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Germarkung
Hardenburg, Kreis Neustadt a. d. W.,Bad Dürkheim. Die Hardenburg wurde
ursprünglich auf dem Grund und Boden der Abtei Limburg auf einem das
Isenachtal beherrschenden Bergvorsprung Anfang des 13. jh. erbaut,
Erstmalig 1214 urkundlich erwähnt und zwischen 1480 und 1550 erweitert
und verstärkt. 1692 wurde sie stark beschädigt, daraufhin aber wiederhergestellt.
Die endgültige Zerstörung brachte das Jahr 1794 im Verlauf der frz.
Rev.-Kriege.Die Hardenburg ist die Stammburg der jüngeren Linie der
Leininger. Grafenhauses, dessen älterer Zweig sein Stammschloß in
Altleiningen besaß. Erbauer der Burg und zugleich Begründer des 2.
Hauses Leiningen ist Friedrich II., Graf von Saarbrücken und genannt
von Hardenburg,
der auch Namen und Wappen der Leininger annahm. Seine Eltern waren
Graf Simon von Saarbrücken und Lucarde, die Schwester des Graf Friedrich
I. von Leiningen und zugleich der letzte Spross aus dem älteren Leininger
Grafenhaus. 1317 entstand bei der Leininger Teilung eine besondere
Linie Leiningen-Hardenburg, die über einen ausgedehnten Besitz im
Umkreis der Hardenburg und verstreut in der Pfalz verfügte. Die Hardenburg
war oftmals Mittelpunkt Leiningischer Politik und Ausgangspunkt Leininger
Waffenunternehmungen. Ihre Besitzer besaßen bis 1471 die Schirmvogtei
über die Abtei Limburg. Rund 500 Jahre
war die Berg gräfliche Residenz, bis 1725 Graf Friedrich Magnus seinen
Hof nach Dürkheim verlegte und nur Archiv und Forstmeisterei auf seiner
Stammburg zurück ließ. Die Burg, die seit 1820 im Staatsbesitz ist,
wurde 1888 und 1937 restauriert. Mit einer West-Ost-Längenausdehnung
von 180 m und der gewaltigen West-Bastion einer Besonderheit im Festungsbauwesen
um 1500 (Turm für schwere Geschütze zu Verteidigungszwecken) - ist
die Hardenburg eine der gewaltigsten deutschen Burganlagen und auf
jeden Fall eine Sonntags-Tour wert.
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