. Spieltag: ESV Pocking 1 - TSV Aidenbach 1 4 : 4
Ein 4:4-Unentschieden, mit dem der ESV Pocking nicht zufrieden sein kann, denn dem Spielverlauf nach hätte ein knapper Sieg herausspringen müssen. Es war der erwartet spannende Kampf gegen die Schachfreunde aus Aidenbach. Zu Beginn gab es ein schnelles Remis zwischen Johann Berchtold und Peter Sierian, dem weitere Punkteteilungen von Uwe Franke und Franz Huber folgten. Nach 3 Stunden die erste Entscheidung. Waldemar Fink hatte seinen Gegner überspielt und erntete die Früchte seines Erfolges, indem er seine Mannschaft in Führung brachte. In der Zwischenzeit verpatzte Holger Paoli eine aussichtsreiche Stellung, weil er eine Figur einstellte. Trotzdem kämpfte er tapfer weiter, konnte das Spiel aber letztlich nicht halten. Dann siegte Fritz Arnold mit einer schönen Kombination und der ESV liebäugelte schon mit 2 Punkten.. Völlig überraschen verlor dann Georg Färber seine Partie, weil er das Remisangebot seines Gegners durch Zugwiederholung nicht annehmen wollte und die extreme Zeitnot seines Gegner (etwa 30 Sekunden für 5 Züge) nicht ausnutzte. Stattdessen verlor er selbst durch „Blättchenfall“, obwohl er vorher noch 15 Minuten auf seiner Uhr hatte. Tragisch für ihn, denn es war die erste Saisonniederlage für den eifrigen Punktesammler. Dennoch schien alles auf einen Pockinger Heimsieg hinaus zu laufen, denn Alois Baumgartner erspielte sich in einem Turmendspiel drei Mehrbauern. Doch auch er konnte seine Stellung nicht ausnutzen und musste einem Remis durch Dauerschach einwilligen. Im selben Atemzug gab dann auch Holger Paoli seine Partie auf, der bis zu diesem Zeitpunkt noch versuchte, im „Trüben zu fischen“. Auch für ihn war es die erste Saisonniederlage. Am Ende stand eine 4:4 Punkteteilungen für beide Vereine zu Buche.
8. Spieltag: SC 1986 Sonnen 1 - ESV Pocking 1 4 : 4
Wie bereits in der 7.Runde konnten die Eisenbahnerschachfreunde in der 8. Runde der Bezirksliga Ost auch beim SC Sonnen 1986 keinen Sieg einfahren. Nach einem schnellen Sieg von Uwe Franke folgte kurze Zeit später eine Niederlage von Johann Berchtold, welcher eine wirklich gute Partie spielte aber im Moment einfach kein Glück hat. Am Spitzenbrett folgte ein Remis durch Fritz Arnold, bevor Waldemar Fink und Georg Färber Ihre Partien gewannen. Alles sah nach dem erhofften Doppelpunktgewinn aus. Alois Baumgartner steuerte ein Remis zum zwischenzeitlichen 4:2 für den ESV bei. Als Alfred Zimmermann seine Partie verloren hatte lag es an Holger Paoli durch ein Unentschieden den Gesamtsieg zu sichern. Er führte ein sehr spannendes Turmendspielendspiel mit einem Minusbauern das er leider nicht halten konnte. So stand am Ende ein 4:4. Zum Saisonausklang empfängt der ESV noch DJK-SF Haselbach 1.
9. Spieltag: ESV Pocking 1 - DJK-SF Haselbach 1 2 : 6
Stark ersatzgeschwächt und auch etwas unmotiviert traten die Pockinger am letzten Spieltag der Bezirksliga-Ost gegen DJK-SF Haselbach 1 ein. Da die Absteiger aus der Niederbayernliga noch nicht endgültig fest stehen, mussten sich die Haselbacher noch kleine Sorgen um den Klassenverbleib machen. Aus diesem Grund traten sie in Pocking in Bestbesetzung an und gewannen letztlich mit 6:2 auch in dieser Höhe verdient. Pocking konnte nur vier Punkteteilungen verbuchen. Beachtlich die Leistung von Uwe Franke auf dem Spitzenbrett mit einem Remis gegen den ehemaligen Pockinger Spitzenspieler Michael Fuchs. Sehr stark auch die Unentschieden von Waldemar Fink (gegen Christian Kneitz), Alois Baumgartner (gegen Mirjana Fuchs) und Georg Färber (Gegen Karl-Heinz Hirtreiter). Der ESV Pocking war durch das Fehlen von Fritz Arnold und Johann Berchtold auf allen 8 Brettern deutlich schwächer besetzt als der Gegner. So verwunderten letztlich auch die Niederlagen von Franz Huber, Holger Paoli, Franz Krah und Alfons Urlhart nicht. Die Pockinger, die fast die gesamte Saison am oberen Limit gespielt hatten, rutschten durch die Niederlage von Platz 2 der Tabelle noch auf Platz 4 ab und landeten exakt auf der Platzierung des Vorjahres.. Nachdem man vor zwei Jahren noch bis zum letzten Spieltag um den Klassenverbleib zittern musste, kann man durchaus von einer gelungenen Saison sprechen.