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Hallo liebe Freitagsphilosophierende,

Diesen Freitag möchte ich mal meinem Kollegen Peter zu Wort kommen lassen. Er schrieb die heutige Freitagsphilosophie in Anregung durch ein Maifeuer. Lauschen wir also Peter's Gedanken.......

Wie so vieles im Leben, hat auch das Feuer mindestens zwei Seiten. Bei Feuer denken sicher viele an Wärme und eine angenehme Atmosphäre aber vielleicht auch an unerträgliche Hitze oder sogar an “sich verbrennen”.

Am ersten Tag in diesem Monat, es war wunderbares, frühsommerliches Wetter, habe ich endlich wieder mit Freunden ein kleines Lagerfeuer entfacht. Wie so oft, war es ein sehr schöner Abend. Wir sprachen über Gott und die Welt und tranken guten Wein und hörten ruhige und die Sinne ansprechende Musik.

Ich hatte wieder einmal die Gelegenheit, ein Pfeifchen genüsslich zu rauchen, und in dieser Atmosphäre wird dieses sogar im Allgemeinen gern akzeptiert. Es war einfach eine herrliche, entspannte und gelöste Stimmung. “Freunde, ein Stück Brot und ein Glas Wein. Was braucht es mehr, um glücklich zu sein.” (f.n. R. Mey)

Ich legte ab und zu ein Stück Holz nach, immer darauf bedacht, das Feuer in angemessenem Maße am brennen zu halten, aber nicht unnötig hoch auflodern zu lassen.

Als ich so in das Feuer schaute, kam es mir in den Sinn, wie schwer es doch gerade heute ist, Freunde zu finden und vielmehr noch, diese Freundschaften zu erhalten. Besonders gilt dies wohl für Beziehungen, die über eine Freundschaft hinausgehen sollen. Wie kann man das anfängliche, große Feuer der Zuneigung oder gar Liebe über Jahre am brennen halten und wie viel Feuer ist gut, damit man nicht selbst oder den anderen verbrennt?

Ein tolles Feuer zu entfachen ist schon eine Kunst, ein Feuer im ausreichenden Maße am brennen zu halten, ist aber wohl eine weit höhere Kunst.

Zündet Euch ein Feuer an, schaut in die Flammen und denkt darüber nach.

Ich danke Dir Peter und wünsche Ihnen und Euch ein schönes Wochenende.

Take care

Micha