Allgemeine Informationen zum Gohrer Familienbuch


In dieser Publikation sind viele Daten über Familien vereint, die zwischen der Mitte des 17. Jahhunderts und Beginn 1900 im Bereich der Pfarre St.Odilia, Gohr, lebten. Es ist ein reines Familienbuch, d.h. es stellt in der Regel ausschließlich Personenstandsdaten aus den Kirchenbüchern familienweise zusammen, also Geburten, Taufen, Heiraten und Sterbefälle.

Den Rahmen für die Angaben der hiesigen Bevölkerung bildet der Zeitraum des ältesten Gohrer Kirchenbuches von 1649 bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Daten und vereinzelt sonstige Angaben sind nach Familien zusammengefaßt und dann alphabetisch und zeitlich geordnet.


Als Quelle für die Darstellung dienten die Kirchenbücher der Pfarre St.Odilia. Diese umfassen folgende Zeiträume :

   Taufen         1649 – 1701,      1710 – 1747,      1768 bis heute
   Heiraten       1649 – 1725,      1739 – 1758,      1768 bis heute
   Sterbefälle    1649 – 1710,      1712 – 1724,      1779 bis heute

Für das Familienbuch wurden folgende Zeiträume übernommen:

   Taufen         bis 1900
   Heiraten       bis 1920
   Sterbefälle    bis 1940

In Hinblick auf die Taufbücher wurde einheitlich nur das Geburtsdatum erfaßt, auch wenn ein Taufdatum genannt ist. Die Zuordnung von Sterbedaten zu einzelnen Personen ist nach den ersten Kirchenbüchern problematisch, da die Eintragungen knapp gehalten sind. Die Heiratsregister nannten oft die Eltern der Brautleute nicht; bei Auswärtigen ist manchmal der Herkunftsort genannt. Der Verbleib der fehlenden Unterlagen bzw. Daten ist nicht bekannt.

Zur Pfarre St. Odilia gehörte der Ort Gohr selbst, Broich, zeitweise ein Teil von Ramrath, des weiteren zählen mehrere Einzelgehöfte zum Pfarrbezirk. Soweit kein Ortsangabe vorgenommen wurde, bezieht sich der Eintrag auf Gohr.

Die Registrierungen in den Kirchenbüchern sind von vielen Personen vorgenommen worden, die diversen Handschriften variieren sehr stark, die Qualität des Papiers ist manchmal von schlechter Qualität; insoweit sind Lese- oder Übertragungsfehler durchaus möglich.

Die hiesige Bevölkerung war bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts hinein durchweg katholisch. So begann erst zahlenmäßig bedeutend mit dem 2.Weltkrieg ein Zuzug von Menschen evangelischen/reformierten Glaubens.

Die Schreibweise der Namen wurde so erfaßt, wie sie im Original vorhanden sind, es wurde aber versucht, die Familien zusammenzuhalten.

Die Familiennamen werden auch in unserer Region hauptsächlich abgeleitet vom Vornamen des Vaters, von einer Berufs-, von einer Herkunfts- oder Eigenschaftsbezeichnung.

Die Verfestigung von vererbten Familiennamen zog sich zum Teil bis in das 18. Jahrhundert, insbesondere die Schreibweise differierte noch sehr stark. Im vorliegenden Familienbuch wird die häufigste Schreibweise gewählt, starke Abweichungen wurden ergänzt.

Die Vornamen sind, ebenso wie die Familiennamen, regionaltypisch; manche Namen, wie Johannes oder Maria, tauchen in jeder Familie mindestens einmal auf, häufig verbunden mit einem weiteren Namen. Die Vornamen wurden aus dem Lateinisch in die deutsche Sprache übertragen.

Von Bedeutung für die Familienforschung waren, zumindest in der weiteren Vergangenheit, die Paten. In der katholischen Pfarre St.Odilia hatte jeder Täufling mindestens zwei Paten, einen männlichen und einen weiblichen. Der Täufling erhält grundsätzlich den Vornamen eines Paten oder der Patin.

Weiterhin ist es wohl ein ungeschriebenes Gesetz, die Paten aus dem Kreis der Verwandten zu wählen, eine Angabe des Verwandtschaftsgrades wird allerdings selten vorgenommen, dennoch läßt sich oft ein verwandtschaftliches Geflecht erkennen.

Ich hoffe, mit dieser Darstellung für die familiengeschichtlich interessierten eine interessante Darstellung eines Teils der Gohrer Geschichte gefunden zu haben.

Zum Abschluß noch einen Dank an den Pastor unserer Pfarre, Herrn Guijarro,der mir immer wieder Gelegenheit gab, das Archiv zu nutzen sowie an Herrn Siegfried Jungverdorben, auf dessen Handkartei der Familienstandsfälle das Familienbuch zum Teil basiert.


Letzte Änderung: Febr. 2004