
Mineralbad
Auch waren es Mönche des
Iburger Klosters, die einst die Heilwirkung eines Quellwassers an
der jetzigen Hagener Straße erkannt haben und es zu Trink- und
Badekuren benutzt haben, dem späteren "Mineralbad
Iburg" - auch bekannt unter
dem Namen "Schwefelbad" und "Mineralbad
Bäumker". Bei Ausschachtungsarbeiten an der Quelle wurde
ein aus Eichenholz gezimmerter Brunnen und innerhalb desselben
irdene Pfeifen und Gläser entdeckt.
Eine erste Analyse durch das Labor Dr. Wilhelm Thörner in
Osnabrück diagnostizierte ein schwefelhaltiges
Calcium-Sulfat-Wasser - ein sog. Schwefelbitterwasser.
1925 wurde direkt über der Quelle ein Badehaus errichtet und der
Badebetrieb mit vier hölzernen Wannen begonnen. Die in der
Iburger Schwefelquelle enthaltenen Karbonate wirkten auf den
menschlichen Organismus anregend und förderten die
Blutzirkulation, übten somit einen heilsamen Einfluß auf Leiden
rheumatischer Art. Der hohe Gehalt an verflüchtenden
Schwefelwasserstoffgasen bei Erwärmung des Wassers - das
Thermalwasser hatte eine Austrittswärme von ca. 9° C - war so
auffallend, daß man ihn beim Betreten der Badezellen
eindringlich wahrnahm.
Geöffnet war das Bad von Mai bis November täglich von 8.00 Uhr
bis 19.00 Uhr, in den Wintermonaten war das Bad nur samstags
geöffnet. 1949 kostete ein Heilbad 1,50 DM.
Auch die Kurverwaltung Iburg warb mit dem Iburger Mineralbad und
der günstigen Wirkung des Schwefels als Bad oder Trinkkur:
"ein ideales Ausflugsziel im Teutoburger Wald, ein
romantisches Bergstädtchen mit uraltem Schloß, ein herrlicher
Kurort mit Mineralbad - alles vereint in Iburg!"
Spätere Pläne das Bad zu vergrößern, vorgesehen waren Liege-
und Massageräume und eine Verbesserung der Gesamtanlage, wurden
nicht ausgeführt.

Mineralbad Iburg
Robert Hülsemann, Iburgs Ehrenbürger, schrieb am 23.08.1929 in
der Osnabrücker Volkszeitung: "Auch Gegenden haben
Konjunkturen, Zeiten scharfen Niedergangs und Zeiten regsten
Aufstiegs. Iburg steht im Zeichen des Aufstiegs - durch seine
Schwefelquellen. Bad Iburg Glück auf!"
Ende der siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts stellte das
Mineralbad Iburg seine Kuranwendungen ein.
Zwei gleichartige, bisher jedoch nicht genutzte Schwefelquellen
sind die Quellen "Limberg 1" und "Limberg 2"
zwischen Dörenberg und Limberg.
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