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Aufzucht von Jungtieren
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Kleine Meerschweinchen zu haben, ist wohl das Niedlichste was es gibt (meine Meinung). Doch leider kann es bei der
Aufzucht kleine Problemchen geben, denn nicht immer läuft alles so reibungslos wie man es sich wünscht.
Zum einen kann es passieren, dass der Wurf zu groß ist und sich unter den Jungtieren ein oder zwei Babys befinden,
die einfach zu schwach sind um richtig mitzusaufen. Sprich: Sie schaffen es nicht so an die Futterquelle wie die kräftigeren Geschwister.
In so einem Fall füttert man zu (näheres am Ende der Seite.)
In meinem Stall gab es den Fall, dass die Mama einfach nicht genügend Milch hatte. Obwohl wir beim Tierarzt waren
und sie milchfördernde Präparate erhielt, wurde die Milch nicht mehr. In dem Fall haben wir auch gefüttert, da auch keine Amme zur Verfügung stand. Geputzt hat die Mama, somit fiel das Bäuchlein massieren für uns aus.
Tritt der Fall ein, dass die Mama bei der Geburt stirbt (so etwas ist bei mir leider zweimal passiert), wird
natürlich, ganz auf die Konstitution der Babys, gefüttert. In beiden Fällen waren die Babys über 100g schwer (es wurde jeweils nur ein Baby geboren) und haben von Anfang an toll mitgefressen. Bei dem einen Baby hatte ich eine Amme, die das Kleine unter ihre Fittiche genommen hatte. Sind mehrere Babys da und sie fressen nicht so richtig mit, wird selbstverständlich gefüttert. |
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Wie füttert man nun?
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Auf jeden Fall sollte jeder, der daran denkt, seine Weibchen decken zu lassen, daran
denken, was zu tun ist, falls etwas schief geht.
Nichts ist schlimmer, als wenn das Weibchen Samstagabends wirft und nicht alles so
reibungslos über die Bühne geht, als angenommen wurde. |
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Also, ab in einen Futtershop und ein Aufzuchtset für Kätzchen kaufen (für Meerschweinchen gibt
es noch keins, aber das für Katzen geht auch). Mit diesem Set habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Mitgeliefert werden außer Fläschchen noch 2 Schraubringe, 5 Schnuller und eine Flaschenbürste, auch Einwegspritzen können genommen werden, da sie aber sehr hart sind und die Kleinen nicht daran nuckeln können, bin ich nicht so davon begeistert. Die Schnuller haben noch kein Loch, mit einer glühenden Stopfnadel (Nadel auf einen Korken stecken und in eine Flamme halten bis die Spitze glüht) ein Löchlein in das Gummi brennen, nicht zu groß werden lassen! Außerdem wird noch Milchpulver (für Katzen) benötigt.
Auf keinem Fall sollte verdünnte Dosenmilch oder Vollmilch gegeben werden, diese Nahrung ist für
die Kleinen unverträglich. |
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Je nach dem, wie die Kleinen anderes Futter mitfressen, wird die Fütterung mit der Flasche
abgestimmt. Kleine, schwache Jungtiere bekommen alle Stunde bis 1 1/2 Stunden das Fläschchen. Ansonsten wird bei Bedarf gefüttert (alle 2-3 Stunden).
Als Zusatz zur Milch kann zugegeben werden (immer wechseln !):
1 Böhnchen von Mitschweinchen
eine Prise Traubenzucker
eine Prise Ascorbinsäure (die Milch flockt etwas)
1-2 Pellets fein zermörsen
Heu (in der Kaffeemühle fein mahlen)
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Hand = Futter,
Eine Sekunde später hatte das Kleine
zugebissen |
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Es heißt ja immer, Meerschweinchen beißen nicht, aber kleine Meeris machen es und zwar ohne Gnade. Die Hand
wird als Futterbringer gesehen und wenn man da mit der Flasche nicht schnell genug ist, gibt es kleine Beissereien untereinander und auch der Finger hat schnell man eine kleine Bißwunde. Dieses Verhalten legt sich aber wieder, zum Glück! |
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Nach der Mahlzeit ist Körperpflege angesagt. Wenn keine Mutti zur Hand ist, wird das Kleine in die Hand
genommen und der Bauch ganz vorsichtigt im Uhrzeigersinn gerieben.
Für die Poregion nehme ich ein kleinen Wattebausch, den ich in lauwarmes Wasser getunkt und ausgedrückt
habe. Mama hat schließlich auch eine feuchte warme Zunge.
Der Urin tritt als winzig kleiner Tropfen aus und auch die Böhnchen sind nicht sonderlich groß, wie auch,
das kleine Tierchen ist ja auch nicht riesig *lach* |
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Nachfolgend möchte ich ein paar Bilder zeigen, die zwar nicht ausgesprochen scharf sind, aber
man kann sehr genau erkennen, wie wir die Kleinen gefüttert haben. Es waren 5 Babys, die Mama hatte kaum Milch und wir haben sie alle durchbekommen! Es wurden fünf stattliche Burschen, meine Flaschenkinder! |