Berlin - Ballon - Wettringen

 

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Friedensschule Wettringen. > > Morgens um halb sechs hatte sich die Bundessiegergruppe des Projektes "24 Stunden für morgen- macht es wahr" der Wettringer Friedensschule auf den Aa-Wiesen versammelt und wartete nach mehrfachen Terminverschiebungen auf die drei Autos mit Anhänger der Fa Schellhove aus Greven, die sie im Ballon schließlich als endgültige Sieger in den Himmel des Münsterlandes fahren sollte. Nach positiver Rückmeldung des Flugplatzes mit den passenden Wetter- und Windinformationen - "Ihr wollt ja schließlich wieder heil herunterkommen!" so der Chef der Ballongruppe, Franz-Josef Schellhove - ging es zügig ans Ausrollen der 1400 Quadratmeter Ballonhülle, ans Befestigen der Körbe und das Anschließen der 4 Gasflaschen sowie an das Hereinpusten der heißen Luft,  so dass man gegen viertel vor sieben in 3 Ballonen mit jeweils 4 Besatzungsmitgliedern über das Wettringer Schulzentrum  Richtung Südosten fahren konnte.

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"Merkt euch das , es heißt fahren, nicht fliegen - früher gab´s das Wort fliegen noch gar nicht für diese Art des Transportes", erklärten Franz-Josef, Peter und Jörg Schellhove, die Betreiber des Grevener Ballonunternehmens den Mitfahrern. Man konnte sich sicher fühlen in ihrer Begleitung und ihren Erfahrungen der Deutschen Meisterschaften, Europameisterschaften und mehrfachen Weltmeisterschaftsteilnahmen. Weit oben in einer Höhe von über 400 Metern fuhren die Ballone schnell mit über 20 Stundenkilometern, langsam , fast den Boden berührend , auf die anderen wartend, so dass Sarah-Ann Rösler mit einer während der Fahrt gepflückten Rapspflanze am Ende der Fahrt die Mitschüler staunen lassen konnte.  Man kam auf Rufweite zu den anderen Ballonen, unterhielt sich mit verschlafen schauenden Menschen auf der Straße und auf Bauernhöfen, man staunte über die Rapsfelder, die in der aufgehenden Sonne im herrlichsten Gelb leuchteten, lachte über die Hasen, die im Zickzack vor dem großen Feind aus der Luft über die Felder hetzten, wohingegen die Kühe unbewegt den vorbeifahrenden Gästen hinterherschauten.

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Die zu Beginn der Fahrt noch im Dunst liegende verschlafene Heimat Wettringen, das Steinfurter Schloss, das Bagno und die Städte Horstmar und Laer lagen in der vom Wind vorgegebenen Richtung , der die drei Ballone schließlich nach anderthalb Stunden in der Nähe von Havixbeck wieder landen ließ, punktgenau auf einer Straße und auf zwei Wiesen. " Wenn ihr die Ballonhülle nicht richtig zusammenfaltet, habt ihr heute nachmittag doch einiges zu bügeln", drohte einer der Piloten den glücklichen Projektgewinnern an, die daraufhin mit Sorgfalt und der Hilfe der Begleitmannschaft, die mit ihren Autos ständig über Funk und Sichtkontakt den Flug begleiteten und schnell zur Stelle waren, die 20 Meter Nylonstoff zusammenrollten . 

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Zurück am Ort des Startens mussten natürlich alle Teilnehmer noch die Ballontaufe über sich ergehen lassen, die mit dem Nachsprechen des Ballonfahrergebetes noch glimpflich begann, schließlich aber mit dem Abflämmen einer Haarlocke und dem anschließenden Löschvorgang durch Sekt schon etwas handgreiflicher wurde.

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Jeder der Teilnehmer bekam eine Ballonfahrturkunde, die in mit einem phantasievollen Namen auswies. " Wenn ihr die Namen innerhalb eines Tages nicht behaltet, kostet das bei jedem Treffen freies Trinken für die Ballonmannschaft", kündigte wieder Franz-Josef Schellhove an. Das dürfte bei einem Namen wie "Fürstin Margarete, an der Friedensschule mutig aufgefahrene liebliche Luftfee und Himmelsstürmerin in der Morgensonne des Münsterlandes"", mit dem sich die Organisatorin der Projektgruppe, Margarete Zumkley, schmücken darf, nicht so ganz einfach sein.  Mit einem von der Schulleitung vorbereiteten Frühstück für alle ging ein weiteres Highlight für die Sieger aus Berlin zu Ende, die sich Mitte Mai noch einmal auf Einladung aus Düsseldorf im dortigen Landtag mit ihrem Projekt zeigen dürfen. > > chris > >

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