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Burg Remigiusberg

Remigiusberg + Kloster

Der Remigiusberg hat seinen Namen von dem sich um Kusel ausdehnenden Remigiusland, das einst zum Bistum Reims gehörte. Vorher war der Remigiusberg ein Michelsberg mit einer Michelsburg und einer St.-Michaels-Kapelle. Daraus kann geschlossen werden, daß sich hier in vorchristlicher Zeit eine Kultstätte zur Verehrung Wotans befand. An ihrer Stelle wurde dann eine Michaelskapelle errichtet. Der östlich dem Remigiusberg gegenüberliegende Potzberg war nach einer Peterskirche am Berghang gegen Theisbergstegen Petersberg genannt worden. Er war eine Kultstätte Donars, dessen Andenken durch dieses christliche Gotteshaus ausgelöscht werden sollte. Die heutige Bezeichnung Remigiusberg geht auf eine nach 1100 von Kusel aus hierher verlegte benediktinische Propstei des Klosters St. Remigius zu Reims zurück. Es ist aber nicht richtig, daß Bischof Remigius, wie auf einem Denkstein auf dem Berg zu lesen ist, hier als Glaubensbote gewirkt haben soll. Von einem Nachfolger des Merowingerkönig Clodwig war dem Kloster St. Remigius zu Reims ein Stück Land um Kusel und den Remigiusberg mit einem Hof zu Kusel geschenkt worden. Das von dort aus auf den Remigiusberg verlegte Kloster wurde während der Reformation aufgehoben und in der Reunionszeit 1679 vorübergehend wieder eingerichtet. Von dem Klosterbau des 12. Jh. sind in dem modernen Bau erhalten geblieben: die Vierung, 3 Joche des ursprünglich längeren Mittelschiffes und der romanische Turm bis zu den gekuppelten Fenstern im Obergeschoß. Die alte Kirche war eine kreuzförmige romanische Pfeilerbasilika.Unter dem Hochaltar lag die Familiengruft der Grafen von Veldenz, die in der französischen Revolution Zeit ausgeplündert wurde.

An der nördlichen Seite des Kirchenschiffes ist das Grabdenkmal des Junggrafen Friedrich v Veldenz (1327 ) erhalten geblieben. Die Michelsburg gegenüber der Kirche auf dem Remigiusberg. Erstmals 1127 erwähnt, kam sie in den Besitz der Mönche, die sie, als sie sich hier niederließen, zerstörten, weil sie sich die räuberischen Besitzer fernhalten wollten. Die Schutzherren des Remigiuslandes, die Grafen von Veldenz, bauten die Burg um 126O wieder auf. Über diese kam sie 1444 an die Herzöge von Zweibrücken. Herzog Ludwig II. übergab sie seinem Bruder, dem Pfalzgrafen Ruprecht, der sie neu aufbaute und zeitweise zu seinem Wohnsitz machte. Nach Ludwigs Tod führte er für dessen Sohn Wolfgang die Vormundschaft, der 1543 seinem Onkel das Amt Veldenz, das Amt Lauterecken, das Gericht Jettenbach und den Remigiusberg abtrat. Damit wurde das Fürstentum Pfalz-Veldenz begründet. Diese Veldenzer Linie starb 1694 aus. Der Besitz fiel an die Kurpfalz (Lauterecken). Der bedeutendste Fürst von Pfalz-Veldenz war Ruprechts Sohn Georg Hans, der sich 1562 mit der reichen Prinzessin Anna Maria, der Tochter des Schwedenkönigs Gustav Wasa, verheiratete. Georg Hans ist durch seine, der Zeit weit vorauseilenden kühnen Pläne bekannt geworden. Seine schwedische Frau wurde 1610 in der Klosterkirche auf dem Remigiusberg beigesetzt. Über das Ende der Michelsberg ist so wenig bekannt wie über den Untergang des Benediktinerkloster. Vermutlich wurde die Burg im 30-jährigen Krieg zerstört. Die Reste bestehen aus einer etwa 20 m hohen Schildmauer und einigen ausgebrochenen Fenstern des Palas ohne jedes architektonische Gepräge.

Anfahrt: Landstuhl – Tier >> Abfahrt Kusel >> durch Kusel durch >> Richtung Rammelsbach >> in Rammelsbach Richtung Haschbach .

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