Im Landkreis
Bad Kreuznach, in der Gemeinde Fürfeld, gibt es einen Ortsteil namens Hof
Iben. Dieses Gehöft war im 13. Jahrhundert eine Wasserburg.
Diese Wasserburg wird erstmals 1258 als Komturei der armen Ritterschaft
Christi vom Salomonischen Tempel erwähnt.
Von der Burg ist heute nur noch die Kapelle der Tempelritter erhalten. Genauer
gesagt der gotische Kapellenchor der ca. 1240 erbaut wurde. Das wohl ältere
romanische Langhaus wurde im 19. Jahrhundert abgerissen.
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Ob die Wasserburg von den Templern
errichtet wurde oder dem Orden geschenkt wurde, ist mir nicht bekannt. Nach
der Auflösung des Ordens im Jahr 1312 ging die Burg Iben an die Raugrafen
von Altenbaumburg. Von 1362 bis 1588 waren die Marschälle von Waldeck die
Besitzer. Nach 1588 gehörte das Anwesen den Herren von Kronberg.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging
sie in bäuerlichen Besitz über und verlor durch viele Umbauten den Charakter
einer Wasserburg. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war wohl noch der heute
nicht mehr existierende Wassergraben vorhanden.
1870 erwarb das Großherzogtum Hessen-Darmstadt
den gotischen Chor und konnte ihn in Form der heutigen Kapelle erhalten.
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Architektonisch
besteht Verwandtschaft zu der Liebfrauenkirche in Trier, der Elisabethkirche
in Marburg und der Kathedrale von Reims. Da
eine Verwandtschaft zu Architekturfragmenten des Mainzer Doms besteht wird
vermutet, daß der Baumeister von Iben ein Mitarbeiter des berühmten "Naumburger
Meisters" war, der 1239 den Westlettner des Mainzer Doms vollendete.
Weiterhin vermutet man, daß beide zuvor an der Kathedrale von Reims mitgearbeitet
haben.
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Text und Fotos
(außer dem ersten beiden) © by Heiko Walther
Wenn jemand
näheres über die ältere Geschichte der Burg Iben weis oder Informationen
über andere Templerkomtureien in Deutschland hat, kann er mir ja mailen
unter: glanlaender@arcor.de
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