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Die Normannen in der Normandie

Stammen in ihren Ursprung aus Skandinavien und wurden bzw. werden heute noch als Wikinger bezeichnet. Diese Bezeichnung hat zum Teil auch seine Richtigkeit, aber mit der Ansiedlung in der Normandie verliert diese Bezeichnung an Bedeutung. Da die Normannen in erster Linie Pragmaten waren, wechselte man das Schwert gegen den Pflug. Auch in dieser Disziplin waren die Normannen sehr erfolgreich und so wuchs die Wirtschaftskraft und das Ansehen der normannischen Herzöge sehr rasch. Das zweite bedeutende Zentrum der Normannen war Sizilien und Süditalien.

Der Englische König Eduard war wohl von den Normannen so begeistert, daß er sich dachte, es könnte England auch nicht schaden und ernannte Wilhelm von der Normandie zu seinem Nachfolger. Daß das den Englischen Lords absolut nicht gefiel, war wohl klar und so kam es zur Schlacht bei Hastings. Aus dieser Zeit stammt auch der Grundstein für den englisch-französischen Zank (Krieg). Als dann auch noch Heinrich II Plantagenet in Aquitanien einheiratete, hatten die Franzosen nicht mehr viel zu sagen im Frankenreich. Da ja nichts ewig währt, zerfiel auch das Normannenreich. Süditalien fiel durch Heirat an die Deutsche Krone und die Normandie wurde 1204 von den Franzosen erobert. Oberster Chef war zur dieser Zeit Johann ohne Land (Bruder von Richard Löwenherz). Nomen est Omen. Wer es genauer wissen will, für den habe ich eine Zeittabelle hinten angefügt.
 

Die Darstellung eines Normannischen Ritters
ist sehr reizvoll, derweil die Normannen außer Calvados (Weinbrannt) und Cidre (Wein) auch noch andere sehr eigene Arten an sich hatten. So gibt es z.B. keine Aufzeichnung, bei der ein Normanne sein Familienwappen oder Sippenwappen auf Brustseite seines Waffenrockes hat. Der Waffenrock kam im Allgemeinen sehr spät in die Normandie und war gewöhnlich zweifarbig. Normannische Ritter malten auch sehr gerne ihre Helme in diesen Farben an.

Die Kleidung der Normannischen Frauen
war im Gegensatz zu andern meist mit einem großen V- oder U -Ausschnitt versehen und tierisch langen Ärmelwinkel.

Die Waffen der Normannen
Charakteristisch sind auch die Waffen der Normannen, wer kennt nicht den offenen Helm mit dem Nasenschutz oder den Rundhelm mit Gesichtsvisier, Axt, der langgezogene Schild, die Drachenflügel-Speere - Lanzen oder das meist bis an die Knie reichende Kettenhemd oder das bekannte normannische Einhandschwert das sehr spitz zulief und dadurch sowohl als Hieb- als auch als Stichwaffe zu gebrauchen war. Diese Schwerter wurden bis spät in das 14 Jh. noch in ganz Europa verwendet.

Normannen
Wie kommt ein Normanne in den Dienst der Veldenzer?
Viele Normannen zogen als Söldner (wie die Flämischen) durch die Gegend und Veldenz war ein Französisches Lehen (Verdun).

Die Normannen am Rhein

Weit und breit wüteten die Normannen mit Sengen und Brennen, überall loderten die Flammen der brennenden Dörfer, Klöster und Städte empor, ein furchtbares Wahrzeichen der Wehrlosigkeit des fränkischen Landes. So gingen die Burgen Jülich und Neuß zugrunde; dasselbe Schicksal widerfuhr trotz seiner gewaltigen Römermauer dem ehrwürdigen Köln mit sämtlichen Kirchen und Klöstern und noch weiter rheinaufwärts der Stadt Bonn. Von hier ging es wieder westwärts und über die Burg Zülpich nach Aachen. Die Stadt, die seit den glanzvollen Tagen Karls des Großen neben Rom immer noch als die erste des Reiches galt, fiel widerstandslos in die Hände der Normannen. Wie zum Hohne benutzten diese die Marienkirche als Pferdestall, bis sie nach gründlichster Ausplünderung den kaiserlichen Palast mitsamt den Bädern in Brand steckten. Nur die Reliquien und der Kirchenschatz waren rechtzeitig aus Aachen nach Stablo gerettet worden. Aber gerade gegen die berühmten und reichen Ardennenklöster wandte sich jetzt die Raubgier der Normannen Cornelimünster (Inda) bei Aachen. Malmedy und Stablo (Stavelot) mit der Peterskirche wurden Ende Dezember (881) niedergebrannt. Selbst das Kloster Prim im öden Eifelgebirge war nicht sicher vor den Plünderern. Am 6 Januar 882 rückten die Normannen dort ein und hausten drei Tage in der Umgegend. In seiner Verzweiflung griff das Landvolk zu den Waffen, rottete sich zusammen und fiel seine Peiniger an. Doch diese setzten die zwar nicht waffenlosen aber undisziplinierten Haufen schon durch ihr furchtbares Angriffsgeschrei in Verwirrung und schlachteten sie wie eine Herde Vieh ab. So sehr war auch schon im ostfränkischen Land der Bauer den Waffen entwöhnt -Vor ihrem Abzug legten die Normannen an verschiedenen Stellen des Klosters Feuer an, und da keine Menschenseele zurückgeblieben war, die das Feuer hätte löschen können, brannten die Gebäude sämtlich nieder. Von Prüm aus kehrten die Plünderer wohlbehalten und mit reicher Beute nach Elsloo zurück.


Quelle :Walther Vogel. "Die Normannen und das Fränkische Reich"
 

Normannen

1- Normannischer Ritter
um 1180

2- Bretonischer Sergeant
um 1160

3- Walisische Hilfstruppen
um 1200


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