
Die Quellen für Tänze des 12. und 13. Jahrhunderts
sind spärlich. Es gibt Hinweise in der Literatur und Darstellungen in der Kunst
vor allem in Italien. Bekannt ist die Liedform der Carole, nach der in zweierlei
Formen getanzt wurde: Als Farandole im offenen und als Ronde im geschlossenen
Reigen. Beides waren Tanzformen, deren man sich im Freien erfreute und zu denen
man sang. Die Farandole ist ein Schlängelreigen, der von einem Tanzenden angeführt
wurde - durch gassen, über Plätze, durch Wiesen und in den Wald. Der Anführer,
den jeder zu beachten hat, gibt Schritte und Figuren an. Die Bodenmuster sind
das Besondere an der Farandole, die die Mittanzenden ohne Abweichung nachzuzeichnen
haben. Die Hände sind wechselnd (den Tanzfiguren entsprechend) in enger und weiter
V-Form gefaßt. Die Schritte sind Geh-, Lauf-, Hüpf- und Wechselschritte wie sei
der Tanzführere entsprechend der Musik und der Figuren vorgibt.
Die Figuren der Farandole:
Kette der Tanzenden durch Tore

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Kreistore:
Der Anführer schließt die Kette der Tanzenden zum Kreis und bildet mit der Tänzerin
2 ein Tor. Das ihnen gegenüberstehende Paar zieht, von den anderen gefolgt, durch
das Tor. Dort lösen sie die Hände, wenden nach rechts, bzw. links aus und tanzen
auf der Kreislinie zurück auf ihre Plätze, wo sie den Kreis wieder schließen.
Diese Figur wird dann von anderen, sich gegenüberstehenden Paaren wiederholt.
Mäander:
Auf der Tanzspur einer Geraden wendet die Anführerin zuerst scharf nach
rechts ein und führt die Tanzenden in Gegenrichtung weiter. |
Schnecke
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