| Friedensschule Wettringen Soziale Kompetenzen
Der Umgang mit den Schülern an der Friedensschule ist das
Resultat einer fortlaufenden Auseinandersetzung mit den Bedürfnissen der Schülerschaft. Es ist wichtig, jeden einzelnen Schüler als Mensch mit seinen
eigenen Bedürfnissen ernst zu nehmen und ihn in seinem So sein zu
akzeptieren. In einer freundlichen Atmosphäre (ansprechend gestaltete
Räumlichkeiten, annehmendes Verhalten, persönliche Ansprache,...) sollen die Schüler
Schutz und Sicherheit erfahren und Vertrauen entwickeln. Vorrangig ist also zunächst die
Beziehungsarbeit. Für die Arbeit ist es besonders wichtig, unverständlich
erscheinende Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen (unter Berücksichtigung der
Lebensgeschichte und aktueller Problemlagen) zu verstehen und so einen Zugang zu ihnen zu
finden. Der Ansatz der Arbeit liegt so nicht nur beim Schüler, sondern auch im konkreten
Einbezug des beteiligten Umfeldes und in der kooperativen Arbeit mit anderen Professionen.
(Zusammenarbeit mit den Eltern, Lehrern, der Schulsozialarbeiterin,
Jugendhilfeeinrichtungen,...) Es wird davon ausgegangen, dass Entwicklungsfortschritte nur
dadurch möglich werden, wenn in bedeutsamen Situationen alternative Verhaltensweisen
entwickelt und erprobt werden. Daher werden aktuelle, brennende Konflikte nicht
harmonisiert, sondern direkt ausgetragen und eine Lösung zugeführt. (Die Schüler werden
so dazu angehalten, sich eigene Gedanken zu ihrem Verhalten und deren Folgen zu machen und
diese gegebenenfalls auch zu Verschriftlichen.) Ausgehend von einer ständigen Veränderung der Bedingungen und
besonderen Aufgaben, die durch sich ständig ändernden Lebenswelten der Schüler
entstehen, wird immer wieder gemeinsam nach Möglichkeiten gesucht, die Förderung der
Schüler unter den jeweiligen Bedingungen zu optimieren. Der alltägliche pädagogische Arbeit liegt die Annahme
zugrunde, dass das Verhalten der Schüler nichts anderes als Hilferufe an die Erwachsenen
sind, mit denen die Schüler auf ihre Situation aufmerksam machen möchten. Daher sind aus
Schülersicht die in der Familie, Schule und anderswo auftretenden
Verhaltensauffälligkeiten ein notwendiges und sehr sinnvolles Verhalten. Seit dem Schuljahr 2004 wird die Friedensschule durch eine
sozialpädagogische Fachkraft unter anderem bei der Förderung der sozialen Kompetenz der
Schüler unterstützt. Sie unterstützt das Lehrerkollegium in folgenden Bereichen: Grundlagen der Arbeit: · Entwicklung der Sozialkompetenz -
Beziehungen schaffen und
aufrecht erhalten können -
In einer Gruppe angemessen
eigene Interessen vertreten können -
Wahrnehmung von
Gruppengeschehen · Entwicklung der Ich Kompetenz -
Stabilisierung der eigenen
Persönlichkeit -
Stärkung der
Selbststeuerung -
Bedürfnisse und Interessen
entwickeln, erkennen und äußern -
Wahrnehmung der eigenen
Befindlichkeit · Entwicklung der Sachkompetenz -
Lerntechniken entwickeln -
Arbeitshaltung aufbauen -
Ausdauer und Motivation
entwickeln -
Sorgfalt und Ordnung
erlernen Praktische Umsetzung: · Arbeit
mit der Klassengruppe -
Projekte mit der ganzen
Gruppe und differenzierten Gruppen (Training der Sozialkompetenz in Kl.5, Anti Raucherkurs in Klasse 6, Mädchenprojekt in Klasse 8, Selbstbehauptungstraining in Klasse 9 Anti Gewalt Training in Klasse 9...) -
Pause mit aktiven Angeboten -
Gemeinsame Erfahrungen
(Klassenfahrten, Ausflüge...)
· Arbeit mit dem einzelnem Schüler -
Konkrete Hilfe in
Konfliktsituationen -
Vermittlung von Diensten
anderer Institutionen -
Feedback Gespräche -
Individuelle Absprachen -
Unterstützendes
konsequentes Nachhalten der zu erledigenden Arbeiten Um das Verhalten und die Entwicklung des einzelnen sowohl für
den Schüler als auch für andere Professionen transparent zu machen, erhält jeder
Schüler zusätzlich zum Zeugnis ein Zusatzzeugnis, in dem das Arbeits- und Lernverhalten
und das Sozialverhalten beurteilt werden. (Anlage)
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