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Hallo liebe Freitagsphilosophierende, Deutschland beging vor einigen Wochen Friedrich Nietzsches 100. Todestag. Warum nur? Friedrich ist nie gestorben. Es gibt Menschen die ewig leben - er gehört zu ihnen. Hier meine Laudatio auf ihn mit seinen Worten. Über das Größte was es auf dieser Welt gibt - die Liebe.
Die Liebe ist der Zustand in dem der Mensch die Dinge am meisten so sieht wie sie nicht sind. Die illusorische Kraft ist dabei auf ihrer Höhe ebenso die versüßende, verklärende Kraft - man erträgt in der Liebe mehr als sonst, man duldet alles. Es gilt eine Religion zu finden in der geliebt werden kann. Damit ist man über das schlimmste im Leben hinaus, man sieht es gar nicht mehr. Angenommen sie liebte mich - wie lästig würde sie mir auf die Dauer werden, und angenommen sie liebt mich nicht - Wie lästig würde sie mir erst dann auf die Dauer werden? Es handelt sich nur um zwei verschiedene Arten des Lästigen - heiraten wir also!!! Alles am Weib ist Rätsel - Alles am Weibe hat eine Lösung Þ Schwangerschaft Þ Ja jene ist hohl und will voll werden und jener ist übervoll und will sich ausleeren und beide treibt es sich ein Individuum zu suchen das ihnen dazu dient. Und diesen Vorgang, im höchsten Sinne verstanden, nennt man beide Male mit einem Worte - Liebe. Und bevor Ihr mich jetzt für diese Freitagsphilosophie lyncht, bedenkt also folgendes: EINES Tages war Micha unter einem Feigenbaume eingeschlafen, da es heiß war, und hatte seine Arme über das Gesicht gelegt. Da kam eine Natter und biss ihn in den Hals, so dass Micha (oder wollen wir ihn Zarathustra nennen) vor Schmerz aufschrie. Als er den Arm vom Gesicht genommen hatte, sah er die Schlange an: da erkannte sie die Augen Zarathustras, wand sich ungeschickt und wollte davon.,, Nicht doch", sprach Zarathustra; ,,noch nahmst du meinen Dank nicht an! Du wecktest mich zur Zeit, mein Weg ist noch lang." ,,Dein Weg ist noch kurz", sagte die Natter traurig; ,,mein Gift tötet." Zarathustra lächelte.,, Wann starb wohl je ein Drache am Gift einer Schlange?'' - sagte er.,, Aber nimm dein Gift zurück! Du bist nicht reich genug, es mir zu schenken." Da fiel ihm die Natter von neuem um den Hals und leckte ihm seine Wunde. Ich wünsche Ihnen und Euch ein schönes Wochenende, Micha |