Begrüßung und Anrede

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Referat

Hier stellen wir den Aufbau und Ablauf unserer Präsentation vor. Die folgenden Punkte sind als Ideen- und Erfahrungssammlung, welche eine selbstständige Handhabung mit dem Thema „Anrede – und Begrüßungsformen in Europa“ oder einer ähnlichen Fragestellung anregen soll, zu verstehen:

Zu Beginn ist es sinnvoll, der Präsentation eine Einführung in die Thematik, in unserem Fall „Europäische Anrede – und Begrüßungsformen“, voranzustellen.

I. Themenbezug herstellen & allgemeine Grundlagen schaffen

Einleitend stellten wir einen sprachübergreifenden Zusammenhang zwischen Anrede – und Begrüßungsformen her. Außerdem schickten wir allgemeine Grundlagen den kommenden theoretischen Ausführungen voraus.

Anrede & Begrüßung können sehr unterschiedlich sein und sagen viel über die Gesellschaft und ihre soziale Struktur aus.

Es gibt immer einen Sprecher und einen Hörer. Wörter, die diese kennzeichnen sind z.B. I (engl.), ich (deut.), je (franz.) für den Sprecher und you (engl.), du (deut.), tu (franz.) für den Hörer.

Die Anrede dient dazu den Kontakt zwischen Sprecher & Hörer aufrechtzuerhalten => Sprachliche Mittel sind im:

· nominalen Bereich (Vor-, Nachname),
· verbalen Bereich (Imperativ),
· pronominalen Bereich (hist.: Pronomenwechsel seit Mittelalter in Europa)

zu finden.

Die Wahl der Anredeform richtet sich nach der sozialen Nähe oder Distanz, abhängig u. a. von dem Bekanntheitsgrad, der Art der Bekanntschaft, dem Alter, dem Familienstand, dem Geschlecht, der Situation, der beruflichen Hierarchie etc. Einen Wechsel von formeller zu informeller Anrede gibt es in jeder Sprache, wenn auch ähnliche Situationen zu anderen Reaktionen führen können.

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II. Warum ist dieses Thema wichtig?

Zum Abschluss der Einleitung, gingen wir näher auf die Bedeutsamkeit des Themas ein. Die Zuhörer sollten für dieses sensibilisiert werden, um den folgenden Ausführungen mit dem gewünschten Interesse zu folgen.

Zur Begrüßung gehört in europäischen Sprachen ein bestimmtes Standardvokabular und dazugehörige Gesten, die immer erwartet werden. Darum ist die Wahl der richtigen Anredeform & Begrüßung für den Erfolg einer interkulturellen Kommunikation grundlegend. Allerdings gibt es schon innerhalb Europas sehr unterschiedliche Anrede – und Begrüßungsformen.

Wenn schon zu Beginn einer Konversation die Anrede und/oder Begrüßung einer anderen Person unwissentlich falsch abläuft, ist die weitere Kommunikation über den eigentlichen Inhalt stark gefährdet bzw. vielleicht sogar schon unmöglich.

Um in den Hauptteil einzusteigen, ist es sehr wichtig, die Teilnehmer zu aktivieren. Durch (simulierte) Erfahrungen werden sie animiert, sich eigene Gedanken zu machen und sind eher bereit sich linguistisch, historischen und anderen theoretischen Hintergründe zuzuwenden.

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III. Das Rollenspiel

So entwickelten wir ein Rollenspiel, welches den Zweck verfolgte, die Teilnehmer hautnah erfahren zu lassen, welche interkulturellen Schwierigkeiten auftreten können, wenn man versucht sich innerhalb der von uns untersuchten Länder zu begrüßen und anzureden.

=> Teilnehmer: 5 - 10 Mitspieler pro Sprache

=> Spieldauer: 10 - 20 min

=> Alter:15- 100 Jahre

Spielanweisung:

1. Wir teilten die Teilnehmer in einzelne Sprachgruppen (deutsch, englisch, französisch, italienisch und spanisch) mit jeweils mindestens 2 Mitspielern auf. Denn ein gemeinsames Überlegen ist produktiver als Einzelarbeit.

Beobachtung: Die Teilnehmer reagierten aufgeregt und mit Vorfreude auf das zu erwartende Rollenspiel.

