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Bezirksliga-Ost 2011/12
1. Spieltag: SV Deggendorf 2 - ESV Pocking 1 6 : 2
Zum Saisonauftakt mussten die Denksportler des ESV Pocking zum Favoriten SV Deggendorf 2. Ohne zwei Stammspieler merkte man schnell, dass an diesem Tage für die "Eisenbahner" nichts zu holen war. Zunächst war es Alfons Urlhart, der seinem Gegner zum Sieg gratulierte. Der erste halbe Zähler ging dann auf das Konto von Hans Berchtold. Doch Waldemar Fink spielte an diesem Tag im "Harakiri-Stil" und verlor sang- und klanglos. Dann eine weitere Niederlage von Georg Färber, ehe Franz Huber den Zwischenstand durch ein Remis wieder etwas freundlicher gestaltete. Auch Simon Moser, der lange tapfer kämpfte, musste am Ende der Überlegenheit seines Gegners seinen Tribut zollen. Wie immer solide spielte und remisierte Alois Baumgartner. Zum Abschluss dann noch ein leistungsgerechtes Remis am Spitzenbrett durch Uwe Franke, wobei die nachfolgende Analyse eine Vielzahl von Fehlern ergab, in welcher beide Spieler ihre Partie wohl mehrmals hätten gewinnen können.
2. Spieltag: ESV Pocking 1 - TV Freyung 1 6 : 2
Nach der hohen Auftaktniederlage in Deggendorf zeigten sich die Eisenbahnerschachfreunde gegen Freyung von ihrer „Schokoladenseite“. Dies zeigte sich an diesem Spieltag eindrucksvoll in kurzer Zeit. Da die Gäste unvollständig antreten mussten, gab es zu Beginn gleich einen kampflosen Punkt für Georg Färber. Es folgten zwei Remispartien durch Hans Berchtold und Uwe Franke. Danach ging es Schlag auf Schlag. Franz Huber und Holger Paoli hatten leichtes Spiel und bezwangen ihre Gegner mühelos. Ein weiteres Remis durch Alois Baumgartner folgte. Den schachlichen Höhepunkt der Begegnung setzte Waldemar Fink, der mit einer spektakulären Opferkombination seinem Gegner das Nachsehen gab. Zum Schluss einigte sich am Spitzenbrett Fritz Arnold mit seinem Gegenüber auf eine Punkteteilung. Somit war nach zweieinhalb Stunden Spielzeit ein klarer Endstand mit 6:2 für den ESV hergestellt.
3. Spieltag: DJK-SF Haselbach 1 - ESV Pocking 1 5,5 : 2,5
In der 3. Runde der Bezirksliga Ost musste der ESV Pocking bei DJK SF Haselbach 1 antreten. Mit einer hohen 2,5:5,5-Niederlage fuhr man nach dem zweiten "Auswärts-Debakel" nach Hause. Dabei fing alles sehr verheißungsvoll an. Holger Paoli gewann die erste Partie nachdem sein Gegner eine Figur eingestellt hatte. Es folgte ein solides Remis von Georg Färber. Nachdem auch das Spitzenbrett mit Fritz Arnold gegen Michael Fuchs unentschieden ausging und eine weitere, wenn auch glückliche, Punkteteilung durch Uwe Franke folgte, schienen die Eisenbahner auf einem guten Weg, zumal auch Franz Huber hervorragend stand. Zweimal übersah er jedoch undeckbare Mattkombinationen und verlor das Endspiel, wegen der beiden "geopferten Bauern". So war es vorbei mit der Pockinger Herrlichkeit. Simon Moser kämpfte lange verbissen, musste aber ebenso aufgeben, wie Waldemar Fink und Alois Baumgartner. Für Alois Baumgartner ging damit leider eine stolze Serie zu Ende, denn seit dem 16. Februar 2008 (gegen Willibald Haimerl vom SV Deggendorf) verlor er erstmals wieder eine Partie im Mannschaftskampf.
