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Die Autoren stützen sich auf die anthropologische Grundannahme, daß lebenslanges Lernen ein Wesenszug des Menschen ist. Nur lernend kann er sich im Leben behaupten und sich von einem Natur- zu einem Kulturwesen entwickeln. Nach Ansicht der von Alfred Adler begründeten Individualpsychologie ist der Mensch als soziales Wesen auch beim Lernen auf gute zwischenmenschliche Beziehungen angewiesen. Wir lernen dort und dann am besten, wo wir lieben können. Auch lassen wir uns nur von gefühlsmächtigen und beziehungsfähigen Eltern, Lehrern oder Mentoren für das Lernen begeistern. Deshalb muß das Lernen in eine Gefühlspädagogik eingebettet werden, so daß Optimismus, Mut, Sozial- und Kulturinteresse wachsen können. Nur ein von „guten Gefühlen" getragenes Lernen, ermöglicht die Personwerdung. Sie sind die Voraussetzung, unter der sich der Mensch zum Mitmenschen entwickeln kann.
Da der Charakter auch das Lernschicksal prägt, werden
Erkenntnisse der tiefenpsychologischen Charakterlehre einbezogen. – Lernstörungen
und -hemmungen können, weil sie charakterlich verankert sind, nur
durch Wandlung und Entwicklung der Gesamtpersönlichkeit gemildert
werden. Im Erwachsenenleben geschieht dies mit Hilfe von Psychotherapie.
Die Herausgeber:
Gerda Siebenhüner ist Diplom-Psychologin und arbeitet als
Psycholanalytikerin in eigener Praxis.
Hartmut Siebenhüner ist Diplom-Handelslehrer und Diplom-Psychologe.
Interessenten: Lehrer, Pädagogen, Eltern, Schüler, an kulturellen und psychologischen Fragestellungen Interessierte, Psychologen, Psychotherapeuten, an Tiefenpsychologie und Individualpsychologie Interessierte.
Verlag Königshausen und Neumann, Würzburg
238 Seiten, Broschur mit Fadenheftung Format 23,5 x 15,5 cm
ca 39,80 DM, Erscheinungstermin Mai 2000
ISBN 3-8260-1737-4
Email-Adresse des Verlages: verlag-KuN@t-online.de