Wado Ryu

Tantotori Kumite, hier Ohtsuka in
der traditionellen Kleidung (Hakama)
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Wado Ryu

WA = Frieden, Harmonie
DO = Weg in philosophischen Sinne
RYU = Schule
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Prof. Hironori Ohtsuka geb.1.
Juni 1892
Begründer des Wado Ryu Karate
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Wado Ryu ist eine der vier großen
japanischen Stilrichtungen und wurde von H. Ohtsuka gegründet.
Dieser war ein Meister des Jiu-Jutsu, eine in Japan ausgeübte
Kampfkunst, die ebenso wie das Okinawanische Karate von
der Chinesischen Kampfkunstbeeinflusst war.
1922 begegnete Ohtsuka Meister Funakoshi
und wurde sein Schüler. Er blieb acht Jahre bei ihm,
bis er sich schließlich von ihm im einvernehmen trennte,
um seinen eigenen Stil zu entwickeln. So entstand 1934 das
Wado Ryu.Meister Ohtsuka hatte sehr eigene Vorstellungen
von Kampfkunst. In erster Linie beseitigte er alle weitausholenden
Bewegungen, verkürzte die Stände und veränderte
jene Techniken die mit einem großen Aufwand an Energie
verbunden waren. All diese Techniken wandelte er in Bewegungsformen
um, in denen Ökonomie möglich war, um höchste
Wirksamkeit zu erzielen. Man sagt er hätte dabei das
Bewegungsbild alter Menschen studiert und bei diesen die
Verbindung zwischen Vernunft und Wirksamkeit festgestellt.
Entsprechend diesem Prinzip wird im Wado Ryu der Hauptakzent
auf die Bewegung des Rumpfes (des Zentrums) gelegt. Das
Resultat dieser Überlegung war eine Kampfkunst, die
viele verschiedene Formen des Tai Sabaki (Yokeru Koto) enthält.
Die Bewegungen im Wado Ryu werden wesentlich enger und als
z.B. im Shotokan geführt, sie sind weniger direkt und
betonen das Ausweichen. Auch findet man im Wado Ryu viele
Parallelen zum Aikido, Jiu Jutsu und Kendo.
Technisch gesehen, beruht das Wado Ryu auf Anwendung
von drei Prinzipien
( Sanmi ittai )
Ten i
Veränderung der Stellung
Ten tai
Gewichtsverlagerung des Körpers
Ten gi
Anwendung der Technik
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.
Wie bereits erwähnt wird eine besondere Betonung
auf das Ausweichen gelegt. Hier unterscheidet man
innerhalb des Stils drei grundsätzliche Regeln
Nagasu
fließen lassen
Inasu
ausweichen
Noru
mitgehen
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Das Ausweichen ist fast immer von einem präzisen Schlag
(Atemi) auf einen vitalen Punkt begleitet und endet sehr
oft mit einem Wurf.
Shuhari
Der Fortschritt eines Karatekas vollzieht
sich in drei Stufen:
1. Lernen 2. Abweichen 3.
Sich entfernen
zunächst muß man versuchen,
alles zu behalten, was der Lehrer beizubringen versucht.
Dazu gehört z. B. die korrekte Technik. Erst
wenn diese vollständig gelungen ist, ist es möglich,
allmählich zu versuchen, darüber hinaus
zu gehen. Um Möglichkeiten zu finden, sich selbst
zu entwickeln, um sich schließlich von seinen
früheren Erfahrungen zu entfernen. Die ist der
Fortschritt im Karate – Leben und zugleich seine
Philosophie.
Othsuka sagte zur letzten Stufe:
Erschaffe noch etwas vortrefflicheres Neues.
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Shingi ichinyo
Dieser Ausdruck bedeutet,
daß der Geist durch das Training
von Techniken geschult werden muß und umgekehrt
die Technik durch das Training des Geistes vervollkommnet
wird. Dies ist die wichtigste Regel des Karate. Wir
sollten uns also dem Training von Techniken genauso
widmen wie der Schulung des Geistes.
