Der Autor
Kurz-Portrait
Das Leben des Benjamin Haag begann, wie das vieler anderer hochklassiger Schriftsteller, klein und unscheinbar,
als er am 8. April des Jahres 1981 in der weltbekannten Metropole Mannheim das Licht der Welt erblickte. Dort wuchs
er wohl behütet im lieblichen Klima eben jener Großstadt heran. Voller Fantasie entsann er schon als kleiner Junge
die schönsten und spannendsten Geschichten, von denen bis heute nur wenige erhalten geblieben sind. Es war nur eine
Frage der Zeit, bis aus ihm ein ganz großer der Autorenzunft werden würde, so dachte man. Doch es kam, wie es kommen
musste. Eines Tages beorderte ihn die staatliche Schulpflicht in eines jener Institute, die in den darauffolgenden
13 Jahren großen Einfluss auf sein Leben haben würden, die Schulen. Voller Begeisterung erlernte er flugs das Lesen
und Schreiben immer sein Ziel vor Augen, endlich seine wunderbaren Geschichten zu Papier zu bringen. In der Tat waren
auch seine Schulaufsätze eine leuchtendes Beispiel für Kreativität und Fantasie, was ihm leider nicht immer zu einem
notenmäßigen Vorteil gereichte. Eingeengt durch strenge lehrplanmäßige Vorgaben und nicht enden wollende
Interpretationen und Analysen, erlosch seine Begeisterung für das Lesen und vor allem für das Schreiben fast
gänzlich.
Glücklicherweise gelang es ihm, seine Lese-Leidenschaft neu zu entfachen und sich fortan an den
Werken anderer zu erfreuen. Mit jedem weiteren Roman wuchs auch seine innere Überzeugung, auch selbst spannende
und lesenswerte Geschichten schreiben zu können. Ein erster Paukenschlag gelang ihm ironischerweise nach einer
Studienfahrt, die selbstverständlich im Anschluss berichtsmäßig für die Nachwelt erhalten bleiben sollte. Bei
der redaktionellen Überarbeitung fiel Benjamins Artikel auf und er wurde ermutigt zwei weitere zu schreiben.
Angespornt von dem, für ihn völlig unerwarteten, positiven Feedback, entschloss er sich, seine Dienste auch
der ansässigen Schülerzeitung zur Verfügung zu stellen, wo bereits in der folgenden Ausgabe ein Artikel
von ihm veröffentlicht wurde. Von nun an ging es rasant bergauf was in der Folge zu einer überraschend
positiven Trendwende im Fach Deutsch führte, sie sich mit durchweg guten Noten bis zum Abitur fortsetzte.
Der Durchbruch gelang ihm schließlich zu Beginn das Jahres 1999, als er in seinem letzten Schuljahr zusätzlich
den Grundkurs Literatur wählte. Bereits in der ersten Stunde war sein Schicksal besiegelt, als der Lehrer den
gesamten Kurs dazu aufforderte, ihm nach Weihnachten eine Geschichte zu präsentieren, die dann zur Notenfindung
dienen würde. In einem Nebensatz erwähnte er, den bisherigen Rekord von 59 Schreibmaschinenseiten. Haags Ehrgeiz
war entfacht. Nichts und niemand würde ihn davon abhalten, diesen Rekord zu brechen. Leider erkrankte der
besagte Lehrer und sein Vertreter wollte nach den Weihnachtsferien lediglich eine Kurzgeschichte bewerten.
Noch am selben Abend schrieb Benjamin, angeregt durch einen spontanen Einfall seines Vater die ersten Sätze zu
seinem ersten Roman „Das Kind“. Nach dem ersten Kapitel war ihm klar, dass die Idee einfach viel zu viel
Potenzial für eine Kurzgeschichte beinhaltete. Um jedoch auch dieser Anforderung gerecht zu werden, verfasste
er, noch ehe der Roman vollendet war, eine surrealistische Kurzgeschichte, deren Ausgangspunkt (laut
Aufgabenstellung) ein Bild von einer Burg war, die auf einem über dem Meer schwebenden Felsen stand.
Der Inhalt spielt bereits nach dem Ende von „Das Kind“ was die Herausforderung, dem Leser die
Zusammenhänge zu verdeutlichen, ihn aber gleichzeitig nicht zu überfordern oder gar zu langweilen, in ungeahnte
Höhen trieb. Das Kunststück gelang und Haags knapp 20-seitige Kurzgeschichte „Das Gleichgewicht“ wurde mit
hervorragenden 14 Punkten benotet. Übertroffen wurde diese, aus Benjamins Sicht unfassbare gute Note, nur
noch von der Benotung seines Romans mit 15 Punkten.
Für zwei weitere Romane („Nichts“, „Ein Hauch von
Sonnenschein“) blieb er als Autor dem surrealistischen, fantasievollen Genre treu, ehe er beschloss,
die herausfordernde Bemerkung einer Freundin, er könne nicht realistisch schreiben, zu widerlegen. Dies
scheint ihm mit seinem Werk „Midsommar – Nacht der Wende“ eindrucksvoll gelungen, das viele als das
ausgereifteste seiner Werke bezeichnen. In dieser kurzen Zeit gelang es dem jungen Autor bereits eine
kleine aber treue Stammleserschaft für sich zu gewinnen. Wir alle wünschen ihm, dass er diese beständig
weiter wächst und er alle seine Leser noch lange mit seinen Geschichten erfreuen kann.