|
|
|
|
||||||||||||||||||||
|
Die Tröte Noch ´ne Geschichte von mir, die auch im ersten Urlaub von uns spielt. Vielleicht kann uns sogar jemand “helfen”, weil wir bis jetzt noch niemanden gefunden haben, der das, was wir gesehen haben, bestätigen konnte. Wir waren 1998 noch ohne eigene Räder nach Lanzarote gekommen und haben uns dann welche in Playa Blanca bei Katrin geliehen (hi Katrin, falls du das durch irgendeinen Zufall mal liest: ganz, ganz liebe Grüße an dich von Gabi und Gerd!), natürlich ohne Flickzeug nach dem Motto: für einen Nachmittag ist das völlig unnötiger Ballast, der Reifen war ja noch nie platt! Es ging dann die alte Straße nach Janubio, dort die Seele baumeln lassen und weiter wieder zurück den kleinen Trampelpfad an der Küste entlang. Na ja,
es kam wie es kommen mußte: ich dachte gerade noch auf halbem Weg, einen Platten möchtest du hier aber auch nicht haben, als auch schon die Luft draußen war. Platt, aber wie! Also schieben. Es kamen uns dann zwar noch zwei
Radler entgegen mit altem Flickzeug, das aber auch nicht half (der Schlauch hatte, wie sich später herausstellte, zwei Löcher, und wir hatten nur eins gefunden). Wir schieben also durch das Geröllfeld (d.h. ich schiebe, Gabi fährt langsam), als wir immer lauter ein Geräusch hören, so eine Mischung aus Nebelhorn, Jüngste-Gericht-Posaune und Eselsgeschrei. Natürlich sind wir die Quelle suchen gegangen und kamen an einen dieser halbkreisförmigen, phantastischen Kessel, die die Brandung aus der Küstenlinie ausgewaschen hatte. Dort spielte sich folgendes ab: Immer wenn die Brandung paar Meter weiter oben an die Küstenlinie schlug, kam Sekunden später aus einer Wandöffnung in 5, 6 Meter Höhe auf der Innenseite des Kessels eine Art waagerechter Geysir zum Vorschein, eine waagerechte, -zig Meter hervorschießende, gischtweiße, absolut phantastische Wasserfontäne mit ebendiesem absolut unglaublichem Getöse. Wir haben uns von diesem Anblick kaum losreißen können, jede Welle (es war starke Brandung an diesem Tag, wir sind ja immer im Dezember/Januar in Lanzarote) die ankam, fand offensichtlich einen Eingang in den Fels, suchte ihrem Weg durch irgendeine Spalte und trat aus diesem runden, vielleicht 60, 70 cm im Durchmesser großen, kreisrunden Loch wieder mit lautem Geschrei ans Tageslicht. Diese Stelle ist verstummt, wir haben sie nie mehr gefunden, geschweige denn, das Getröte gehört. Jedesmal, wenn wir auf der Insel sind, fahren wir die Küste ab auf der Suche, umsonst. Wir haben dies natürlich auch erzählt, aber wir haben noch niemanden gefunden, der das gekannt hätte. Wären wir nicht zu zweit gewesen, wir würden mittlerweile selber zweifeln, ob wir uns dies nicht eingebildet hätten. |
||
|
Verfasser: gabi und gerd, Rhein-Lahn-Kreis, |
||