| Eine der stattlichsten und besterhaltenen Burgen der
Pfalz. Wahrscheinlich im 12.Jh. von den Grafen von Saarbrücken als Grenzburg gegründet.
1237 urkundlich im Besitz der Grafen von Leiningen, deren jüngere Linie aus dem Hause
Saarbrücken hervorging. Seit 1345 wiederholt verpfändet, 1367 an die Kurpfalz verkauft,
das die Grafen von Sponheim mit der Burg belehnt. 1420 an deren Erben, die Markgrafen von
Baden und die Herzöge von Pfalz-Zweibrücken. |

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1421-1535 Wurde die Burg an Leiningen-Hartenburg
verpfändet. 1525 wurde die Burg im Bauernkrieg zerstört. Um 1540 von Pfalzgraf Ruprecht
von Zweibrücken-Veldenz wiederhergestellt. Zwischen 1560 und 1570 gehörte die Burg ganz
zu Baden. 1635 im Dreißigjährigen Krieg in Brand geraten, seitdem ist sie eine Ruine.
Auf einer mäßig hohen, bewaldeten, ziemlich regelmäßig ovalen Bergkuppe östlich
Merzalben gelegen. Man kann an der Burg vier Bauzeiten unterscheiden: - 1. In der ersten
Hälfte des 13.Jh. entstand die auf einem 12 m hohen Sandsteinfelsen sich erhebende
0berburg. |
| Ihre Ringmauer, zugleich Außenmauer des
Palas, und der an ihrer südliche Schmalseite (Angriffseite der Burg)
anstoßende siebeneckige Bergfried, beide mit schönen Buckelquadern verkleidet,
sind in fast voller Höhe erhalten. - 2. Anschließend, um die Mitte des
13. Jh. Errichtung der Südhälfte der Unterburg, die sich konzentrisch
um den Felsen der Oberburg legt. 2 m starke Ringmauer, an die sich innen
Wohngebäude (nur in den Grundmauern erhalten) anlehnten. In ihrem Erdgeschoß
Schießscharten, im Obergeschoß Spitzbogenfensterchen, innen mit Sitznischen.
In den Quermauern, welche die Ringmauer mit dem Felsen verbinden, je
eine rundbogige Toröffnung. 3.Im 15.Jh. Weiterführung der Ringmauer
der Unterburg um die Nordhälfte des Felsens herum. Wesentlich schwächere
Mauer, keine Spuren von Einbauten. |

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Bei Merzalben, Kreis Pirmasens
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An der Ostseite ist ein spitzbogiges Burgtor,
dessen Seitenmauern turmartig hochgeführt sind. Davor eine Zwingeran1age
mit den Rundtürmen, an ihrem Ende das äußere Burgtor. Wohl aus derselben
Bauzeit stammt der turmartige, an den Felsen der Oberburg und diese
selbst angelehnte Abortschacht ,in den die älteren Aborterker des Palas
mündet(vgl. die ähnliche Anlage am Palas des Trifels).- 4. Um 1540 Wiederherstellung
des Palas der Oberburg, Erweiterung der Fenster (heute meist ausgebrochen),
Einbau eines Treppenturms. |