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Kaserne
Schwertkampf-Grundkurs



Schwertkampfregeln

Vorwort:

Hier ein paar verbindliche Kurzregeln, die sich auf Jahre bewährt haben und die Basis für Schlachten sind. Es handelt sich im Folgenden um Mindeststandarts, die natürlich erweitert werden können, um das Regelwerk zu verschärfen. Gerade hinsichtlich der Materialvoraussetzungen können andere Regelungen vom Veranstalter getroffen werden: z.B. bezüglich der Rüstungen verlangen einige Veranstalter als Kopfschutz mindestens eine Kettenhaube. Natürlich sind diese weitergehenden Regelungen sinnvoll, führen aber zum Ausschluß weniger gerüsteter Gruppen. Es ist allerdings festzuhalten, daß auch die beste Panzerung nicht von der nötigen Sorgfalt entbindet, mein Gegenüber nicht zu verletzen. Man sollte mit seinem Gegenüber freundschaftlich kämpfen, so daß man sich auch nach der Schlacht noch unter die Augen treten kann! Denn der Handschlag am Ende eine Schlacht zwischen vorherigen Gegnern ist das beste Zeichen einer gut gelungenen Schlacht. Haben sich während der Schlacht sichtbar Zweikämpfe gebildet, sollte man als Dritter erst eingreifen, wenn der Verbündete zu Boden geht. Sicherlich entspricht dies nicht historischen Schlachten, entspannt aber etwas die angeheizte Atmosphäre und zieht die Schlacht zeitlich in die Länge, was vorteil-haft für die Kämpfer / -innen und die Zuschauer ist. Zweikämpfe mindern auch nachweislich das Verletzungsrisiko und geben auch Schlachtunerfahrenen, wenn auch vielleicht nur kurz, das Gefühl einen richtigen "Fight" zu haben, ohne befürchten zu müssen von zwei "Schwergepanzerten" umgerannt zu werden. Schlachtunerfahrene sollten grundsätzlich ein weißes Band am Schwertarm tragen, das ist keine Blamage oder Peinlichkeit, sondern sehr nützlich und hat sich schon oft bewährt, denn der Gegner kann sich so mehr auf seinen Schlachtpartner einstellen und wenn nötig, mehr Rücksicht nehmen. Schlachtunerfahrene sollten sich zusätzlich bei Vereinsfreunden über den Ablauf von Schlachten informieren, auch ruhig mit anderen Schlachtteilnehmern oder gegebenenfalls mit dem Veranstalter sprechen, um sich ein Bild machen zu können. Die Ausrede"Das hat mir keiner gesagt!" zählt nicht!

Waffen:

  • keine LARP-Waffen => nur schaukampftaugliche Waffen, keine Zierwaffen
  • keine Morgensterne, Streitkolben, Lanzen / Spieße usw.
  • keine Entfernungswaffen; Ausgenommen Langbögen bis max. 60 pound mit abgepolsterten Pfeilspitzen (Tennisball)
  • alle Waffen dürfen keine sichtbaren Spitzen oder scharfe Kanten aufweisen

Rüstung/Panzerung:

- man sollte alles für eine optimale Rüstung / Panzerung tun

  • der Torso muß mindestens durch Leder geschützt werden (l. Trefferzone)
  • es müssen mindestens Lederhandschuhe getragen werden, damit die Waffe nicht aus der Hand rutscht
  • es muß festes Schuhwerk getragen werden

 

Empfohlene Rüstung / Panzerung:

  • Kettenhemd
  • Kettenbeinlinge
  • Kettenhaube
  • Plattenhandschuhe
  • Helm , mit Gesichtsschutz

Trefferregionen:Trefferzonen

Die Schlachtregeln in Kürze

  • Zustechen mit der Schwertspitze verboten
  • Keine Schläge auf den Kopf
  • Keine Schläge von unten nach oben führen
  • Keine Schläge auf Hals, Ellenbogen, Knie oder Leistengegend
  • Schläge auf ungerüstete Körperteile vermeiden
  • Nach drei kritischen Treffern zu Boden gehen (kritisch =klarer, schwerer Treffer)
  • Am Boden liegende ("tote") oder sich ergebende Schlachteilnehmer dürfen nicht angegriffen werden
  • Schläge kurz vorm Auftreffen abbremsen keine Faustschläge, Tritte, Anspucken usw,
  • nur abgepolsterte Schilde dürfen aggressiv verwendet werden (keine Metallschilde): z.B. zurückdrängen usw.

Zusatzregel für Teilnehmer ohne Panzerung (Bannerträger, Bogenschütze usw.)

- Bereits beim ersten kritischen Treffer zu Boden gehen oder sich ergeben (gegebenenfalls Banner abgeben)

Alexander Burger, alias Friedrich Herr von Grimburg


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