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Aussichtsturm | |
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Die Merburg bei Kirrberg
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Gerade 13 Meter über dem Wasserspiegel des Lambsbaches ragt abrupt der Sandsteinklotz des Malafelsens aus den Kirrberger Talwiesen auf: Ein Felsblock, dessen Kuppe ein kleines und annäherend dreieckiges Plateau von kaum mehr als 30 Metern in Länge und Breite bildet. Hier konnte zwischen 1975 und 1980 eine der ältesten und sicher auch kleinsten Burgen des Saarlandes ausgegraben und in ihrem historischen Bestand restauriert werden. Die kleine niedrig über dem Talgrund des Lambsbaches gelegene Merburg beweist sich in ihren geringen Ausmaßen dennoch als komplexe Befestigungsanlage mit einem kräftigen achteckigen Bergfried, der seiner Mauerstärke entsprechend eine Höhe von wenigstens 15 Metern maß, mit einem festen, sicher zweistöckigen Haus und einem Mauerring von mindestens 75 Metern Länge. Die Burg war an zwei Seiten von Sumpfwiesen umgeben, die dritte Seite wurde durch einen Burgraben geschützt. Das Baumaterial für die Burg wurde an Ort und Stelle gewonnen, nämlich im Bereich des Burggrabens. Aufgrund von Grabungfunden nimmt man an, daß bereits im 9. Jahrhundert eine Fliehburg existierte und im 10.Jahrhundert ein festes einstöckiges Haus den Schutz einer wichtigen Straße nach Landstuhl übernahm.
In der Mitte des 11.Jahrhunderts wurde das Haus auf 2 Stockwerke erweitert und ein befestigter Hof auf dem Malafelsen angelegt.Der Ausbau zur komplexen Burganlage vollzog sich wahrscheinlich erst unter Landgraf Dietrich I. von Huneburg (1159)aus dem Haus der Grafen Metz-Luneville-Blieskastel. |