Schriftzug in Fraktur - zugegeben mit falschem S, aber es ging nicht anders
Marienburg: ein Erker des Hochmeisterschlosses

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Ermland-Karte von 1755
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Das Amt Fischhausen 1783 (eine Reisebeschreibung)
Fischerleben auf der Frischen Nehrung 1907
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dat weerd noch ...

 
Was ist Ostpreußen ?

  • ein Land irgendwo in Polen ?
  • ein Stück deutsche Geschichte, so ungeliebt wie der Rest ?
  • ein wenig Sentimentalität und Tränen ?
  • ein Eroberungsgebiet der Deutschen ?
  • ein Teil der Wiedergutmachung ?
  • ein altes Anhängsel Deutschlands ?
  • ein Hinterwäldlerland, um das man nicht traurig sein muß ?
  • ein Sündenbock für Deutschland ?
  • ein antiquarisches Stück fürs Museum ?

Von all dem ist manches wahr - und nichts wahr. Denn Ostpreußen ist ein Teil Deutschlands, ganz ähnlich wie die Pfalz oder Westfalen oder auch das Elsaß ein Teil Deutschlands sind. Anders also als z.B. Italien, das uns kulturell so viele Vorbilder und Momente gegeben, aber mit uns politisch und ethnisch sehr viel weniger gemeinsam hat.

Ostpreußen ist zum weit überwiegenden Anteil von Deutschen besiedelt und in jahrhundertelanger Arbeit von einem wilden, sowohl sumpfigen als auch sandigen Land zwischen zwei großen Flußdeltas, die es von seinen Nachbarn mit natürlichen Grenzen abschieden, hin zu einem reichen Agrarland entwickelt worden. Agrarland auf der einen Seite, aber auch ein Land, das mit seinen Städten Elbing und Memel, vor allem aber Königsberg Deutschland mehr als nur ein paar kulturelle Impulse gegeben hat. Ostpreußische Städte waren mehrmals sichere Horte in den Kriegszeiten, in denen das ganze andere Deutschland von Krieg überzogen war oder unter Fremdherrschaft stand, und von denen aus dann die Befreiung maßgeblich betrieben worden ist.

Aber nicht nur von Deutschen wurde Ostpreußen besiedelt, wie übrigens auch der Rest Deutschlands selbst: Es verbanden sich im Preußenland bereits seit dem 14. Jahrhundert und nach einer abermals nötigen Besiedlung seit dem frühen 18. Jahrhundert Menschen unterschiedlichster Herkunft aus vielen Teilen Deutschlands, auch aus dem Elsaß und Lothringen, aus Holland, aus Frankreich, aus dem Salzburger Land, aus Litauen, aus dem nördlichen Polen, sogar einige wenige aus Russland, einschließlich der längst eingedeutschten Nachkommen der prußischen Ureinwohner nach der preußischen Idee zu einem eigenen deutschen Teilvolk. Durch die Flucht 1945 und die anschließende in Willkürbrutalität betriebene Vertreibung sind diese etwa 2 Mio. Menschen in alle Welt verstreut worden. Ostpreußen leben in Kanada, England, Dänemark, den USA, Australien, der allergrößte Teil natürlich im restlichen Deutschland, insbesondere Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

junge Trakehner (Remonten) in Ostpreußen

Die Ostpreußen sind unter uns, auch wenn sie unerkannt sind, ein Teil lange Zeit, bis zum Zusammenbruch der DDR nicht einmal sagen durfte, daß sie aus Ostpreußen seien, sie einfach das getan haben, was zum Neuaufbau Deutschlands nötig war, hofften und warteten, so lange bis es ihnen immer klarer wurde, daß sie vergessen bzw. von den politischen Führern des jetzigen Deutschlands quasi verkauft worden sind.
Keitelkahn vom Kurischen Haff Ostpreußen so wie es einmal war, ist aus mehrfachen Gründen nicht wieder herzustellen. Aber es gäbe andere Hoffnungen, wenn nicht die Unwissenheit über diesen Teil Deutschlands mittlerweile so groß geworden wäre, daß für viele jüngere Deutsche Ostpreußen nicht nur ein nostalgischer Trip in 'die Masuren', sondern ein wunderbares Fenster in ihren eigenen Urspung wäre. Viele stammen da her, vieles in Deutschland hat Vorbilder und manches nahm seinen Ausgang im alten Preußenland, so daß man wirklich sagen kann: Ostpreußen ist ein Schmerz für die, die es kennen und ein Verlust für ganz Deutschland.

Auf diesen Seiten soll nach und nach ein wenig mehr von Ostpreußen, seinen Menschen, seiner Entwicklung und seinem Schicksal wie auch dem seiner Landeskinder gezeigt werden. Da dies ein rein privates 'Projekt' ist, gibt es leider einige mehr beschränkende Faktoren, so daß nur allmählich Neues hinzukommen wird.


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