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Die Burg Lichtenberg

Heute meist Lichtenburg genannt, ist eine ausgedehnte Anlage auf einem hohen Bergrücken. Die Längenerstreckung ( 425 m ) wird von keiner anderen rheinischen Burg übertroffen. Gegründet wurde die Burg von den Grafen von Veldenz, als Schirmherren der Propstei Remigiusberg auf deren Grund und Boden. 1214 wird erstmals die Burg in einem ksl. Urteil erwähnt, in dem ihr Abbruch angeordnet wurde. Dieser Befehl blieb aber wirkungslos. Um 1270 wurde die Anlage der Oberburg durch Heinrich von Geroldseck, dem Gründer der zweiten Linie der Grafen von Veldenz, erbaut. 1444 fiel die Burg Lichtenberg durch Erbschaft an Pfalz-Zweibrücken, bis 1758 war sie Sitz eines Oberamtes. 1799 wurde die Burg durch einen Brand zerstört und im 19. Jh. als Steinbruch benutzt. 1816-34 war sie als "Fürstentum Lichtenberg" zum Herzogtum Coburg-Gotha gehörig, danach fiel die Lichtenburg an Preußen. Seit 1894 (Obergang in Staatsbesitz) Restaurierung und teilweiser Wiederaufbau.

Die Anlage besteht aus zwei ursprünglich getrennten, erst im 15. Jh. durch Mauern miteinander verbundenen Burgen. Am ältesten ist wohl die Unterburg an der Spitze des Bergrückens, von ihr sind aber außer den Umfassungsmauern und einem Torbogen nur geringe Reste erhalten. Die Oberburg wurde Ende des 13. Jh. Angelegt und im 14. und 15. Jh. mehrfach erweitert. Kernpunkt ist der mächtige, noch etwa 20 m hohe, mit der Spitze gegen die Angriffsseite gestellte Bergfried, den eine innere Ringmauer umgibt. Eine jüngere, westlich anschließende Beringung umschließt zwei durch einen Batterieturm des 16. Jh. (sog. Roßmühle) voneinander getrennte Palasgebäude, von denen das östliche, mit Altarnische in der Ostwand und Blendspitzbogen über der Außenseite der Fenster, aus der ersten Hälfte des 14. Jh. stammt, das westliche aus der ersten Hälfte des 15. Jh. Vom westlichen Palas läuft eine Mauer mit Wehrgang über die runden Blendarkaden nach Süden, vor ihrer Innenseite befindet sich ein runder Brunnenschacht. Westlich außerhalb dieser Mauer liegt der sog. Kellereiplatz mit Resten der Zehntscheuer und des ehem. Amtshauses. Nördlich der Oberburg vorgelagert steht ein durch drei Rundtürme verstärkter Zwinger, der an der Ostseite in einen breiten inneren Halsgraben übergeht. Ein zweiter äußerer Halsgraben wurde später hinzugefügt und 1620 durch einen hufeisenförmig vorspringenden Batterieturm gesichert. Von den drei Burgtoren führt das erste (äußere) durch einen zweigeschossigen Torbau, das zweite wird von einem runden Wachttürmchen flankiert. An das dritte innere Tor schließt südlich die ehem. Landschreiberei an, ein 1907 wiederhergestellter Bau des 16. Jh. mit rundem Eckturm, dessen haubengekröntes Obergeschoß über ein Spitzbogenfries vorragt. Weiter westlich am Weg zur Unterburg liegt die Jugendherberge von 1922 über den Grundmauern zweier Burgmannenhäuser. Zwischen Ober- und Unterburg steht die ev. Kirche, ein einfacher Saalbau von 1755.

Anfahrt :

Autobahn Kusel - Trier, Abfahrt Kusel-Richtung Kusel

Ortseingang Kusel Richtung Thallichtenberg

Beschilderung folgen.



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