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Hironori Ohtsuka
(Gründer des Wado Ryu)
Der Weg ist das Ziel
Der Weg des Karate-Lernens heißt Do. Es ist
der philosophische Grundsatz, dessen Ursprung auch
in der Zen-Philosopie zu finden ist.
Kara = leer, unbewaffnet, Te = Hand , Do = Weg,
philosophischer Grundsatz
Karate heißt frei übersetzt : die leere,
unbewaffnete Hand.
Karate ist eine alte geheime Kampf-
und Kriegskunst, die sich unter chinesischen Einflüssen
auf der japanischen Insel Okinawa entwickelte. Erst
1922 wurde Karate in Japan der Öffentlichkeit
vorgestellt. Durch Einführung von Regeln wurde
aus der einstmals geheimen Kriegs-und Kampfkunst
der heutige Kampfsport. Dabei wurde die Philosphie
der Kampfkunst, nach der die geistige und körperliche
Vervollkommnung der Übenden das oberste Ziel
ist, als Weg (Do) und geistiger Inhalt beibehalten.
Im Karate wird mit verschiedenen Körperteilen,
die als natürliche Waffen eingesetzt werden,
punktgenau auf empfindliche Körperstellen der
Gegner getreten, gestoßen und geschlagen -
es werden aber auch Hebeltechniken, Würfe und
Haltetechniken angewendet - und solche Angriffe
entsprechend abgewehrt.
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Wado – Ryu – Karate
Wa = Frieden; Do = Weg; Ryu = Schule
Wado-Ryu-Karate, das von Sensei Hironori
Ohtsuka (1892 - 1982) entwickelt wurde, stellt eine Kombination
japanischer Kampfkünste (Yagyu Kenjutsu, Yoshinryu
Jiu-Jitsu Kempo) mit dem aus Okinawa stammenden Karate dar,
das Othsuka Sensei von Funakoshi Sensei, Mabuni Sensei und
Motobu Sensei lernte. Das technische Repertoire der Stilrichtung
umfaßt daher aus dem Jiu-Jitsu Techniken wie Hebel
und Würfe und aus dem Karate Tritte, Blocks, Schläge
und Stöße.
Der Name Wado-Ryu zeigt an, daß sich
diese Kampfkunst als Teil der japanischen Do-Künste
versteht, deren Übungsziel der innere Frieden für
den einzelnen und damit letztendlich für die Gesellschaft
ist.
Die dem Wado-Ryu zugrundeliegenden Bewegungsprinzipien,
wie z.B. Ausweichen und Mitführen der gegnerischen
Technik bei einem Angriff, Eindringen in den Angreifer und
Kontrolle des Gegners sowie fließende Übergänge
zwischen den einzelnen Techniken, sind denen der anderen
japanischen Budokünste wie Kendo, Judo oder Aikido
verwandt. Technisch läßt sich Wado-Ryu wie folgt
beschreiben:
1. Kampfführung und Technikausführung
erfolgen möglichst rationell, wobei folgende Prämissen
gelten:
- keine falsche und überflüssige
Technik
- keine überflüssige Bewegung
- kein überflüssiger Kraftaufwand.
2. Es wird größtmögliche
Mobilität angestrebt, was sich unter anderem darin
zeigt, daß man versucht, den Körperschwerpunkt
dauernd zu kontrollieren, wobei die Stellungen im Vergleich
zu anderen Stilen relativ hoch und kurz sind, um auf Angriffe
aus allen Richtungen reagieren zu können.
3. Abwehr bzw. Angriff und Positionsveränderung
erfolgen gleichzeitig, so daß kein Zeitverlust eintritt,
wobei die Kontertechniken immer auf vitale Punkte (Kyusho)
des Angreifers gerichtet sind.
Im Wado-Ryu wurden ursprünglich folgende
Katas gelehrt: Pinan 1-5, Kushanku, Naihanchi, Seishan und
Chinto. Heute werden daneben noch weitere Katas wie z.B.
Bassai oder Wanshu geübt. Weitere wichtige Übungsformen
im Wado-Ryu sind: Tantodori (Messerabwehr), Kihonkumite,
Tachidori (Schwertabwehr) und Idori (Abwehr in Seiza gegen
verschiedene Angriffe).
mehr zu Teruo Kono
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