Das Perpetuum mobile und wie es doch funktioniert

Seit dem 13.Jahrhundert wurde versucht, ein Perpetuum mobile zu bauen (eine Maschine, die ohne Energiezufuhr von außen arbeitet). Dann gab man es auf, weil führende Wissenschaftler der Meinung waren, daß soetwas nicht möglich wäre, bis ich am 08.04.97 die Idee wieder aufgriff.

Wie ich überhaupt auf die Idee kam

Wie es inder Praxis funktioniert

Wo es noch Probleme gibt

Zum Inhalt

Wie ich überhaupt auf die Idee kam

Als Schüler hat man ja bekanntlich nicht allzuviel Geld zur Verfügung, man spart also schon mal am Netzteil des PCs. Meines hat einen Äußerst lauten Lüfter, der zudem Unmengen an Strom verbraucht. Deshalb suchte ich verzweifelt nach einer Möglichkeit dieses Problem zu lösen. Ich dachte an einen kleinen Kernreaktor, da ich neben einem Forschungsreaktor wohne (bald wird ein neuer Reaktor in Betrieb genommen) und somit die Bestellungen für Brennstäbe persönlich aufgeben kann, aber die abgebrannten Brennstäbe kann man bei uns am Wertstoffhof nicht abgeben. Auch einen kerosingetriebenen Lüfter zog ich vorerst in Betracht, denn der Flughafen ist auch nicht viel weiter weg als der Reaktor, doch leider sind die Wände in meiner Rechenzentrale weiß, aber bei der Verbrennung von Kerosin entsteht viel Ruß...

Das Prinzip der Turbine gefiel mir jedoch und da der Prozessor genug Wärme entwickelt, entschied ich mich dazu, die Turbine mit der Abwärme des Prozessors zu betreiben.

Wie es inder Praxis funktioniert

Turbinen-Bild

Die Turbine funktioniert wie jede andere, die Wärme wird jedoch nicht durch Verbrennung von Treibstoff erzeugt, sondern durch einen Intel 486DX2/66. Theoretisch müsste die Turbine auch mit AMD- oder Cyrix-Prozessoren betrieben werden können, dies wurde jedoch noch nicht getestet.

Nach 2-3 Minuten Betrieb wird ein Generator zugeschaltet, der Strom erzeugt, mit dem dann der Prozessor betrieben werden kann. Durch neue Hochtemperatursupraleiter wird in den Leitungen keine Energie verloren, da die Leitungen bis 90°C (rechter Winkel) keinen elektrischen Widerstand aufweisen. Solche Leitungen wurden auch für den Generator verwendet. Um die Maschinerie in Gang zu setzen muß anfangs jedoch Energie zugeführt werden, damit der Generator in Bewegung kommt. Danach läuft jedoch alles ohne Energiezufuhr von außen, also ein perfektes Perpetuum Mobile.

Wo es noch Probleme gibt

Aufgrund der hohen Drehzahlen, mit der die Turbine nach ca. 5 Minuten Betrieb läuft (bis 10000 auf einem 486er) erfordern ein Loch im Gehäuse mit mindestens 10 cm², damit das Gehäuse nicht durch den äußeren Luftdruck zerquetscht wird.

Die Apparatur füllt meine halbe Rechenzentrale (60 m³ (Kuhpikmeter) inklusive des durch die nach innen öffnende Tür versperrten Raumes).

Die Produktionskosten belaufen sich auf 2 Millionen Mark pro Stück, in der Serienfertigung werden sie sich jedoch um ca 98% auf 40.000 DM senken lassen.

Das System läuft nur ca. 10.000.000.000 Stunden, bis die Elektronen aufgrund von Abnutzung ausgewechselt werden müssen. Sie sind dann durch die ständigen Temperaturschwankungen spröde geworden. ACHTUNG: Alte Elektronen gehören nicht in die Mülltonne, sie müssen als Sondermüll entsorgt werden.

Mit 1024 dB Geräuschpegel ist dieses Lüftungssystem genauso laut wie mein altes.

Zum Inhalt