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Unsere Suche nach dem Müllkrater


Der Titel hört sich ja nicht gerade vielversprechend an, aber es ist ein wunderschönes Erlebnis damit verbunden.

Als ich vor dreizehn Jahren zum ersten Mal auf Lazarote war (Hochzeitsreise mit meinem damaligen Ehemann) haben wir uns intensiv in einen wirklich guten Reiseführer eingelesen. Da stand auch erwähnt, das die Abfallbeseitigung auf Lanzarote auf recht elegante Art und Weise gelöst würde. Die Verbrennung fände in einem alten Vulkankrater statt. Das hat uns irgendwie interessiert. Wir hatten für die gesamte Urlaubszeit einen Mietwagen.Wir sind während der drei Wochen Aufenthalt ca. 2ooo km gefahren und waren warscheinlich in jeder Ecke der Insel. In jedem unserer Ausflüge bauten wir die Suche nach dem "Müllkrater" ein.

Aber irgendwie war er unauffindbar. Auch auf Nachfrage bei den Einheimischen erhielten wir nur ein erstauntes Kopfschütteln. Nichtsdestotrotz suchten wir weiter. In meinem Eifer überredete ich meinen Mann sogar dazu auf einer fast unbefahrbaren Schotterpiste irgendeinen anderen Vulkankegel zu befahren. Der war so unwegsam und rutschig, das mein Mann nur geflucht hat und mit mir geschimpft hat, was fast zu einer mittleren Ehekrise während der Flitterwochen führte. Ich muß zugeben, mir war auch nicht besonders wohl zumute. Es gab keine Möglichkeit zu wenden. Wenn uns einer entgegen gekommen wäre hätte es auch keine Ausweichmöglichkeit gegeben. Also der reinste Horror für jeden Autofahrer.

Es kam uns aber keiner entgegen und wir sind auch nicht abrerutscht oder gestürzt.
Als wir auf dem Plateau ankamen konnten wir das Auto mühelos wenden. Ich bin dann ausgestiegen und hatte einen atemberaubenden Blick über die ganze Insel, den ich nie vergessen habe und ich mich immer wieder gern daran erinnere, besonders wenn ich mal total abschalten will. Die Faszination der Insel hat mich seither nicht mehr losgelassen.

Mein Mann war allerdings so sauer das er vor lauter Wut nicht aussteigen wollte, so das ihm dieser tolle Rundumblick entging. Die Bergabfahrt war nicht ganz so furchtbar und der Haussegen hing dann auch nicht mehr lange schief. Auf der Rückfahrt zum Hotel haben wir nämlich, per Zufall natürlich, die Einfahrt zum "Müllkrater" entdeckt. Wir sind warscheinlich auf unseren Ausflügen hundert Mal an der Einfahrt vorbeigekommen und haben sie immer übersehen weil sie so unscheinbar war. Außerdem war der eigentliche "Müllkrater" auch nicht sooo interessant wie wir dachten. Aber Hauptsache wir haben ihn doch noch gefunden. Ich war danach noch mal auf Lanzarote, mit meinem jetzigen Ehemann.
Das war auch wunderschön, so daß wir in diesem Jahr wieder hinfliegen. Mal sehen was uns da für Abenteuer erwarten.

Verfasser: (c) 2003 by Barbara
e-Mail: 
langenhorst-oberhausen@t-online.de

Liebe Barabara, vielen Dank für diese nette Geschichte... Vielleicht klappt es ja tatsächlich, daß wir uns dieses Jahr in Playa Blanca treffen....
 

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