4. Spieltag: ESV Pocking 1 - TSV Aidenbach 1 4 : 4
Im Traditionsduell mit dem TSV Aidenbach 1 gab es am 4. Spieltag der Bezirksliga-Ost ein 4:4. Zunächst einigten sich in drei unaufregenden Partien Uwe Franke, Franz Huber und Holger Paoli mit ihren Gegner auf Punkteteilungen. Dann folgte der Rückstand für die "Eisenbahner", nachdem Johann Berchtold seine Partie nicht mehr halten konnte. Glücklicherweise sorgte Fritz Arnold auf Brett 1 relativ schnell für den Ausgleich, bevor Pocking sogar in Führung ging. Waldemar Fink verwandelte ein fast aussichtloses Endspiel nach einem "Patzer" von Peter Sierian noch in einen Sieg und bewies einmal mehr, dass man ein Spiel nie aufgeben sollte. Georg Färber bot daraufhin seinem Gegner ein Remis an und übersah dabei eine klare zweizügige Gewinnkombination. So sollte Alois Baumgartner mit einem Remis den Gesamtsieg sichern. Sein Gegner spielte jedoch das schwierige Endspiel sehr gut und gewann. So stand unter dem Strich ein alles in allem gerechtes Unentschieden.
5. Spieltag: SC Gardez Viechtach 1 - ESV Pocking 1 5,5 : 2,5
Dass man 3 Stammspieler des „Oberhauses“ nicht problemlos kompensieren kann, musste der ESV Pocking beim Ligaaußenseiter SC Gardez Viechtach schmerzlich erfahren. Das Unheil nahm bereits nach wenigen Minuten seinen Lauf, als Alfons Urlhart in der Eröffnungsphase ein grober Fehler unterlief und er kurz darauf seine Partie aufgeben musste. In den nächsten 2 Stunden kam es zu keiner Entscheidung, aber es gab bereits eine Tendenz, welche für die Eisenbahnsportler nichts Gutes verhieß. Franz Huber stellte zwar durch einen Sieg den zwischenzeitlichen Ausgleich her, doch kurz danach verlor Uwe Franke seine Partie am Spitzenbrett ziemlich eindeutig. Dem Remis von Alois Baumgartner folgten dann die spielentscheidenden Niederlagen an den hinteren Brettern durch Simon Moser und Josef Kaltenberger. Georg Färber konnte zwar mit einem sich schon länger abzeichnenden Sieg, etwas „Punktekosmetik“ betreiben, aber die abschließende Niederlage von Holger Paoli, der den richtigen Gewinnweg in einer mutigen Opferkombination nicht fand, machte den 5.5:2,5 Punkte Sieg für die Gastgeber perfekt. Für die Spieler aus dem Bayerischen Wald war dies der erste Sieg in Ihrer Vereinsgeschichte und wurde zu recht ausgiebig gefeiert.
6. Spieltag: SC 1986 Sonnen 1 - ESV Pocking 1 5 : 3
Auch in der vorletzten Runde der Bezirksliga Ost musste der ESV Pocking die Spitzenspieler auf den Brettern 1 und 3 ersetzen. Der Ausfall dieser Spieler war nicht zu kompensieren, zumal der Gegner, SC Sonnen 1986, mit seinen starken „Österreichern“ an den Spitzenbretter in nahezu Bestbesetzung antrat. Schnell wurde klar, dass für den ESV nichts zu holen war an diesem Samstag. Alfons Urlhart verlor, Johann Berchtold und Simon Moser folgten mit dem gleichen Ergebnis und so stand es 3:0. Ein wenig Hoffnung keimte auf, als Holger Paoli seine Partie gewann und Uwe Franke ein Remis am Spitzenbrett beisteuerte. Da die Partien von Georg Färber und Franz Huber gut für die Rottaler standen kämpfte das Team tapfer weiter. Dann aber der endgültige k.o., als Alois Baumgartner seine Partie aufgeben musste. Georg Färber beendete seine Partie siegreich und aufgrund der feststehenden Niederlage willigte Franz Huber trotz Mehrbauern und leicht besserer Stellung in ein Remis ein.