Zeitungsbericht zum Thema Sportheimneubau

 

Seit über zwei Jahren wird beim TSV Neumarkt über den dringend notwendigen Neubau eines Sportheimes für die Fußballer diskutiert. Im Jahre 1973 wurde als Gemeinschaftswerk durch Fußballer und Gönner ein Sportheim- Neubau mit Dusch-, Umkleideräumen und Waschgelegenheiten geschaffen, das längst den Erfordernissen nicht mehr entspricht. Nur wenige Tage nach der TSV-Generalversammlung, bei dem der Hauptverein eine neu erstellte Planung vorstellte, war dieses Vorhaben bei der Fußballer- Generalversammlung ein brisantes und heiß erörtertes Thema. Es gab selbstverständlich viele Diskussionsbeträge, die sachlich geführt wurden. Geärgert hat jedenfalls die Fußballer sehr, dass sie vom neuen Plan einer viel zu teuren Halle nicht informiert waren, sodass kein einziger Wortbeitrag sich für die Halle aussprach und das neue TSV- Vorhaben als unverständlich und unverantwortlich bezeichnet wurde. Als erster Sprecher meldete sich Kassier Max Spirkl und sagte wir brauchen dringend neue Umkleidekabinen und keine so teure Halle. Warum wird das Vorhaben immer wieder um Jahre verzögert und 180 Grad-Wanderungen vorgenommen, so Peter Schatz. Dies war dann für Zweiten TSV- Vorstand Fritz Lobner für seinen an diesem Tag schweigsamen Vorstand Harry Eberl zum Thema Neubau Stellung zu nehmen und viele Punkte aufzuzählen, die den neuen Planentwurf erforderlich machten und Geld für die Finanzierung aufzutreiben. Der Hauptverein sei für alle fast 1500 Mitglieder da und nicht nur für 250 Fußballer, so Lobner. Die alte Turnhalle könne nur montags vom TSV benutzt werden und sollte der Schulsportbetrieb künftig bis 17 Uhr stattfinden, fehlen von den benötigten etwa 85 Übungsstunden dem TSV etwa 35 Ausweichstunden, die in der neuen Halle dann zur Verfügung stünden. Fritz Lobner zeigte Fakten auf, wobei bei den unzähligen Beratungen des Arbeitskreises auch Fachleute hinzugezogen wurden. Der Vorschlag Bahnhofbenutzung könne nicht realisiert werden, denn dort fehlen Dusch- und Umkleideräume, Toilettenanlagen und auch für die Aerobic eine Spiegelwand. Schließlich müsse der TSV allen 10 Abteilungen gerecht werden. Seit wenigen Tagen erhoffen sich TSV und Stadt, dass Neumarkt im Monat Mai aus dem Konjunkturpaket Nummer 2 der Regierung Gelder für die Renovierung der alten Turnhalle erhält, sodass neue Fakten auftreten würden. Unumgänglich wäre eine Beitragserhöhung je nach Bausumme von monatlich 1 Euro bis 1,50 Euro, so Michael Behrens, die von allen Mitgliedern des TSV zu tragen sind. Angesprochen wurden die von allen TSV- Mitgliedern zu erbringenden Eigenleistungen, wobei Lobner 15.000 Stunden, Betrag wäre etwa 17 Prozent der gesamten Bausumme, vorsichtig nannte. Sehr interessant waren dabei Anzahl der Arbeitskräfte, Stundenzahl und Zeitdauer, bis das neue Vereinsheim mit Halle fertig gestellt ist. Dies zu bewerkstelligen ist dringend ein Projektleiter erforderlich. Bürgermeister Erwin Baumgartner berichtete vom neuen Plan, der vor kurzem sehr kritisch im Bauausschuss diskutiert wurde. Zur Planung bat er die Verantwortlichen das Bauvorhaben zu forcieren und zu entscheiden braucht der TSV überhaupt die drei gewünschten Hallen. Nachdem nur sehr wenige der Fußballabteilung den neuen Plan Vereinsheim mit Halle, deren Kosten etwa bei 758.000 Euro liegen, gesehen hätten war natürlich die Enttäuschung groß, dass der Plan nicht vorgelegt werden konnte. Das Stadtoberhaupt darauf hin, dass er einen Plan der Firma Fertigbau Haas erstellen ließ und das Sportheim schlüsselfertig 355.000 Euro netto kosten würde. Eigenleistungen des 9,61 Meter breiten und 31,74 Meter langen Gebäudes mit Aufenthaltsräumen, einer 24,17 Quadtratmeter und vier zu je 13,99 Quadtratmeter großen Umkleidekabinen könnten erbracht werden bei den Baumeisterarbeiten wie Betonplatte (Kosten circa 55.000 Euro)und bei der Haustechnik (Kosten circa 58.000 Euro). Dieser Vorschlag könne als Königsweg betrachtet werden und stelle eine Alternative dar. Erwin Baumgartner sicherte als Zuschuss 20 Prozent zu, wobei der von der Stadt gekaufte Grund mit angerechnet wird. Für die Baumaßnahme sei auch eine Bürgschaft durch die Stadt von 500.000 Euro erforderlich. Aufgerufen wurde zu einem „Miteinander“ und die Planung gemeinsam zu einer guten Lösung zu bringen. Wichtig sei Lösungen zu suchen und zu finden. Das Ziel könne nur erreicht werden mit „Abspecken“, denn bei einer Finanzierung sollte der Grundsatz gelten was brauchen wir und was ist auch machbar.