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Hallo liebe Freitagsphilosophierende,
Ich fürchte die Tiere betrachten den Menschen als ein Wesen ihresgleichen das in höchst gefährlicher Weise den gesunden Tierverstand verloren hat als das wahnwitzige Tier, als das lachende Tier, als das weinende Tier, als das unglücksselige Tier. Aber wo hört das Tier auf und wo fängt der Mensch an? Jener Mensch an dem allein der Natur gelegen ist. Denn ich nehme mal an sie hat uns das Bewusstsein “gegeben”. Solange jedoch der Mensch nach dem Leben wie nach einem Glücke verlangt hat er den Blick noch nicht über den Horizont des Tieres hinausgehoben nur das er mit mehr Bewusstsein will was das Tier im blinden Drange sucht. Wir als die verfeinerten Raubtiere, unser Lustgeheul im Siege, unser Raffen im Sommerschlussverkauf, unser Kampfgeschrei im Kriege, unsere Rennen auf der Autobahn, unser gegenseitiges überlisten und niedertreten, unser Geschrei in der Not - all das ist Fortsetzung der Tierheit, als ob der Mensch absichtlich rückgebildet werden sollte, als ob die Natur, nachdem sie so lange den Menschen ersehnt und erarbeitet hat, plötzlich wieder vor ihm zurückschreckt und ihn lieber wieder zurück in Unbewusstheit des Triebes schickt. Schönes Wochenende wünscht Ihnen und Euch, Micha |