2. Die einzelnen Gruppen bekamen eine Identitätskarte:

  • Die Deutschlandgruppe musste einen 40 – jährigen Lehrer,
  • Die Englandgruppe eine Ärztin um die 35,
  • Die Frankreichgruppe ein Staatsoberhaupt,
  • Die Italiengruppe einen 16 – jährigen Schüler und
  • Die Spaniengruppe eine Hausfrau um die 50 Jahre

repräsentieren.

Diese Angaben sind natürlich variierbar; wurden in unserer Spielrunde jedoch den Kursteilnehmer (wie oben beschrieben) vorgegeben.

Beobachtung: Die verschiedenen, z. T. sehr konträren Identitäten sorgten natürlich für Belustigung in jeder der fünf Gruppen.

3. In jeder Gruppe wird nun gemeinsam überlegt, wie man sich in dem Land zu
dessen Sprachgruppe man gehört, dem Beruf, dem Alter und dem gesellschaftlichen Status entsprechend begrüßt. Und wie man erwartet, begrüßt zu werden.

Beobachtung: Rege Diskussionen und Erfahrungsaustausch erfolgte in den einzelnen Gruppen. Die Präsentatorinnen mischten sich unter die jeweiligen Sprachgruppen, um den Austausch zusätzlich anzuregen.

4. Je ein Gruppenmitglied tritt aus der Gruppe heraus und stellt sich zusammen mit den Anderen in einer Reihe auf. Nun beginnt ein zweiter Abgesandter der verschiedenen Sprachgruppen die anderen „Nationen“ der Reihe nach zu begrüßen, so wie er in seinem Land auf diese reagieren würde. Die in der Reihe Stehenden müssen sich wiederum so verhalten wie es in ihrem Land üblich ist.

Beobachtung: Natürlich sorgte dieses Aufeinandertreffen der „Nationen“ bei jeder „interkulturellen“ Begegnung für Missverständnisse, Verwirrung und somit für große Heiterkeit, da es in einem simulierten, nicht realen Kontext, stattfand. Wenn beispielsweise die britische Ärztin auf das Staatsoberhaupt, also ihre Queen, traf, macht diese einen Hofknicks, während das Staatsoberhaupt die Hand ausstreckte, welche aber nicht ergriffen wurde. Oder die spanische Hausfrau, die von allen „Nationen“ mit herzhaften Küsschen begrüßt und liebevoll angeredet wurde.

Anmerkung: Damit die begrüßende Person immer weiß, wen er/sie vor sich hat, ist es hilfreich den Beruf des zu Begrüßenden kenntlich zu machen, beispielsweise durch Aufkleber etc.
Damit auch das Publikum nicht den Überblick verliert, klebten wir auf die Rücken der einzelnen Spieler kleine Nationalflaggen, damit ersichtlich wurde, welcher Landsmann gerade aktiv war.

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IV. Theorie

Im Anschluss an diese interaktive Spieleinheit, knüpften die fünf Referentinnen an die soeben erlebten Ereignisse (im Rollenspiel) an, um ihre Kenntnisse zu theoretischen, historischen Grundlagen und praktischen Anrede – und Begrüßungsformen in den europäischen Sprachen zu vermitteln. Anschließend wurde zusätzlich ein kleiner Exkurs in den europäischen Briefwechsel gegeben.

Die Informationen dazu finden Sie unter den jeweiligen Sprachseiten!

Sehr wichtig erschien es uns in dieser Theoriephase auch immer wieder die Zuhörer zu mobilisieren, eigene Erfahrungen und Wissen mit einzubringen. Aufgrund der internationalen Zusammensetzung des Kurses gelang dies auch sehr gut.

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V. Handout

Es war uns auch sehr daran gelegen, den Teilnehmern einen kleinen, selbst erstellten „Europäischen Sprach – und Briefführer“ an die Hand zu geben. Bei Bedarf können sie also immer wieder darauf und auf diese Homepage zurückgreifen: Handout

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Angewandte Methoden

· Karikatur zum Kontext => Visualisierung
· kurz: einleitende Worte (s. o.) => Publikum einstimmen & Grundlagen schaffen
· interaktiver Teil (Rollenspiel) => wichtig! Publikum aktiv mit einbeziehen
· Theorie zu den jew. Sprachen => anknüpfen, erklären & erläutern
· Handout & Diskussion => wichtig! Meinungen der Teilnehmer erfragen

Die gesamte Präsentation wurde mit einer PowerPoint-Präsentation zusätzlich visualisiert. (Zur Anzeige wird das Microsoft Office Programm PowerPoint gebraucht.)

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10.07.04
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