Fingerhut
Digitalis purpurea
Attraktive Wildstauden mit fingerhutförmigen Blütenglocken;
giftig
Standort:
halbschattig bis sonnig; durchlässiger Boden
Wuchshöhe: 60- 180 cm
Blütezeit: Mai - August
Vermehrung: durch Aussaat oder Teilung
Digitalis
purpurea, der Rote Fingerhut, ist die bekannteste Art und bei uns
auch heute noch oft in der freien Natur zu finden. Die schlanken
Blütenstände erreichen eine Höhe von 1,20m, die purpurnen
Blütenglocken weisen im Innern dunkle Flecken auf. Eine beliebte
Gartensorte ist 'Gloxiniaeflora', eine großblumige Mischung
in roten, rosafarbenett und weißen Tönen. Daneben gibt
es eine Form mit hellgelben Blüten: 'Gelbe Lanze'. D. purpurea
wächst in der Regel nur zweijährig, muss also jedes Jahr
neu herangezogen werden. Oft sät er sich allerdings auch selber
aus.
Rund
20 Arten dieser Gattung aus der Familie der Rachenblütler (Scrophulariaceae)
sind vom westlichen europäischen Raum bis ins mittlere Asien
verbreitet. Meist handelt es sich um winterharte, aber kurzlebige
Gewächse mit rosettenförmigen Blattschöpfen und hohen
Blütenkerzen im Früh- oder Hochsommer. Der Name »Fingerhut«
bezieht sich auf die Form der einzelnen Blütenglocken, die,
je nach Art, 5 cm und länger werden können und auf den
Innenseiten oft apart getupft oder geadert sind. in der Heilkunde
hat der Fingerhut als Mittel gegen Herzleiden große Bedeutung,
unsachgemäß verwendet kann er aber gefährlich sein,
da er sehr giftig ist. Besonders die Blätter enthalten Giftstoffe
und sollten deshalb nicht in die Hände von Kindern gelangen.
Alle Arten brauchen Halbschatten oder Sonne sowie durchlässigen
Boden. Verwelkte Blütenstände kurz über der Blattrosette
abschneiden. Zweijährige Arten jedes Jahr im Juni neu aussäen,
bzw. die Samenstände stehen lassen, bis die Samen ausgefallen
sind.
Digitalis passt gut in naturbelassene Gartenpartien, an den Gehölzrand,
in Waldgärten zusammen mit Farnen und anderen Waldstauden.
Zuchtformen des Roten Fingerhut passen auch in die Staudenrabatte,
Vermehrt wird durch Aussaat im Frühsommer, ausdauernde Arten
auch durch Teilung.
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